Bachelorarbeit, 2016
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Bedeutung der Ganganalyse
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Bachelor Thesis
2 Theoretische Grundlagen: Ziele und Anwendungsfelder
2.1 Diagnostik
2.2 Qualitätskontrolle von Rehabilitationsmaßnahmen
2.3 Hilfestellung bei der Prothesenentwicklung
3 Theoretische Grundlagen: Stand der Forschung
3.1 Der “normale” Gang
3.2 Voraussetzungen des Gangs
3.3 Der Gangzyklus und seine Phasen
3.4 Überblick diagnostischer Messmethoden/Entwicklungsstand der Messtechnik
3.4.1 Kinematik
3.4.1.1 Optische Messprinzipien
3.4.1.2 Akustisches Messprinzip
3.4.1.3 Messung mittels Beschleunigungssensoren
3.4.1.4 Messung mittels Goniometer
3.4.2 Kinetik
3.4.2.1 Resistives Prinzip (Dehnungsmessstreifen)
3.4.2.2 Piezoelektrisches Prinzip
3.4.3 Druckverteilungsmessung/Pedobarometrie
3.4.4 Elektromyographie
3.4.5 Energieumsatzmessung
3.4.6 Schlussfolgerung
4 Fragestellung
5 Methode
5.1 Stichprobe und Auswahlkriterien
5.2 Untersuchungsaufbau
5.2.1 Ganglabor/Messplatzaufbau
5.2.2 Verwendete Geräte
5.3 Untersuchungsablauf
5.3.1 Vorbereitungen
5.3.2 Funktionstest
5.3.3 Untersuchungsdurchführung
5.4 Datenauswertung der Messgrößen
5.5 Statistische Auswertung
6 Ergebnisse
6.1 Zusammenfassung der Probandeninformationen
6.2 Darstellung der Ergebnisse
6.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
6.4 Probleme und kritische Betrachtung der Ergebnisse
7 Zusammenfassung und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erhebung von Referenzwerten für kinematische Gelenkwinkelwerte bei Menschen über 65 Jahren, um einen Normbereich für das spätere Erwachsenenalter zu schaffen und diesen mit Daten jüngerer Altersgruppen zu vergleichen.
3.3 Der Gangzyklus und seine Phasen
Nach heutigem Wissensstand beschreibt der Gangzyklus definitorisch den Zeitraum zwischen zwei aufeinander folgenden initialen Bodenkontakten1 desselben Fußes und wird in der Literatur auch als Doppelschritt bezeichnet (Inman, Ralston & Todd, 1981; Götz-Neumann, 2006). Nach dem Klassifikationsmuster der Arbeitsgruppe Rancho Los Amigos um Jacqueline Perry (1992) sowie den Auffassungen von Murray, Drought und Kory (1964) und der Arbeitsgruppe um Inman et al. (1981) - alles anerkannte Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ganganalyse - unterteilt sich der Gangzyklus in die Stand- und Schwungphase. Die Standphase macht bei einer normalen Geschwindigkeit ca. 60 % der Gesamtzykluszeit aus. Wie der Name schon sagt, beschreibt die Standphase jenen Zeitraum, in der Bodenkontakt des Fußes besteht. Die Schwungphase bezeichnet a priori den Zeitraum in welcher das Bein in der Luft ist und nach vorne beschleunigt wird.
Die zwei Phasen unterteilen sich in weitere Unterphasen (Götz-Neumann, 2006; Perry, 2003; Murray et al., 1964; Inman et al., 1981). Bevor die 5 Stand- und 3 Schwungphasen im Nachfolgenden in Anlehnung an das Klassifikationsmuster von Perry (2003) und Murray et al. (1964) näher beschrieben werden, soll zum besseren Verständnis eine kurze Erläuterung zu den wesentlichen Bewegungsrichtungen der Gelenke der unteren Extremitäten gegeben werden.
1 Einleitung: Beleuchtung der Bedeutung der Ganganalyse im demografischen Wandel und Darstellung der Zielsetzung zur Normwerterhebung bei Senioren.
2 Theoretische Grundlagen: Ziele und Anwendungsfelder: Erläuterung der Einsatzgebiete wie Diagnostik, Qualitätskontrolle in der Rehabilitation und Prothesenentwicklung.
3 Theoretische Grundlagen: Stand der Forschung: Definition des Gangs, Beschreibung des Gangzyklus und detaillierter Überblick über kinematische und kinetische Messverfahren.
4 Fragestellung: Formulierung des Untersuchungsziels und der Hypothesen zum Vergleich der Gelenkwinkeldaten zwischen verschiedenen Altersgruppen.
5 Methode: Detaillierte Darlegung des Untersuchungsaufbaus, der Probandenselektion, der Vorbereitungen und der statistischen Auswertungsverfahren.
6 Ergebnisse: Zusammenfassung der Probandendaten sowie grafische und numerische Darstellung der ermittelten Normwerte und statistischen Testentscheidungen.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Forschungsergebnisse und Diskussion der Limitationen sowie Anregungen für zukünftige Untersuchungen.
8 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Ganganalyse, Kinematik, Gelenkwinkel, Normwerte, Senioren, Bewegungswissenschaft, Sportbiomechanik, Gangzyklus, Standphase, Schwungphase, Diagnostik, Statistik, Körperbewegung, Rehabilitation, Prothetik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der biomechanischen Ganganalyse bei Menschen über 65 Jahren, um erstmals spezifische Normwerte für kinematische Gelenkwinkelverläufe in dieser Altersgruppe zu etablieren.
Zentrale Themen sind die menschliche Fortbewegung, die Funktionsweise von Ganganalysesystemen (Motion Capture), die statistische Auswertung von Bewegungsdaten und der Vergleich von Gangmustern zwischen verschiedenen Altersstufen.
Das primäre Ziel ist die Schaffung eines Normbereichs für Gelenkwinkelwerte im späteren Erwachsenenalter, um altersbedingte oder pathologische Abweichungen besser beurteilen zu können.
Es werden dreidimensionale Motion-Capture-Systeme (Qualisys), Software zur kinematischen Auswertung (Visual3D) sowie statistische Verfahren wie der Zweistichproben-Gauß-Test zur Signifikanzprüfung angewandt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Ganganalyse, die detaillierte Beschreibung des methodischen Aufbaus (Messlabor, Marker-Systeme) sowie die Auswertung und Diskussion der erhobenen Daten.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Ganganalyse, kinematische Normwerte, Senioren (über 65 Jahre) und Sportbiomechanik definieren.
Die Arbeit zeigt, dass die Identifikation anatomischer Orientierungspunkte bei älteren Probanden aufgrund individueller körperbaulicher Voraussetzungen (z.B. Fettleibigkeit) erschwert ist, was zu Messungenauigkeiten führen kann.
Die statistischen Tests ergaben, dass sich die mittleren Extremwerte der Gelenkwinkel bei den über 65-Jährigen nicht signifikant von den Referenzwerten der jüngeren Kontrollgruppe unterscheiden, was die Notwendigkeit einer differenzierten Altersbetrachtung in diesem Kontext infrage stellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

