Bachelorarbeit, 2018
47 Seiten, Note: 2,7
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der ethischen Frage der Retterbaby-Praxis, bei der ein Kind gezielt gezeugt wird, um einem bereits bestehenden, erkrankten Geschwisterkind als Gewebespender zu dienen. Die Arbeit untersucht die Instrumentalisierung und die Leidverminderung im Kontext dieser Praxis und analysiert die Perspektiven von Rettungsgeschwistern, erkrankten Geschwisterkindern sowie den Eltern.
Die Einleitung präsentiert den Fall von Elodie und Noah, der die Debatte um die Retterbaby-Praxis verdeutlicht. Sie stellt die Fragestellung der Arbeit vor: „Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?".
Kapitel 2 definiert zentrale Begriffe wie „Saviour Siblings“ / „Rettungsgeschwister“, „In-vitro-Fertilisation“ und „Präimplantationsdiagnostik“.
Kapitel 3 erläutert die medizinischen Verfahren der In-vitro-Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik, die in der Retterbaby-Praxis zum Einsatz kommen.
Kapitel 4 beleuchtet die relevanten Indikationen für die Retterbaby-Praxis, insbesondere monogen erbliche Erkrankungen und die HLA-Typisierung.
Kapitel 5 diskutiert ethische Ansichten zur Retterbaby-Praxis, insbesondere die Problematik der Instrumentalisierung im Gegensatz zur Leidverminderung.
Kapitel 6 analysiert die Perspektiven von Rettungsgeschwistern, erkrankten Geschwisterkindern und den Eltern im Kontext der Retterbaby-Praxis.
Retterbaby-Praxis, Saviour Siblings, Rettungsgeschwister, In-vitro-Fertilisation, IVF, Präimplantationsdiagnostik, PID, Instrumentalisierung, Leidverminderung, ethische Aspekte, Monogen erbliche Erkrankungen, HLA-Typisierung, Elternperspektive, Geschwisterperspektive.
Ein Retterbaby ist ein Kind, das durch In-vitro-Fertilisation (IVF) und Präimplantationsdiagnostik (PID) gezielt so ausgewählt wurde, dass es als Gewebespender für ein bereits lebendes, schwerkrankes Geschwisterkind fungieren kann.
Die PID wird genutzt, um Embryonen auf ihre HLA-Gewebeverträglichkeit mit dem kranken Geschwisterkind zu untersuchen. Nur ein passender Embryo wird in die Gebärmutter übertragen, um die spätere Heilung durch Stammzellen oder Knochenmark zu ermöglichen.
Kritiker (oft unter Bezug auf Immanuel Kant) argumentieren, dass ein Mensch nie bloß als Mittel zum Zweck benutzt werden darf. Befürworter (wie Peter Singer) sehen hingegen die Leidverminderung und die Chance auf ein gesundes Leben als vorrangig an.
Eltern befinden sich in einer extremen Belastungssituation. Ihr Handeln ist meist von dem Wunsch getrieben, das Leben ihres kranken Kindes zu retten, während sie gleichzeitig die Verantwortung für das neue Kind übernehmen müssen.
Dies sind Krankheiten, die durch die Veränderung eines einzelnen Gens verursacht werden. Sie sind oft der Grund für die Notwendigkeit einer Stammzellspende durch ein passendes Geschwisterkind.
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