Masterarbeit, 2018
144 Seiten, Note: 5.5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Vorgehensweisen und Methoden
1.5 Fragestellungen
I Theoretischer Teil
2. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
2.1 Definition
2.2 Beschreibung des Störungsbildes
2.2.1 Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit
2.2.2 Hyperaktivität
2.2.3 Impulsivität
2.2.4 Stärken und Ressourcen von Kindern mit ADHS
2.2.5 Situationsspezifische Ausprägung der Symptomatik
2.2.6 Hinweissymptome in altersvariabler Ausprägung
2.3 Klassifikationssysteme DSM und ICD
2.3.1 ICD-10
2.3.2 DSM-5®
2.3.3 Unterschiede von ICD-10 und DSM-5®
2.4 Diagnostik
2.4.1 Leitlinien zur Diagnostik
2.4.2 Multidimensionale Diagnostik
2.4.3 Differenzialdiagnose
2.4.4 Probleme bei der Diagnostik
2.5 Prävalenz
2.5.1 Einflussfaktoren bei der Erhebung der Prävalenz
2.6 Komorbidität
2.6.1 Externalisierende Verhaltensstörungen
2.6.2 Internalisierende Verhaltensstörungen
2.6.3 Lernstörungen und Teilleistungsschwächen
2.6.4 Tic-Störungen
2.6.5 Zusätzliche Störungen und Belastungen
2.7 Entwicklungsverlauf der ADHS
2.8 Ätiologie
2.8.1 Prä-, peri- und postnatale Probleme als Risikofaktoren
2.8.2 Genetische Faktoren
2.8.2.1 Molekulargenetische Studien
2.8.2.2 Epigenetische Prozesse
2.8.3 Neuroanatomische Befunde
2.8.3.1 Funktionelle Hirnschädigungen
2.8.4 Neurochemische Prozesse
2.8.5 Neurophysiologische Befunde - Abweichungen im EEG
2.8.6 Neuropsychologische Befunde
2.8.6.1 Selbstregulation und exekutive Funktionen
2.8.6.2 Aufmerksamkeit
2.8.7 Psychosoziale Faktoren
2.8.7.1 Weitere Umwelteinflüsse
2.8.8 Ernährung
2.8.9 Biopsychosoziales Modell
2.9 Behandlungsmethoden
2.9.1 Beratung und Psychoedukation
2.9.2 Verhaltenstherapeutische Interventionen
2.9.2.1 Spieltrainings
2.9.2.2 Selbstinstruktionstrainings
2.9.2.3 Selbstmanagement
2.9.2.4 Behaviorale Interventionen in der Schule
2.9.2.5 Neurofeedback
2.9.3 Medikamentöse Behandlung
2.9.3.1 Methylphenidat
2.9.3.2 Atomoxetin (Strattera®)
2.9.3.3 Nebenwirkungen
2.9.4 Multimodale Behandlung
2.9.5 Ergänzende Behandlungsansätze
2.9.5.1 Griechisches Eisenkraut (Sideritis scardica)
2.9.5.2 Sport
3. Grundlagen der Neurofeedback-Therapie
3.1 Biofeedback
3.2 Neurofeedback
3.3 Wirkungsweise des Neurofeedbacks
3.4 Geschichte des Neurofeedbacks
3.5 Aufgaben des Gehirns
3.5.1 Netzwerke
3.6 Hirnaktivität bei Kindern mit ADHS
3.6.1 Kompensatorische Gehirnaktivitäten
3.7 Elektroenzephalogramm (EEG)
3.7.1 Ursprung des EEG-Signals
3.7.2 Verschiedene Frequenzbänder
3.7.3 Spontan-EEG
3.7.4 Spontan-EEG bei ADHS
3.7.5 Ereigniskorrelierte Potenziale (EKP)
3.7.6 Ereigniskorrelierte Potenziale bei ADHS
3.8 Verschiedene Neurofeedback-Trainingsprotokolle
3.8.1 Frequenzbandtraining
3.8.1.1 Frequenzbandtraining bei ADHS
3.8.1.2 Ablauf des Trainings
3.8.2 Training der Selbstkontrolle der langsamen kortikalen Potenziale (SCP)
3.8.2.1 SCP-Training bei ADHS
3.8.2.2 Wirkweise und Auswirkungen auf die Netzwerke
3.8.2.3 Ablauf des Trainings
3.8.3 Infra-Low Frequency (ILF) Neurofeedback
3.8.3.1 Die Entwicklung der ILF-Methode
3.8.3.2 Feedbackmodalität
3.8.3.3 Ablauf des Trainings
3.8.3.4 Wirkungsweise des ILF-Trainings
3.8.4 Weitere Neurofeedbackmethoden
3.9 Was kann mit Neurofeedback-Behandlungen therapiert werden?
3.10 Vor- und Nachteile von Neurofeedback in der Behandlung von ADHS
