Bachelorarbeit, 2018
82 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Controlling
2.1 Historische Entwicklung und Definition
2.2 Ziele
2.3 Aufgaben und Funktionen
2.3.1 Informationsfunktion
2.3.2 Planungsfunktion
2.3.3 Kontrollfunktion
2.3.4 Koordinationsfunktion
2.4 Aufgaben und Rollenbild des Controllers
2.4.1 Aufgaben
2.4.2 Rollenbild
2.5 Controlling-Hauptprozesse nach IGC
3 Industrie 4.0
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Definition – Was ist Industrie 4.0?
3.3 Zentrale Merkmale
3.4 Technologische Treiber
3.5 Chancen und Risiken
3.6 Status Quo in Deutschland
4 Auswirkungen von Industrie 4.0 auf ausgewählte Controlling-Hauptprozesse
4.1 Strategische Planung
4.2 Operative Planung, Budgetierung und Forecast
4.3 Kostenrechnung
4.4 Management Reporting
4.5 Risikocontrolling
4.6 Funktionscontrolling am Beispiel Produktion-4.0-Scorecard
5 Auswirkungen auf das Controller-Rollenbild und die Kompetenzanforderungen
5.1 Analyse von Controller-Stellenanzeigen
5.1.1 Fachliche Anforderungen
5.1.2 Anforderungen im Bereich IT-Kenntnisse
5.1.3 Persönliche Anforderungen
5.2 Zukünftiges Controller-Rollenbild und Kompetenzanforderungen an den Controller
5.3 Neues Berufsbild: Der Data Scientist
6 Praxisbeispiele
6.1 Mobiles Produktionsmanagement bei der Wittenstein SE
6.2 Visualisierte Echtzeitproduktivität bei der Hansgrohe SE
6.3 Vernetzte Produktion bei der EUCHNER GmbH + Co. KG
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Controlling-Hauptprozesse und das Berufsbild des Controllers. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand aufzuarbeiten, um daraus notwendige Kompetenzanforderungen sowie die zukünftige Rolle des Controllers abzuleiten und das neue Berufsbild des Data Scientists im Controlling-Kontext zu verorten.
Szenario 1: Das selbststeuernde Werkstück
Die digitale Produktion, welche durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg in Echtzeit gekennzeichnet ist, bildet die Basis für ein selbststeuerndes Werkstück. Maschinen und sonstige Geräte sind mit Sensoren ausgestattet und ermöglichen eine permanente Erfassung und Bereitstellung relevanter Daten. In den Sensoren sind Speicherdatenträger integriert, um z. B. Stücklisten, Qualitätsdaten oder anstehende Arbeitsschritte zu übermitteln. Durch die Kommunikation mit den Maschinen werden Anweisungen und Bearbeitungsschritte gesendet, was ein digitales Abbild des Werkstücks ermöglicht. Dieses Abbild steht fortlaufend immer aktuell zur Verfügung. Das Werkstück kann sich selbst zur jeweiligen Maschine hinbewegen, sodass diese den nächsten Bearbeitungsschritt ausführen kann, ohne dass ein Produktionsmitarbeiter eingreifen muss.
Die Kommunikation zwischen den Maschinen ermöglicht permanentes Abstimmen in Hinsicht auf Kapazitätsengpässe und erkennt Optimierungspotenziale selbstständig. Der Produktionsmitarbeiter greift nur noch bei Fehlermeldungen oder notwendigen Wartungsarbeiten ein, welche automatisch über mobile Endgeräte von der Maschine direkt an den Menschen kommuniziert werden.
Das Elektronikwerk von Siemens in Amberg realisiert heute schon ein solches Abbild selbststeuernder Werkstücke. Produktcodes sorgen für die Kommunikation von Maschinen und teilen mit, welche Anforderungen sie an die Werkstücke haben und was die nächsten notwendigen Produktionsschritte sind. Für einen durchgängigen Ablauf werden Produktionsregeln und -szenarien definiert. Täglich werden bis zu 50 Millionen Prozessinformationen erzeugt und verarbeitet. Es können bereits 75 % der Arbeitsschritte von Maschinen und Computern selbstständig gesteuert werden. Des Weiteren wird ein permanenter Datenfluss ermöglicht.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Bachelorarbeit sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2 Controlling: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, Ziele, Funktionen und Aufgaben des Controllings sowie Vorstellung des IGC-Prozessmodells.
