Bachelorarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss und Zielstellungen der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Übersicht der Arbeit
2 Grundlagen der kundenindividuellen Massenproduktion
2.1 Begriffsbestimmung und Charakteristik
2.2 Zeitliche Einordnung und Bedeutung der IuK-Technologien
2.3 Der Prozess der Mass Customization
2.4 Vier Ebenen von Mass Customization
3 Mass Customization und die Abgrenzung zu weiteren Fertigungskonzepten
3.1 Kundenindividuelle Massenproduktion und der Ansatz der Einzelfertigung
3.2 Mass Customization und die standardisierte Massenproduktion
3.3 Porters generische Wettbewerbsstrategien und seine Alternativhypothese
3.4 Mass Customization als hybride Wettbewerbsstrategie
4 Wettbewerbsstrategische Ziele und Nutzenpotentiale von Mass Customization
4.1 Heterogenität der Nachfrage
4.2 Ziele und Nutzenpotentiale auf Kundenseite
4.3 Wirksamkeit und Erfolgsfaktoren aus Unternehmersicht
4.4 Komplexitätsmanagement und Kostenbetrachtung
4.5 Lösungswege und mögliche Kostensenkungspotentiale
5 Das Mass Customization Konzept am Fallbeispiel Audi
6 Ausblick und Fazit
Die Arbeit untersucht das Konzept der kundenindividuellen Massenproduktion (Mass Customization) als strategische Antwort auf den steigenden Wettbewerbsdruck und die zunehmende Individualisierung von Kundenwünschen. Ziel ist es, das Konzept theoretisch zu beleuchten und anhand einer Fallstudie zur AUDI AG aufzuzeigen, wie Unternehmen hybride Wettbewerbsstrategien erfolgreich umsetzen können, um sowohl Effizienz als auch Differenzierung zu erreichen.
2.1 Begriffsbestimmung und Charakteristik
Der Terminus „mass customization“, zu Deutsch: kundenindividuelle Massenproduktion, setzt sich aus den zwei englischen Begriffen „mass production“ sowie „customization“ zusammen. Als Definition bezeichnet Piller Mass Customization als „die Produktion von Gütern und Leistungen, welche die unterschiedlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Nachfragers dieser Produkte treffen, mit der Effizienz einer vergleichbaren Massen- bzw. Serienproduktion“. Nach Pillers Auffassung verfolgt Mass Customization somit das Prinzip von individualisierbarer Massenproduktion, bei gleichzeitig erschwinglichen Preisen, wobei das Produkt in einer Vielzahl von Variationen angeboten wird, was aber nicht bedeutet, dass das erwünschte Endprodukt vollständig individuell für den Kunden hergestellt wird. Diese sogenannte Einzelfertigung zieht dann teurere Preise nach sich.
Nach Piller können aber die gewünschten, geringeren Preise nur dann erzielt werden, wenn aus gegebenen Komponenten der Kunde die gewünschten Komponenten nach eigenem Belieben so zusammen stellen kann, dass das erwartete Endprodukt, den Idealpunkt des Kunden am meisten annähert. Diese Einengung der Individualisierung, bei sich daraus ergebenen festen Produktionsprozessen, ist der Grundgedanke der Strategie der „Mass Customization“.
