Fachbuch, 2018
89 Seiten
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Jahresabschlussprüfung
2.1 Zielsetzung und Nutzen der Jahresabschlussprüfung
2.2 Prüfungssubjekt
2.3 Prüfungsobjekt
3 Konzept des risikoorientierten Prüfungsprozesses
3.1 Zielgrößen im Prüfungsprozess
3.2 Prüfungsrisiko und seine Bestandteile
3.2.1 Fehlerrisiko
3.2.1.1 Inhärentes Risiko
3.2.1.2 Kontrollrisiko
3.2.2 Entdeckungsrisiko
3.3 Prüfungsrisikomodell
3.4 Wasserhahn-Sieb-Analogie
3.5 Fehlerwesentlichkeit und Wesentlichkeitsebenen
4 Vier-Phasen der risikoorientierten Jahresabschlussprüfung
4.1 Auswahl, Bestellung und Abberufung des Abschlussprüfers
4.2 Prüfungsplanung, Prüfungsstrategie und Prüfungsprogramm
4.3 Analyse der unternehmerischen Kontrollen
4.3.1 Internes Kontrollsystem (IKS)
4.3.2 Systemprüfung
4.3.2.1 Aufbauprüfung
4.3.2.2 Funktionsprüfung
4.4 Aussagebezogene Prüfungshandlungen
4.4.1 Analytische Prüfungshandlungen
4.4.2 Einzelfallprüfungen
5 Zusammenfassende Schlussbetrachtung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den risikoorientierten Prüfungsansatz bei der Jahresabschlussprüfung umfassend darzustellen. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Prüfer durch die Analyse unternehmensindividueller Gegebenheiten und Risiken ein effizientes und wirksames Prüfprogramm entwickeln können, um mit hinreichender Sicherheit ein Urteil über die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses abzugeben.
3.4 Wasserhahn-Sieb-Analogie
Die Möglichkeit, dass wesentliche Fehler in einem Prüffeld auftreten, wird durch den Wasserhahn bzw. Wasserstrahl illustriert. Dies entspricht dem inhärenten Risiko. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, installiert der Mandant ein internes Kontrollsystem. Dieses hat die Aufgabe, die entstandenen Falschangaben zu entdecken und dementsprechend zu korrigieren.121 Jedoch beseitigt das IKS die Gefahr nicht völlig, dass wesentliche Fehler das IKS umgehen oder unentdeckt die Kontrollen passieren. Daher liegt es in der Verantwortung das Abschlussprüfers, darauf abgestimmte Prüfungshandlungen zu entwickeln, mit denen er falsche Angaben mit angemessener Sicherheit aufdecken kann, sodass keine wesentlichen Fehler in den Jahresabschluss eingehen.122 Nichtsdestotrotz besteht immer noch die Möglichkeit, dass wesentliche Unstimmigkeiten existieren, die weder durch das IKS des zu prüfenden Unternehmens noch durch die Prüfungshandlungen des Abschlussprüfers aufgedeckt wurden. Deshalb besteht stets ein gewisses Prüfungsrisiko123, das in einem angemessen Maß zu halten ist.124
1 Einführung: Erläutert die Problemstellung im Kontext der Wirtschaftsprüfung, insbesondere die Informationsasymmetrie zwischen Erstellern und Adressaten des Jahresabschlusses, sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen der Jahresabschlussprüfung: Beschreibt die Funktionen der Abschlussprüfung (Kontroll-, Informations- und Beglaubigungsfunktion) und definiert die relevanten Prüfungssubjekte und Prüfungsobjekte.
3 Konzept des risikoorientierten Prüfungsprozesses: Analysiert die Zielgrößen im Prüfungsprozess und erläutert das Prüfungsrisikomodell sowie die Bedeutung der Wesentlichkeit und Fehlerwesentlichkeit für die Strategieplanung.
4 Vier-Phasen der risikoorientierten Jahresabschlussprüfung: Detailreiche Untersuchung des Prüfprozesses, beginnend bei der Prüferauswahl über die Planung und die IKS-Analyse (Systemprüfung) bis hin zu den aussagebezogenen Prüfungshandlungen.
5 Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, betont die Vorteile des risikoorientierten Ansatzes bei der Bewältigung komplexer Prüfungsanforderungen und diskutiert kritische Aspekte wie die Gefahr der Scheinsicherheit.
Jahresabschlussprüfung, risikoorientierter Prüfungsansatz, Prüfungsrisiko, Inhärentes Risiko, Kontrollrisiko, Entdeckungsrisiko, Internes Kontrollsystem, IKS, Wesentlichkeit, Materiality, Systemprüfung, Aussagebezogene Prüfungshandlungen, Wirtschaftsprüfer, Abschlussprüfung, Fehlerrisiko.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Umsetzung einer risikoorientierten Jahresabschlussprüfung und erläutert, wie Prüfer ihre Strategie und Prüfungshandlungen an den spezifischen Risiken eines Unternehmens ausrichten.
Zu den Schwerpunkten gehören das Prüfungsrisikomodell, die Beurteilung interner Kontrollsysteme (IKS), die Bestimmung von Wesentlichkeitsgrenzen sowie die operative Planung und Durchführung von Prüfungshandlungen.
Das Ziel ist die Darstellung des gesamten risikoorientierten Prüfungsansatzes, um aufzuzeigen, wie ein Prüfer ein hinreichend sicheres Urteil bei Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgrundsatzes erzielen kann.
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, die geltende Prüfungsstandards (IDW PS, ISA) und gesetzliche Grundlagen (HGB, AktG) strukturiert aufbereitet und mit Hilfe von Analogien (wie der Wasserhahn-Sieb-Modell) veranschaulicht.
Im Hauptteil werden das Konzept des risikoorientierten Prüfungsprozesses (inkl. mathematischer Risikomodelle) und die vier Phasen der Prüfung (Wahl des Prüfers, Planung, IKS-Prüfung, aussagebezogene Prüfungen) detailliert analysiert.
Die zentralen Begriffe sind risikoorientierter Prüfungsansatz, Fehlerrisiko, Inhärentes Risiko, Kontrollrisiko, Entdeckungsrisiko, IKS, Wesentlichkeit und Prüfungsstrategie.
Das inhärente Risiko bezeichnet die Fehleranfälligkeit vor Berücksichtigung jeglicher Kontrollen, während das Kontrollrisiko die Gefahr beschreibt, dass das interne Kontrollsystem (IKS) Fehler nicht verhindert oder aufdeckt.
Die Toleranzwesentlichkeit dient als untere Schwelle zur Risikokumulation, um die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass die Summe unentdeckter Einzelfehler die Gesamtwesentlichkeit überschreitet.
Es ist ein zentrales Prüfungsfeld, bei dem der Prüfer beurteilt, ob von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen werden kann oder ob Insolvenzrisiken vorliegen.
Die IKS-Prüfung (Aufbau- und Funktionsprüfung) ist entscheidend, da sie bestimmt, inwieweit der Prüfer auf das interne Kontrollsystem vertrauen kann und in welchem Umfang er daraufhin tiefergehende Einzelfallprüfungen durchführen muss.
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