Bachelorarbeit, 2018
77 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Thematischer Hintergrund und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Pflanzenbasierte Ernährung
2.1 Begriff und Abgrenzung zum Vegetarismus
2.2 Verbreitung und Entwicklung in den westlichen Industrienationen
2.3 Ausgewählte relevante Nährstoffe im Kontext einer veganen Ernährung
2.3.1 Makronährstoffe
2.3.1.1 Kohlenhydrate
2.3.1.2 Proteine
2.3.1.3 Lipide
2.3.2 Mikronährstoffe
2.3.2.1 Spurenelemente
2.3.2.2 Vitamin B12
2.3.2.3 Vitamin D
2.3.2.4 Vitamin E
2.3.2.5 Riboflavin
3 Ausgewählte Zivilisationserkrankungen
3.1 Atherosklerose
3.1.1 Definition
3.1.2 Pathogenese
3.1.3 Risikofaktoren
3.2 Kardiovaskuläre Erkrankungen
3.2.1 Arterielle Hypertonie
3.2.1.1 Definition und Prävalenz
3.2.1.2 Pathogenese
3.2.1.3 Risikofaktoren
3.2.2 Myokardinfarkt
3.2.2.1 Definition
3.2.2.2 Pathogenese
3.2.2.3 Risikofaktoren
3.3 Tumorerkrankungen
3.3.1 Definition und Abgrenzungen
3.3.2 Tumorigenese
3.3.3 Risikofaktoren
3.3.3.1 Unbeeinflussbare Risikofaktoren
3.3.3.2 Beeinflussbare Risikofaktoren
4 Ergebnisse und Diskussion der quantitativen und qualitativen Erhebungen
4.1 Methodisches Vorgehen
4.1.1 Strukturiertes Leitfadeninterview
4.1.2 Empirische Untersuchung
4.2 Ergebnisse der Erhebungen
4.2.1 Atherosklerose
4.2.2 Kardiovaskuläre Erkrankungen
4.2.3 Tumorerkrankungen
4.2.4 Ergebnisse ohne Fokus auf die gewählten Krankheitsschwerpunkte
4.3 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
4.3.1 Gütekriterien der Forschungsmethoden
4.3.2 Interpretation und Bewertung der Ergebnisse
4.3.3 Vorschläge für weiterführende Forschungen
5 Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen pflanzenbasierten Ernährungsformen und dem Risiko für Zivilisationserkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen, sowie die Rolle der Präventionsprogramme in diesem Kontext.
3.1.2 Pathogenese
Zu Beginn der sogenannten Atherogenese erfolgt eine Ablagerung und anschließende Oxidation von Low-density Lipoproteinen (LDL) an der inneren Arterienwand, woraufhin Lymphozyten und Monozyten in die Gefäßwand eindringen. Es folgt eine Transformation von Makrophagen in sogenannte Schaumzellen, nachdem diese im Vorfeld das LDL-Cholesterin aufgenommen haben. Nachdem eine Apoptose der Schaumzellen stattfindet, erfolgt eine Wanderung glatter Muskelzellen aus der mittleren in die innere Arterienwand, wo schließlich ein Wachstumsprozess (Proliferation) dieser Muskelzellen einsetzt. Anschließend findet eine entzündliche Reaktion des Organismus in Folge der Schaumzellbildung statt, welche schließlich in der Entwicklung der atherosklerotischen Plaques mündet. Charakteristisch für diese Plaques ist ihre bindegewebsartige Struktur. Innerhalb ist ein Kern aus Lipid vorhanden, welcher auf die hohe LDL-Konzentration der abgestorbenen Schaumzellen zurückzuführen ist.
Im finalen Stadium der Atherosklerose resultiert das Risiko eines Aufbrechens der Plaques, die entsprechende Hämostase führt zu einer weiter zunehmenden Arterienverengung oder im schlimmsten Fall zum Verschluss des gesamten Gefäßes, der sogenannten Thrombose. Im weiteren Verlauf kann eine Verschleppung des Blutgerinnsels stattfinden, in diesem Fall spricht man von einer arteriellen Embolie. Es liegt nahe, dass diesbezüglich eine zeitnahe Diagnose sowie eine medizinische Intervention essentiell sind, da aufgrund der signifikant verminderten Blutversorgung potenziell letale Schädigungen von Organsystemen drohen.
1 Einleitung: Beschreibt den thematischen Hintergrund der alternden Bevölkerung in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach einem Zusammenhang zwischen pflanzenbasierter Ernährung und Zivilisationskrankheiten.
2 Pflanzenbasierte Ernährung: Analysiert verschiedene Ernährungsformen, deren Verbreitung sowie die Bedeutung von Makro- und Mikronährstoffen im Kontext einer rein pflanzlichen Lebensweise.
3 Ausgewählte Zivilisationserkrankungen: Erläutert Pathogenese und Risikofaktoren von Atherosklerose, kardiovaskulären Erkrankungen und verschiedenen Tumorerkrankungen.
4 Ergebnisse und Diskussion der quantitativen und qualitativen Erhebungen: Führt die empirischen Ergebnisse aus Experteninterviews und Ärztebefragungen mit dem theoretischen Wissen zusammen und diskutiert deren Implikationen für die Prävention.
5 Schlussbetrachtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet das präventive Potenzial pflanzlicher Ernährung und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung ärztlicher Aufklärung.
Pflanzenbasierte Ernährung, Veganismus, Vegetarismus, Zivilisationserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atherosklerose, Tumorerkrankungen, Ernährungswissenschaft, Prävention, Mikronährstoffe, LDL-Cholesterin, Ernährungsphysiologie, Volkskrankheiten, Lebensstilintervention, Ernährungsberatung.
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit ein wissenschaftlich nachweisbarer Zusammenhang zwischen einer pflanzenbasierten Ernährungsform und dem Auftreten von sogenannten Zivilisationserkrankungen in Deutschland existiert.
Zentrale Themen sind die physiologischen Grundlagen der pflanzlichen Ernährung, die Risikofaktoren für Atherosklerose, kardiovaskuläre Krankheiten und Tumorerkrankungen sowie die Rolle der ärztlichen Präventionsarbeit.
Die Arbeit fokussiert auf die Frage: „Existiert ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen einer pflanzenbasierten Ernährung und dem Auftreten von Zivilisationserkrankungen?“
Der Ansatz kombiniert eine umfassende Analyse der Fachliteratur mit einer eigenen empirischen Untersuchung, die aus strukturierten Experteninterviews und einem standardisierten Fragebogen für Ärzte besteht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung der Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung und eine detaillierte medizinische Analyse der Pathogenese und Risikofaktoren bei Herz-Kreislauf- sowie Tumorerkrankungen.
Die wichtigsten Begriffe sind pflanzenbasierte Ernährung, Zivilisationserkrankungen, Atherosklerose, KHK, Tumorprävention und Nährstoffversorgung.
Vitamin B12 ist bei einer rein pflanzlichen Ernährung ein kritischer Nährstoff, da es fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt; die Arbeit betont die Notwendigkeit einer Supplementierung und ärztlicher Kontrolle.
Ein Großteil der befragten Ärzte kritisiert, dass bestehende Präventionsprogramme die ernährungsbedingten Risiken und Zusammenhänge zu wenig thematisieren und es oft an praktischer Anleitung für Patienten mangelt.
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