Masterarbeit, 2018
129 Seiten, Note: 1,5
Einleitung
1. Theoretische Grundlagen
1.1. Begriffsbestimmungen
1.1.1. Probleme und Problemlösen
1.1.2. Problemaufgaben und Routineaufgaben
1.2. Problemkategorien
1.3. Modelle des Problemlösens
1.3.1. Verlaufsmodell nach Pólya (1949)
1.3.2. Komponentenmodell nach Schoenfeld (1985)
1.3.2.1. Heuristische Vorgehensweisen
1.3.2.2. Heuristische Hilfsmittel
2. Problemlösen unter didaktischen Aspekten
2.1. Problemlösen im Kontext von Lehren und Lernen
2.2. Ansatzpunkte und Methoden zur Förderung der Problemlösekompetenz
3. Fehler und Schwierigkeiten beim Problemlösen als Ansatzpunkt
3.1. Begriffsbestimmung Fehler
3.2. Fehlerarten nach Geering (1995)
3.3. Fehler im Mathematikunterricht
4. Präzisierte Zielstellung der empirischen Fallstudie
5. Methodologisches Vorgehen
5.1. Auswahl der Versuchspersonen
5.2. Auswahl der Probleme
5.3. Schülergemäße Lösungsmöglichkeiten
5.3.1. Schafweide einzäunen
5.3.2. Schneemänner schmelzen
5.4. Auswahl der Methoden
5.5. Erhebung der Daten / Durchführung
5.6. Weiterverarbeitung der Daten
5.7. Auswertung der Daten
6. Analyse der Fehlerquellen beim Problemlöseprozess - Problem 1
6.1. Ausführliche Analysen
6.1.1. Zum Bearbeitungsgang von Irma
6.1.2. Zum Bearbeitungsgang von Kai
6.1.3. Zum Bearbeitungsgang von Franka
6.1.4. Zum Bearbeitungsgang von Finn
6.2. Überblick über weitere Problembearbeitungen
6.2.1. Zum Bearbeitungsgang von Alina
6.2.2. Zum Bearbeitungsgang von Kevin
6.2.3. Zum Bearbeitungsgang von Paula
6.2.4. Zum Bearbeitungsgang von Eduard
7. Analyse der Fehlerquellen beim Problemlöseprozess - Problem 2
7.1. Ausführliche Analysen
7.1.1. Zum Bearbeitungsgang von Irma
7.1.2. Zum Bearbeitungsgang von Kai
7.1.3. Zum Bearbeitungsgang von Franka
7.1.4. Zum Bearbeitungsgang von Finn
7.2. Überblick über weitere Problembearbeitungen
7.2.1. Zum Bearbeitungsgang von Alina
7.2.2. Zum Bearbeitungsgang von Kevin
7.2.3. Zum Bearbeitungsgang von Paula
7.2.4. Zum Bearbeitungsgang von Eduard
8. Zusammenfassung und mögliche didaktische Bedeutung der Befunde
8.1. Hauptbefunde der empirischen Untersuchung
8.1.1. Zielstellung 1
8.1.2. Zielstellung 2
8.1.3. Vorläufige didaktische Überlegungen
8.2. Weitere bedeutsame Befunde in Bezug auf Lehren und Lernen
9. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Fehler und Schwierigkeiten von Achtklässlern bei der Bearbeitung mathematischer Problemaufgaben zu untersuchen. Anhand einer empirischen Fallstudie wird analysiert, wie diese Fehler identifiziert werden können, um daraus didaktische Maßnahmen abzuleiten, die Lernende beim Problemlöseprozess unterstützen und präventiv wirken.
1.3.2.1. Heuristische Vorgehensweisen
Systematisches Probieren
Die wichtigsten Erfahrungen von Kindern werden durch das eigene Erleben und Ausprobieren gemacht. Aus dem Probieren, welches meist intuitiv und aus einer bestimmten Motivation heraus geschieht, kann sich das systematische Probieren in Bezug auf ein bestimmtes (mathematisches) Problem entwickeln. Das systematische Probieren lässt sich als Herausfiltern aller denkbaren Möglichkeiten beschreiben und ist immer mit einer Regelmäßigkeit im Lösungsprozess verbunden. Im Alltag sowie im Mathematikunterricht ist diese Vorgehensweise unverzichtbar. Auch wenn es meist im Verhältnis sehr lange dauert durch das Probieren mit System alle denkbaren Möglichkeiten zu finden, und man sich auch nie sicher sein kann, ob man alle Möglichkeiten gefunden hat, stellt diese Strategie eine sehr einfache, logische und bewährte Möglichkeit des Problemlösens dar.