Freund fügt an, dass es eine Eigenschaft dieser Strategie ist, den Kunden in den jeweiligen kundenindividuellen Leistungsprozess und somit in die Herstellung des Produkts, mit einzubringen. Er stellt fest, dass die Kommunikation mit dem einzelnen Kunden sich hierbei effizient und kostengünstig mithilfe neuer IuK-Technologien gestalten lässt und des Weiteren weist er darauf hin, dass die hierbei vollzogene Leistungskonfiguration durch den Kunden, einfach zu bewerkstelligen sein sollte und grundsätzlich jegliche Komplexität bei der Konfiguration weitestgehend zu vermeiden ist. Somit kann der Kunde dann auf eine sehr einfache Art und Weise eigens auf ihn zugeschnittene Individualisierungsmerkmale selber bestimmen oder besitzt auch die Möglichkeit, sein ausdrücklich gewünschtes Produkt aus Einzelmodulen selbst zu gestalten, wobei dieser Vorgang heute häufig im Internet auf Interaktionsplattformen durchgeführt wird. Durch die IuK-Technologien ist es für die kundenindividuelle Massenproduktion unbedeutend, wo sich der Absatzmarkt befindet. Er kann regional oder aber auch global sein und zielt darauf ab, auf einem großen Absatzmarkt offeriert zu werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert den wachsenden Wettbewerbsdruck und definiert das Ziel der Arbeit, das Konzept der Mass Customization theoretisch und praktisch darzustellen.
2 Grundlagen der kundenindividuellen Massenproduktion: Hier werden die Definition, der Prozess, die Ebenen sowie die technologische Bedeutung von Mass Customization erläutert.
3 Mass Customization und die Abgrenzung zu weiteren Fertigungskonzepten: Das Kapitel vergleicht Mass Customization mit der Einzel- und Massenfertigung und ordnet das Konzept in den Kontext von Porters Wettbewerbsstrategien als hybrider Ansatz ein.
4 Wettbewerbsstrategische Ziele und Nutzenpotentiale von Mass Customization: Dieser Abschnitt analysiert die Nachfrageheterogenität sowie die spezifischen Nutzenvorteile für Kunden und Unternehmen inklusive einer Kostenbetrachtung.
5 Das Mass Customization Konzept am Fallbeispiel Audi: Anhand des Audi-Konfigurators wird praktisch veranschaulicht, wie ein Automobilhersteller das Mass Customization Konzept umsetzt.
6 Ausblick und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Industrie 4.0 für die künftige Gestaltung von Produktionsprozessen.
Mass Customization, Kundenindividuelle Massenproduktion, Hybride Wettbewerbsstrategie, Kundenbindung, Produktkonfiguration, Wertschöpfungskette, IuK-Technologien, Modularisierung, Wettbewerbsvorteil, Differenzierung, Kostenführerschaft, Individualisierung, Industrie 4.0, Supply Chain, Kundennutzen.
Die Arbeit behandelt die Strategie der "kundenindividuellen Massenproduktion" (Mass Customization) und untersucht, wie Unternehmen diese als Wettbewerbsvorteil im Informationszeitalter nutzen können.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen der Mass Customization, deren Abgrenzung von klassischen Fertigungsstrategien, die Vorteile einer hybriden Strategie sowie die praktische Anwendung in der Automobilindustrie.
Das Hauptziel besteht darin, das Konzept der Mass Customization theoretisch zu definieren und praktisch aufzuzeigen, wie die Strategie trotz der Herausforderungen (wie Komplexität und Kosten) erfolgreich implementiert werden kann.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte sowie eine Fallstudie zum Audi-Konfigurator, um die praktische Umsetzung der Strategie zu veranschaulichen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen des Konzepts, der Einordnung in klassische Wettbewerbsstrategien nach Porter, einer detaillierten Analyse der Nutzenpotentiale und Kosten sowie der Untersuchung der Herausforderungen beim Komplexitätsmanagement.
Wesentliche Begriffe sind neben Mass Customization und Hybridstrategie vor allem Kundenintegration, Modularisierung, individuelle Leistungserstellung und Wettbewerbsvorteile.
Audi setzt das Konzept über einen Online-Konfigurator um, der es Kunden ermöglicht, ihr Fahrzeug aus einer großen Modellvielfalt individuell nach persönlichen Wünschen zusammenzustellen, unterstützt durch 3D-Simulationen in Autohäusern.
Sie gilt als hybrid, da sie versucht, die Vorteile der Kostenführerschaft (Effizienz durch Standardisierung) mit denen der Differenzierung (individuelle Kundenwünsche) zu verbinden.
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