Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Rahmung
1.2 Erkenntnisinteresse
1.3 Stand der Forschung bzw. Desiderata
1.4 Erhebung und Auswertungsmethodik
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Entwicklung der Definition zum normativen historischen Lernen
2.1 Grundlegende Begriffe: Geschichte, Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur
2.2 Historisches Lernen
3. Definition zu Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen
3.1 Tanztheaterproduktionen im Allgemeinen
3.2 Tanztheaterproduktionen konkret bezogen auf historische Kontexte
4. Bedeutung und Nutzen des Tanztheaters für das historische Lernen: Mehrwert oder Fehlgriff?
5. Zuordnung tanztheatraler Verfahrensweisen zu den Kriterien des normativen historischen Lernens
5.1 Zugrunde gelegter Kriterienkatalog des historischen Lernens
5.2 Tabellarischer Überblick über die Zuordnung der Verfahrensweisen zu den Kriterien
5.3 Tanztheatrale Verfahrensweisen in Bezug auf den Konstruktionsprozess
6. Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, in welcher Weise Kriterien des normativen historischen Lernens in Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen wiederzufinden sind. Ziel ist es, tanztheatrale Techniken für Bildungseinrichtungen systematisch zu sammeln, um Lernprozesse zu fördern, die zur Kultivierung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins beitragen.
1.1 Ausgangslage und Rahmung
Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen florieren derzeit auf staatlichen Bühnen und in der Freien Theaterszene. So wurde bspw. im Stadttheater in Flensburg in der Spielzeit 2015/2016 das Tanztheaterstück „Gefährliche Liebschaften“ frenetisch gefeiert, basierend auf einer literarischen Milieustudie in Briefromanform aus dem Jahre 1782 über die Pariser Aristokratie am Vorabend der Französischen Revolution. Im französischen Raum sorgte im April 2016 das Tanztheaterstück „Les Mémoires d‘un Seigneur“ („Die Erinnerungen eines Herrn“) für großes Aufsehen. Tänzerisch ergründet werden hier die mentalen Innenwelten der historischen Herrscherpersönlichkeiten Caligula, Alexander der Große und Dschingis Khan. Und auch in der Jugend- und Mehrgenerationenbildung finden Tanztheaterprojekte großen Anklang, wie z.B. das Tanzstück „Gethsemane 89 – Eine Tanzbegegnung von Jugendlichen und Zeitzeugen“ aus dem Jahre 2014, das an die deutsch-deutsche Geschichte des Jahres 1989 auf besondere Weise erinnerte.
Zudem wird in tanz-, theater- und geschichtswissenschaftlichen sowie den dazugehörigen didaktischen Diskursen dieser geschichtskulturellen Erscheinungsform ein bedeutendes Potenzial zugesprochen, welches fast euphorische Züge annimmt.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen dar und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit normativer Kriterien historischen Lernens in diesem Kontext.
2. Entwicklung der Definition zum normativen historischen Lernen: Es werden grundlegende fachdidaktische Begriffe wie Geschichte, Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur geklärt sowie der Prozess des gesteuerten, normativen historischen Lernens definiert.
3. Definition zu Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen: Das Kapitel umreißt den Begriff des Tanztheaters und spezifiziert die besonderen Anforderungen und Möglichkeiten, die bei der Auseinandersetzung mit historischen Kontexten im Tanz entstehen.
4. Bedeutung und Nutzen des Tanztheaters für das historische Lernen: Mehrwert oder Fehlgriff?: Hier erfolgt eine kritische Abwägung der Vor- und Nachteile von Tanztheater als Lernsetting, wobei Potenziale wie Ganzheitlichkeit und Affektivität gegen mögliche Herausforderungen bei der Umsetzung abgewogen werden.
5. Zuordnung tanztheatraler Verfahrensweisen zu den Kriterien des normativen historischen Lernens: Dieser Abschnitt bildet das Kernstück und entwickelt einen Kriterienkatalog, um tanztheatrale Verfahrensweisen systematisch an den Erfordernissen eines reflektierten historischen Lernens zu spiegeln.
6. Resümee und Ausblick: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt Empfehlungen für die zukünftige Praxis und den weiteren wissenschaftlichen Diskurs.
Tanztheater, Historisches Lernen, Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur, normative Lernprozesse, Körperlichkeit, Konstruktionscharakter, Reenactment, ästhetische Dimension, Geschichtsdidaktik, Handlungsorientierung, Bildungswissenschaften, Tanzpädagogik, Zeitzeugenschaft, Reflexion
Die Arbeit untersucht das bisher kaum wissenschaftlich erschlossene Potenzial von Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen für das schulische und außerschulische historische Lernen.
Die zentralen Felder sind die geschichtsdidaktische Theorie, die Analyse tanztheatraler Ausdrucksformen und die Schnittmenge beider Disziplinen zur Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins.
Die Kernfrage lautet, in welcher Weise die Kriterien des normativen historischen Lernens konkret in Tanztheaterproduktionen mit historischen Bezügen wiederzufinden sind.
Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Annäherung, wertet tanzwissenschaftliche Publikationen aus und kombiniert dies mit der Analyse von Videodokumenten und persönlichen Vor-Ort-Beobachtungen.
Im Hauptteil werden Begriffe definiert, der Mehrwert des Tanztheaters gegenüber konventionellen Lerngegenständen diskutiert und ein Kriterienkatalog erstellt, um tanztheatrale Verfahrensweisen zuzuordnen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Tanztheater, Historisches Lernen, Geschichtsbewusstsein, Körperlichkeit, Konstruktionscharakter und Geschichtsdidaktik.
Die Arbeit betont, dass Emotionalität ein wesentlicher Bestandteil historischer Lernprozesse ist, da der Tanz durch seine Ganzheitlichkeit eine affektive Ansprache ermöglicht, die über kognitive Ansätze hinausgeht.
Der Autor argumentiert, dass Nachteile, etwa der hohe intellektuelle Anspruch oder die Abhängigkeit von professioneller Anleitung, durch geeignete Formate wie Nachbesprechungen oder Workshops nivelliert werden können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

