Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Die Entwicklung der Fremdsprachendidaktik und Interkulturelle Kompetenz im Fremdsprachenunterricht
2.1 Entwicklung der Methodik und Didaktik des Fremdsprachenunterrichts
2.2 Interkulturelles Lernen
2.3 Interkulturelle Kompetenz
2.3.1 Interkulturelle Kompetenz in der Fremdsprachendidaktik
2.3.2 Interkulturelle Kompetenz in der Bildungspolitik
2.4 Auswertung der vorgestellten Auffassungen interkultureller Kompetenz
3 Kriterien für die Beurteilung des interkulturellen Potentials
3.1 Kriterienkatalog
3.2 Begründung der Kriterien
4 Empirischer Teil
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Materialbasis/ Grundlegende Informationen zu den ausgewählten Lehrwerken
4.3 Detailanalysen
4.3.1 Detailanalyse 'Deutsche Sprachlehre für Ausländer'
4.3.2 Detailanalyse 'Deutsch aktiv Neu'
4.3.3 Detailanalyse 'Geni@l klick' - Kapitel 9 "Alles Gute"
4.4 Gesamtanalysen
4.4.1 Gesamtanalyse 'Deutsche Sprachlehre für Ausländer'
4.4.2 Gesamtanalyse 'Deutsch aktiv Neu'
4.4.3 Gesamtanalyse 'geni@l klick'
4.5 Auswertung und Vergleich der Analyseergebnisse
4.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit verschiedene Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache die interkulturelle Kompetenz der Lernenden fördern. Im Fokus steht die vergleichende Analyse der didaktischen Entwicklung dieses Potentials vor und nach der kommunikativen Wende, um zu beurteilen, ob und wie aktuelle Lehrmaterialien diese wichtige Schlüsselqualifikation integrieren.
2.3 Interkulturelle Kompetenz
Interkulturelle Kompetenz gilt heute als Schlüsselqualifikation (vgl. Erll/Gymnich 2015: 6; Lüsebrink 2016: 8) und gehört zu den grundlegenden Kompetenzen der Kultusministerkonferenz. Kompetenzen wurden als Reaktion auf das vergleichsweise schlechte Abschneiden der deutschen Schülerinnen und Schüler in Großstudien wie PISA oder TIMSS, im Rahmen von bildungspolitischen Reformbemühungen eingeführt (vgl. Küster 2016: 83). Bei der Kompetenzorientierung stehen im Vergleich zur früheren Lernzielorientierung nicht mehr die Ziele, sondern die Ergebnisse im Vordergrund. Die Umorientierung wird daher oft mit den Begriffen 'input' und 'output' beschrieben (vgl. De Florio-Hansen 2008: 68). Mit der Formulierung von Kontrollfragen wäre die Umorientierung von Inputorientierung "Was habe ich gemacht?" zu Outputorientierung "Was habe ich beigebracht? Was können die Schülerinnen und Schüler?" zu beschreiben (vgl. Ziener 2013: 37). Eine bekannte Definition des Begriffs 'Kompetenz', welche dem Konzept der Kompetenzorientierung zu Grunde liegt stammt von Weinert (2001: 27f.). Er definiert Kompetenzen als:
[...] die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.
Diese Definition betont, dass Kompetenzen erst mit ihrer Anwendung als vorhanden betrachtet werden können. Ergebnisse schulischen und somit auch fremdsprachlichen Lernens sollen "handlungsrelevant, praktisch anwendbar sowie persönlich und gesellschaftlich bedeutsam sein" (De Florio-Hansen 2008: 69). Für den Bereich der interkulturellen Kompetenz bedeutet dies, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur über Wissen verfügen, welches sie in interkulturellen Begegnungen nutzen könnten, sondern, dass sie dieses Wissen miteinander verknüpfen und bereit und in der Lage dazu sind, es lösungsorientiert anzuwenden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung interkultureller Kompetenz für den Fremdsprachenunterricht ein, benennt die Forschungsfrage und erläutert den Aufbau sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Die Entwicklung der Fremdsprachendidaktik und Interkulturelle Kompetenz im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über die historische Entwicklung der Fremdsprachendidaktik und definiert zentrale Konzepte wie interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz.
3 Kriterien für die Beurteilung des interkulturellen Potentials: Hier wird auf Basis der vorherigen Kapitel ein Kriterienkatalog entwickelt, der die Grundlage für die empirische Untersuchung der Lehrwerke bildet und in drei Teilkompetenzen gegliedert ist.
4 Empirischer Teil: Dieser zentrale Teil umfasst die methodische Darstellung, die Detail- und Gesamtanalysen der drei ausgewählten Lehrwerke sowie die abschließende Auswertung und vergleichende Zusammenfassung der Ergebnisse.
5 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und diskutiert die Erkenntnisse der Arbeit in Bezug auf die Rolle von Lehrwerken und Lehrkräften bei der Förderung interkultureller Kompetenz.
Interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Lehrwerkanalyse, Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelles Lernen, Lernerorientierung, Handlungsorientierung, Kriterienkatalog, Kommunikative Wende, Fremdsprachendidaktik, Sprachkompetenz, Soziokulturelles Wissen, Perspektivenwechsel.
Die Arbeit analysiert, inwieweit Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrwerke interkulturelle Kompetenz fördern und wie sich dieser Anspruch im Zuge der didaktischen Entwicklung seit 1967 verändert hat.
Die Arbeit beleuchtet die Begriffe interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz, die Entwicklung der Fremdsprachendidaktik sowie die praktische Überprüfung dieser Kompetenzförderung in verschiedenen Lehrwerken.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Fördern Lehrwerke des Deutschen als Fremdsprache die interkulturelle Kompetenz?
Es wird eine vergleichende Lehrwerkanalyse mittels eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs durchgeführt, der affektive, kognitive und handlungsorientierte Teilkompetenzen systematisch erfasst.
Im Hauptteil werden Detail- und Gesamtanalysen der drei Lehrwerke 'Deutsche Sprachlehre für Ausländer', 'Deutsch aktiv Neu' und 'Geni@l klick' durchgeführt und systematisch ausgewertet.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Lehrwerkanalyse, Lernerorientierung und die kommunikative Wende in der Didaktik charakterisieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass die neueren Lehrwerke nach der kommunikativen Wende deutlich besser abschneiden als das Lehrwerk von 1967, wobei 'Geni@l klick' besonders hohe Werte in der Lernerorientierung aufweist.
Da Fremdsprachen meist in interkulturellen Kontexten angewendet werden, ist die Kompetenz zur erfolgreichen Kommunikation über kulturelle Grenzen hinweg eine unverzichtbare Schlüsselqualifikation.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Lehrwerke zwar Möglichkeiten für interkulturelles Lernen bieten können, die tatsächliche Initiierung und Umsetzung in der Unterrichtspraxis jedoch maßgeblich von den Lehrkräften abhängt.
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