3 Industrie 4.0: Definition, historische Entwicklung, zentrale Merkmale und technologische Treiber der Industrie 4.0 sowie deren Chancen und Risiken.
4 Auswirkungen von Industrie 4.0 auf ausgewählte Controlling-Hauptprozesse: Analyse der Auswirkungen auf Planung, Kostenrechnung, Reporting und Risikocontrolling sowie Vorstellung der Produktion-4.0-Scorecard.
5 Auswirkungen auf das Controller-Rollenbild und die Kompetenzanforderungen: Analyse von Stellenanzeigen zur Ableitung zukünftiger Kompetenzen und Rollenbilder, inklusive der Betrachtung des Data Scientists.
6 Praxisbeispiele: Darstellung der Industrie 4.0-Umsetzung bei der Wittenstein SE, der Hansgrohe SE und der EUCHNER GmbH + Co. KG unter Einbindung des Controllings.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen und Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung des Controlling-Anforderungsprofils.
Industrie 4.0, Controlling, Controller, Digitalisierung, Cyber-physische Systeme, Big Data, Smart Factory, Controller-Rollenbild, Kompetenzanforderungen, Data Scientist, Strategische Planung, operative Planung, Kostenrechnung, Produktionscontrolling, Unternehmenssteuerung.
Die Arbeit analysiert, wie die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) die betriebswirtschaftlichen Kernprozesse im Controlling verändert und welche neuen Qualifikationen von Controllern in einem zunehmend digitalisierten Umfeld gefordert werden.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Controllings, die technologischen Treiber der Industrie 4.0 (wie CPS und Big Data), die Auswirkungen auf Controlling-Hauptprozesse sowie die Transformation des Controller-Rollenbildes hin zum Data Scientist.
Das Hauptziel ist es, einen kompakten Einblick in die Chancen und Risiken von Industrie 4.0 für das Controlling zu geben, den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des Berufsbildes des Controllers abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie eine empirische Analyse von 231 Stellenanzeigen börsennotierter Unternehmen, um das veränderte Kompetenzprofil von Controllern zu untersuchen. Ergänzend werden Praxisbeispiele von Unternehmen wie Wittenstein SE und Hansgrohe SE herangezogen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die strategische und operative Planung, das Berichtswesen (Reporting), die Kostenrechnung sowie das Risikocontrolling. Zudem wird die Produktion-4.0-Scorecard als neues Steuerungsinstrument vorgestellt.
Wichtige Begriffe sind Industrie 4.0, Controlling, Smart Factory, Controller-Rollenbild, Big Data, Data Scientist und Prozessflexibilität.
Der Data Scientist wird als ergänzendes Berufsbild gesehen, das methodische Kompetenzen in der Analyse komplexer Datenmengen einbringt, während der Controller weiterhin für die betriebswirtschaftliche Interpretation und Beratung des Managements verantwortlich bleibt.
Durch die Vernetzung und Nutzung von Big Data steigen Risiken wie Datensicherheit, Industriespionage und IT-Ausfälle. Das Risikocontrolling muss diese Gefahren frühzeitig identifizieren und bewerten, um die Existenzsicherung des Unternehmens zu gewährleisten.
Starre Budgetierungsprozesse werden zunehmend durch flexible Budgets ersetzt. Dank Echtzeitdaten können Forecasts präziser erstellt und dynamisch an schwankende Rahmenbedingungen angepasst werden.
Die Beispiele von Wittenstein SE, Hansgrohe SE und EUCHNER zeigen, dass die Einführung mobiler Assistenzsysteme und digitaler Datenerfassung Prozesse beschleunigt, die Transparenz erhöht und dem Controlling eine aktivere Rolle als Business Partner ermöglicht.
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