Bachelorarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Konzepte von Phantasie und Einbildungskraft im Laufe der Zeit
2.1 Begriffserklärungen
2.2 Aufklärung
2.3 Romantik
3. Phantasie und Welt bei E.T.A. Hoffmann
3.1 Das Traummotiv in „Der Magnetiseur“
3.2 Das Motiv des Wahnsinns in „Das öde Haus“
3.3 Doppelgängermotiv und Duplizität in „Der goldene Topf“
4. Schluss
5. Literatur
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Thematik der Weltenduplizität sowie die Darstellung von Phantasie und Wirklichkeit in ausgewählten Erzählungen von E.T.A. Hoffmann. Dabei wird analysiert, wie Hoffmann durch Motive wie Traum, Wahnsinn und Doppelgänger die Grenzen zwischen einer rationalen Alltagswelt und einer phantastischen, übernatürlichen Sphäre aufbricht und neu definiert.
Die Rolle des Traums in „Der Magnetiseur“
Die menschliche Einbildungskraft kann ihren ganzen Entfaltungsraum nur in einer Phase ausbreiten, in der das rationale Vernunftvermögen limitiert oder sogar ausgeschaltet ist. Diese Phase kann besonders im Schlaf oder im Traum existieren. Somit stehen sich sinnliche Wahrnehmung und Einbildungskraft in einem ambivalenten Verhältnis mit unterschiedlicher Priorität gegenüber. Insbesondere der Raum zwischen Schlaf und Traum etabliert eine Sphäre der Unbestimmtheit und der undefinierbaren Welt. Als Bestandteil der phantastischen Literatur wird dem Traum eine gewisse Unschlüssigkeit und Ambiguität zugeschrieben, die besonders in der Darstellung einer Unschlüssigkeit zweier Bereiche existiert. Anhand des Traumes kann, wie zuvor erwähnt, eine gewisse Schwellensituation nahe gelegt werden.
Betrachtet man diesbezüglich die Auffassung des Barons, so erinnert diese einerseits besonders an die der Aufklärung und der Idee, dass Träume weder tiefgründige Bedeutungen noch rationalen Wahrheitsbestand haben könnten, andererseits scheint es aber auch zu einem gewissen Widerspruch zu kommen, da der Baron selbst die Verankerung der Träume in einer höheren Sphäre befürwortet. Der Baron gilt als Vertreter der alten Generation, der sich dem Phantastischen und der Phantasie weitmöglichst verschließt und die Rationalität in den Vordergrund stellt. So könnte durchaus ein gewisser Realitätseinfluss bestehen, dieser sei jedoch zufällig und habe weder etwas positives noch etwas wunderbares oder schwärmerisches an sich.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die romantische Thematik der Grenzüberschreitungen ein und legt den Fokus auf E.T.A. Hoffmann als zentralen Vertreter der phantastischen Literatur, wobei die Fragestellung der Weltenduplizität und des Verhältnisses von Alltag und Phantasie definiert wird.
2. Konzepte von Phantasie und Einbildungskraft im Laufe der Zeit: Dieses Kapitel erläutert die Begriffsgeschichte der Phantasie und der Einbildungskraft, ausgehend von der aufklärerischen Forderung nach rationaler Kontrolle bis hin zur romantischen Aufwertung als Medium der poetischen Weltschöpfung.
3. Phantasie und Welt bei E.T.A. Hoffmann: Hier wird die Anwendung der zentralen Motive Traum, Wahnsinn und Doppelgänger in den drei ausgewählten Erzählungen analysiert, um deren Funktion innerhalb von Hoffmanns Zweiweltentheorie herauszuarbeiten.
4. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Hoffmanns Erzählungen die Grenze zwischen Realität und Phantasie bewusst auflösen, um dem Leser einen neuen Erlebnishorizont jenseits einer rein rationalistischen Weltsicht zu eröffnen.
5. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
E.T.A. Hoffmann, Phantasie, Einbildungskraft, Romantik, Aufklärung, Traum, Wahnsinn, Doppelgänger, Weltenduplizität, Phantastik, Zweiweltentheorie, Realität, Wirklichkeit, Literaturwissenschaft.
Die Arbeit analysiert die Konzepte von Phantasie und Wirklichkeit in E.T.A. Hoffmanns Erzählungen, insbesondere im Hinblick darauf, wie die Grenze zwischen einer rationalen und einer wunderbaren Welt überschritten wird.
Die zentralen Themen sind die Zweiweltentheorie, die Rolle des Traums, die Darstellung des Wahnsinns sowie das Motiv des Doppelgängers im Kontext der deutschen Romantik.
Das Ziel ist es, die Funktion der phantastischen Motive innerhalb der Erzählungen „Der Magnetiseur“, „Das öde Haus“ und „Der goldene Topf“ zu ergründen und die daraus resultierende Weltenduplizität aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen der Phantasiegeschichte mit einer textnahen Untersuchung der Erzählungen und relevanter Sekundärliteratur verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit sowie die konkrete Analyse der Erzählungen, in denen Traum, Wahnsinn und Doppelgänger in Relation zur psychischen und physischen Welt der Figuren gesetzt werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Phantastik, Weltenduplizität, Spiegelung, Wahnsinn, Traum, Romantik und Einbildungskraft geprägt.
Während die Aufklärung die Phantasie kritisch als Gefahr für die Vernunft betrachtet und in geregelte Bahnen lenken will, wertet die Romantik sie als autonomes, schöpferisches Vermögen des Dichters auf.
Es dient als Ausgangspunkt für die Grenzüberschreitung des Protagonisten Theodor, der in diesem gewöhnlichen Objekt durch seine Einbildungskraft eine phantastische Dimension entdeckt und somit in den Wahnsinn abgleitet.
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