Vorwärtsarbeiten
Nach Bruder & Collet ist „Vorwärtsarbeiten [...] ein Probieren mit Richtung“28. Der Lernende versucht bei dieser Strategie von einer bestimmten Startsituation, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das Vorwärtsarbeiten wird meist ohnehin unbewusst eingesetzt, da aus dem erfolglosen Suchen einer Lösung meist resultiert, dass man in kleinen Schritten versucht vorwärts zu kommen. Dadurch ist dieser Weg geprägt von Zwischenergebnissen, die möglicherweise das Verknüpfen von Teilergebnissen und Ausgangsdaten erfordern oder den Einsatz von Hilfsmitteln voraussetzen.
1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Probleme, Routineaufgaben und Problemlösen und führt in theoretische Modelle wie das Verlaufsmodell nach Pólya und das Komponentenmodell nach Schoenfeld ein.
2. Problemlösen unter didaktischen Aspekten: Hier wird die Relevanz der Problemlösekompetenz im Mathematikunterricht beleuchtet und zwischen dem Zielaspekt (Lernen über Problemlösen) und dem Methodenaspekt (Problemlösen als Unterrichtsmethode) differenziert.
3. Fehler und Schwierigkeiten beim Problemlösen als Ansatzpunkt: Es wird erörtert, wie Fehler als Lerngelegenheit fungieren können, und verschiedene Fehlerkategorien nach Geering zur Klassifizierung von Fertigkeits-, Wissens- und Strategiefehlern werden vorgestellt.
4. Präzisierte Zielstellung der empirischen Fallstudie: In diesem Abschnitt werden die drei zentralen Fragestellungen der Untersuchung formuliert, die sich auf die Identifikation von Fehlern, deren Selbstreflexion durch die Schüler und mögliche Fördermaßnahmen beziehen.
5. Methodologisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, inklusive der Auswahl der Versuchspersonen, der verwendeten Problemaufgaben sowie der Durchführung mittels Videographie und "lautem Denken".
6. Analyse der Fehlerquellen beim Problemlöseprozess - Problem 1: Ein detailliertes Kapitel, das die Bearbeitungen von acht Schülern anhand der "Schafweide"-Aufgabe analysiert und die individuellen Fehlerquellen unter Anwendung der theoretischen Kriterien identifiziert.
7. Analyse der Fehlerquellen beim Problemlöseprozess - Problem 2: Analog zu Kapitel 6 erfolgt hier die Analyse der Bearbeitungswege der zweiten Aufgabe ("Schneemänner schmelzen"), wobei die Ergebnisse erneut auf Fehlerquellen geprüft werden.
8. Zusammenfassung und mögliche didaktische Bedeutung der Befunde: Dieses Kapitel führt die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Verteilung der verschiedenen Fehlertypen und leitet vorläufige didaktische Überlegungen zur Förderung der Problemlösekompetenz ab.
9. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Limitationen der Studie, bestätigt die Relevanz der Fehleranalyse für die Lehrpraxis und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschung.
Problemlösen, Mathematikunterricht, Fehleranalyse, Strategiefehler, Wissensfehler, Fertigkeitsfehler, Fallstudie, Problemlösekompetenz, Heuristik, Lautes Denken, Systematisches Probieren, Didaktik, Lernprozess, Schafweide, Schneemänner.
Die Arbeit untersucht Fehler und Schwierigkeiten, die Achtklässler beim Lösen mathematischer Probleme aufweisen, um daraus didaktische Hilfestellungen für den Unterricht abzuleiten.
Die zentralen Themen umfassen die mathematikdidaktische Theorie des Problemlösens, die Kategorisierung von Schülerfehlern sowie die empirische Analyse von Bearbeitungsprozessen.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Stolpersteine beim Problemlösen zu entwickeln, um Lehrkräften konkrete Ansätze für eine Fehlerkultur und zielgerichtete Fördermaßnahmen zu bieten.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Fallstudie mit acht Schülern, wobei Daten durch Videographie und die Methode des "lauten Denkens" erhoben und anschließend systematisch analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, das methodische Vorgehen sowie die detaillierte Analyse der individuellen Schülerbearbeitungen von zwei spezifischen Problemaufgaben.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Problemlösekompetenz, Fehleranalyse, Heuristik und mathematikdidaktische Förderung definiert.
Die Arbeit nutzt das Klassifikationsschema nach Geering, das Fehler in Fertigkeitsfehler (Ausführung), Wissensfehler (inhaltliches Verständnis) und Strategiefehler (Planung und Herangehensweise) unterteilt.
Diese Methode dient dazu, die kognitiven Prozesse und Gedankengänge der Schüler während der Bearbeitung transparent zu machen, da schriftliche Ergebnisse allein oft nicht die Ursache für Fehler aufzeigen.
Die Arbeit plädiert dafür, Fehler nicht als reines Defizit zu betrachten, sondern als wertvolle Indikatoren für den Lernstand und als Ausgangspunkt für gezielte pädagogische Interventionen.
Es zeigt sich, dass Schüler ihre eigenen Fehler nur sehr selten selbstständig erkennen, weshalb eine engmaschige didaktische Begleitung durch die Lehrkraft entscheidend für den Lernerfolg ist.
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