Examensarbeit, 2004
87 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Methode der Arbeit
2 Zum Personenkreis „junge Erwachsene mit geistiger Behinderung“
2.1 Zum Menschenbild und zum Begriff der „geistigen Behinderung“
2.2 Erwachsenwerden / Erwachsensein von Menschen mit „geistiger Behinderung“
2.2.1 Allgemeines Begriffsverständnis
2.2.2 Erwachsenwerden im Kontext „geistiger Behinderung“
2.2.3 Kriterien für das Erwachsenwerden nach WOHLHÜTER
3 Politische Bildung
3.1 Politikbegriff
3.1.1 Die Dimensionen des Politischen
3.1.2 Der Politikzyklus
Exkurs: Beutelsbacher Konsens
3.2 Politische Bildung im Unterricht
3.3 Politische Bildung von Menschen mit „geistiger Behinderung“
4 Elementarisierung
4.1 Elementarisierung als politikdidaktische Aufgabe
4.2 Entwicklung des Elementarisierungsgedankens in der Allgemeinen Didaktik
4.3 Elementarisierung als Modell für die Planung von Unterricht
4.3.1 Elementare Strukturen
Exkurs: Bezugswissenschaften in der politischen Bildung
4.3.2 Elementare Wahrheiten
4.3.3 Elementare Erfahrungen
4.3.4 Elementare Zugänge
4.3.5 Suche nach geeigneten Lernformen
4.4 „Bundestagswahl! Wir machen mit!“ – Darstellung eines Konzeptes für die Vorbereitung auf die Bundestagswahl
4.4.1 Phase 1: Einstieg
4.4.2 Phase 2: Grundkenntnisse
4.4.3 Phase 3: Erarbeitung
4.4.4 Phase 4: Abstraktion
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept zur Vorbereitung junger Erwachsener mit geistiger Behinderung auf die Bundestagswahl zu entwickeln, wobei zentrale Forschungsfragen die Notwendigkeit politischer Bildung für diesen Personenkreis sowie die methodischen Anforderungen an ein solches Konzept adressieren.
4.4 „Bundestagswahl! Wir machen mit!“ – Darstellung eines Konzeptes für die Vorbereitung auf die Bundestagswahl
Im Folgenden soll – in Anlehnung an HETTINGER und LAUX und unter Berücksichtigung der Elementarisierungsaufgaben - ein Konzept für ein Projekt „Bundestagswahl! Wir machen mit!“ dargestellt werden. Dabei werden sowohl die Besonderheiten politischer Bildung als auch die erschwerten Lernbedingungen von jungen Erwachsenen mit „geistiger Behinderung“ berücksichtigt.
Bevor ich zur Darstellung und Erläuterung des eigentlichen Projektes komme, stelle ich einige theoretische Überlegungen voran. Ich verzichte darauf, mich auf eine konkrete Schülergruppe zu beziehen, dadurch soll erreicht werden, dass das Projekt auch mit anderen Gruppen durchführbar ist. Darüber hinaus ist es nicht auf einen schulischen Rahmen festgelegt. Das heißt, es ist ohne Schwierigkeiten auch in andere Situationen übertragbar. So kann ich mir neben der Umsetzung in Sonderschulen auch die Realisierung in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in Volkshochschulen, Tagesbildungsstätten oder Wohnheimen vorstellen.
1 Einleitung: Begründung der Themenwahl, Zielsetzung und methodisches Vorgehen der Arbeit.
2 Zum Personenkreis „junge Erwachsene mit geistiger Behinderung“: Auseinandersetzung mit dem Personenkreis, dem Begriff der geistigen Behinderung und Kriterien des Erwachsenwerdens.
3 Politische Bildung: Darstellung der theoretischen Grundlagen, politikdidaktischer Begriffe sowie der Situation politischer Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung.
4 Elementarisierung: Entwicklung eines didaktischen Konzepts zur Unterrichtsplanung und Darstellung des Projekts zur Wahlvorbereitung.
5 Schlussbetrachtung: Reflexion der Arbeitsfragen und Fazit zur politischen Bildung von Menschen mit geistiger Behinderung.
Politische Bildung, geistige Behinderung, Bundestagswahl, Elementarisierung, Wahlvorbereitung, politische Teilhabe, Inklusion, Didaktik, Politikdidaktik, Erwachsenenbildung, Selbstbestimmung, Autonomie, handlungsorientierter Unterricht, Politikzyklus, Beutelsbacher Konsens.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Notwendigkeit politischer Bildung für junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, mit einem spezifischen Fokus auf die Vorbereitung auf die Bundestagswahl.
Die Arbeit verknüpft heilpädagogische Aspekte des Erwachsenwerdens mit politikdidaktischen Modellen, um politische Inhalte für Menschen mit geistiger Behinderung zugänglich zu machen.
Das Ziel ist die Erstellung eines didaktischen Konzepts, das Menschen mit geistiger Behinderung befähigen soll, ihr Wahlrecht informiert und selbstbestimmt wahrzunehmen.
Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die existierende didaktische Modelle (wie die Elementarisierung) und Erkenntnisse der Heilpädagogik synthetisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung (Personenkreis, Politikbegriffe), die didaktische Fundierung mittels Elementarisierung und die praktische Projektkonzeption zur Bundestagswahl.
Zentrale Begriffe sind politische Teilhabe, Selbstbestimmung, Elementarisierung und handlungsorientierte politische Bildung.
Das Konzept sieht vor, dass die Diskussion in leichter Sprache geführt wird und auf zuvor gesammelten Fragen der Teilnehmer basiert, um eine echte Teilhabe zu ermöglichen.
Das Rollenspiel ermöglicht eine handlungsorientierte Simulation politischer Prozesse, wodurch komplexe Abläufe (wie eine Wahl) erfahrbar und verständlich gemacht werden.
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