3.11 Technische Aspekte
3.12 Akzeptanz der Methode
3.13 Fazit
4. Stand der Forschung
4.1 Studien zu Neurofeedback bei ADHS
4.2 Kritikpunkte und offene Fragen bisheriger Studien
4.3 Studien nach ILF-Protokoll
5. Fragestellung der vorliegenden Studie
II Empirischer Teil
6. Methode
6.1 Feldzugang
6.2 Ein- und Ausschlusskriterien des Studienteilnehmers
6.3 Versuchsplan
6.4 Elterngespräch
6.5 Messinstrumente
6.5.1 Fremdbeurteilungsbogen FBB-ADHS für die Eltern und die Lehrperson
6.5.2 Selbstbeurteilungsbogen SBB-ADHS für das Kind
6.5.3 Fragebogen Neurofeedback Symptomverfolgung (Eltern)
6.5.4 d2-R-Test (selektive oder fokussierte Aufmerksamkeit)
6.6 QIK-Test (Daueraufmerksamkeit)
7. Durchführung der Untersuchung
7.1 Angaben zum Studienteilnehmer
7.2 Angaben zum Therapeuten
7.3 Angaben zum Neurofeedback-Therapieverfahren
7.4 Geräte
7.5 EEG-Ableitung
7.6 Ablauf einer ILF-Neurofeedbacksitzung
7.7 Verlauf des ILF-Neurofeedbacktrainings
7.8 Zeitliche Dauer der Erhebungen
8. Auswertung
8.1 Auswertung der Fragebogen SBB-ADHS und FBB-ADHS
8.2 Auswertung Neurofeedback Symptomverfolgung (Eltern)
8.3 Auswertung d2-R-Test (selektive oder fokussierte Aufmerksamkeit)
8.4 Auswertung QIK-Test (Daueraufmerksamkeit)
8.4.1 Auswertung der EEG-Parameter des ILF-Neurofeedbacktrainings
9. Ergebnisse
9.1 Ergebnisse der Fragebogen DISYPS-III FBB-ADHS und SBB-ADHS
9.2 Ergebnisse des Fragebogens Neurofeedback Symptomverfolgung
9.3 Ergebnisse der d2-R-Testung (selektive oder fokussierte Aufmerksamkeit)
9.4 Ergebnisse der QIK-Testung (Daueraufmerksamkeit)
9.4.1 Leistungsindex
9.4.2 Genauigkeitsindex
10. Diskussion
10.1 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
10.2 Interpretation der Ergebnisse
10.3 Alternative Erklärungsversuche
10.4 Zusammenfassende Schlussfolgerungen
10.5 Methodische Kritik
10.5.1 Perspektivität der eigenen Forschungsmethode
10.6 Ausblick auf weitere Forschung
10.7 Praktische Implikationen für den Studienteilnehmer
10.8 Praktische Implikationen für die schulische Heilpädagogik
11. Schlusswort/Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von ILF-Neurofeedback bei der Behandlung von Kindern mit ADHS, mit einem besonderen Fokus auf der Steigerung der Konzentrationsfähigkeit durch eine spezifische Einzelfallstudie.
3.2 Neurofeedback
Das Ziel von Neurofeedback ist es, Hirnfunktionen anhand der Kennwerte des Elektroenzephalogramms (EEG) zu verändern (Bauer in Strehl, 2013).
Die Gehirnwellen-Aktivitäten werden durch Elektroden auf der Kopfhaut gemessen und in einem EEG in Echtzeit ausgewertet. Dabei werden die Daten in ihre Frequenzanteile zerlegt und bestimmte Komponenten des EEGs vom Computer als visuelle, akustische und taktile Rückmeldungen aufbereitet und dem Patienten mithilfe verschiedener Animationen zurückgemeldet. Dem Gehirn wird durch die Rückmeldung seiner eigenen Aktivitäten die Möglichkeit gegeben, die Wahrnehmung für sein Erregungsniveau zu verbessern und so seine eigene Selbstregulation zu fördern (Othmer, 2017).
Das Gehirn wird beim Neurofeedback im Gegensatz zu Elektro- oder Magnetfeldtherapien keinen Strömen oder Feldern ausgesetzt. Es wird nichts von aussen in das Gehirn eingeleitet, sondern dem Gehirn wird in Form von Computeranimationen ein Spiegel vorgehalten, in dem es sich selbst wiedererkennen und so lernen kann (Wiedemann in Haus et al., 2016).
Die Wahrnehmung, Emotionen und Verhalten können sich durch das Neurofeedbacktraining positiv verändern. Aus der Umwelt und der Eigenwahrnehmung wird dadurch positives Feedback generiert und die neu erlernten Muster der Gehirnaktivität können sich so stetig festigen (Wiedemann in Haus et al., 2016).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die ADHS-Problematik ein, beschreibt den Aufbau der Arbeit und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Eignung der Neurofeedback-Therapie.
2. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS): Es werden die klinischen Grundlagen, Diagnosekriterien, Ätiologie sowie aktuelle Behandlungsmethoden inklusive psychologischer und medikamentöser Ansätze umfassend erläutert.
3. Grundlagen der Neurofeedback-Therapie: Das Kapitel widmet sich der Funktionsweise von Bio- und Neurofeedback, den physiologischen Grundlagen der Hirnaktivität bei ADHS und den verschiedenen Trainingsprotokollen, insbesondere dem ILF-Neurofeedback.
4. Stand der Forschung: Hier wird die aktuelle wissenschaftliche Literatur zu Neurofeedback-Studien bei ADHS-Kindern analysiert, um den Forschungsbedarf für die vorliegende Arbeit zu begründen.
5. Fragestellung der vorliegenden Studie: Basierend auf dem theoretischen Teil werden die spezifischen Forschungsfragen für die empirische Einzelfallstudie präzisiert.
6. Methode: Detaillierte Darstellung des Studiendesigns, der Auswahlkriterien für den Probanden und der eingesetzten diagnostischen Testinstrumente zur Messung der Aufmerksamkeitsleistung.
7. Durchführung der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Ablauf der ILF-Neurofeedback-Sitzungen, die verwendeten Geräte und die zeitliche Gestaltung der Datenerhebung.
8. Auswertung: Erläuterung der qualitativen und quantitativen Analysemethoden, mit denen die Daten aus den Fragebögen und Leistungstests bearbeitet wurden.
9. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten in Tabellen und Abbildungen, um die Veränderungen in der Symptomatik und Konzentrationsleistung des Teilnehmers darzustellen.
10. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext des theoretischen Rahmens, kritische Würdigung der Methodik und Ableitung praktischer Implikationen für die schulische Heilpädagogik.
11. Schlusswort/Ausblick: Zusammenfassendes Fazit zur Bedeutung von Neurofeedback als multimodaler Therapiebaustein bei ADHS und Reflexion der persönlichen Erfahrungen des Autors.
Neurofeedback, ADHS, Konzentrationsfähigkeit, ILF-Methode, Gehirnaktivität, Selbstregulation, Einzelfallstudie, Elektroenzephalogramm, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Impulsivität, Pädagogische Psychologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Verhaltenstherapie, Leistungsdiagnostik.
Die Arbeit untersucht, ob ILF-Neurofeedback eine geeignete und wirksame Behandlungsmethode zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bei Kindern mit ADHS darstellen kann.
Die Arbeit behandelt die neurophysiologischen Grundlagen von ADHS, das klinische Störungsbild, verschiedene Ansätze der Neurofeedback-Therapie und deren empirische Anwendung in einer Einzelfallstudie.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob durch eine ILF-Neurofeedback-Behandlung die Konzentration eines Kindes mit ADHS signifikant gesteigert werden kann und welche Aspekte der Therapie hierbei besonders bedeutsam sind.
Es handelt sich um eine Einzelfallstudie, die durch eine ausführliche Literaturrecherche im theoretischen Teil und eine empirische Datenerhebung mittels Fragebögen und standardisierter Konzentrationstests im praktischen Teil ergänzt wird.
Im Hauptteil werden zunächst die klinischen und theoretischen Aspekte von ADHS und Neurofeedback erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der empirischen Einzelfallstudie mit ihrem Versuchsaufbau und den Ergebnissen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Neurofeedback, ADHS, Konzentrationsfähigkeit, Selbstregulation, ILF-Methode, Einzelfallstudie und Leistungsdiagnostik.
Die ILF-Protokolle bilden das Herzstück der interventionellen Arbeit, da sie durch die Arbeit in einem sehr niedrigen Frequenzbereich direkt auf die Selbstregulationsfähigkeit des Nervensystems einwirken sollen.
Der Autor schlussfolgert, dass die Behandlung mit ILF-Neurofeedback bei dem untersuchten Kind zu einer verbesserten Selbstregulation und Konzentrationsleistung führte, wobei er methodisch bedingt auch Übungseffekte als mögliche Einflussgröße einräumt.
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