Bachelorarbeit, 2018
65 Seiten, Note: 2,2
1 Einleitung
1.1 Die Ökonomie des Teilens
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Idee hinter der Sharing Economy
2.1 Definition und Geschichte
2.1.1 Digitalisierung als Treiber der Sharing Economy Revolution
2.2 Handlungsfelder der Sharing Economy
2.3 Alltägliche Nutzungsbereiche der Sharing Economy
2.4 Nutzungsmotive von Sharing Economy Kunden
3 Car-Sharing – Die Zukunft der Mobilität?
3.1 Die Entstehung des Car-Sharing
3.2 Konzept
3.3 Kundenbewertungen als Maßstab für Vertrauen
3.4 Milieuzugehörigkeit der Car-Sharing Kunden
3.5 Car-Sharing Business Modelle
3.5.1 Not-for-Profit (NFP)
3.5.2 Business-to-Consumer (B2C)
3.5.3 Peer-to-Peer (P2P)
3.5.4 Business to Business (B2B)
3.6 Abgrenzung zu Ride Hailing und Ride Sharing
3.7 Kontroversen
4 Vergleich zu traditionellen Transportmöglichkeiten
4.1 Car-Sharing vs. Privater Autobesitz
4.2 Car-Sharing vs. Mietwagen
4.3 Car-Sharing vs. ÖPNV und Taxi
4.4 Vor- und Nachteile von Car-Sharing
5 Die Car-Sharing Economy in Deutschland
5.1 Deutscher Sharing Economy Markt
5.2 Car-Sharing in Deutschland
5.2.1 Nutzerzahlen
5.2.2 Nutzerprofil
6 Car-Sharing Modelle in der Zukunft
6.1 Zukunftsaussichten weltweit
6.2 Zukunftsaussichten in Deutschland
6.3 Shared Mobility als Treiber der Veränderung
7 Handlungsempfehlungen für Car-Sharing Anbieter in Deutschland
7.1 Weiterer Ausbau der U40-Jährigen
7.2 Bessere Bonuspakete beim Werben von Freunden
7.3 Mobilisierung der Generation 50+
7.4 Corporate Car-Sharing
8 Fazit
Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht die aktuellen Marktgegebenheiten für Car-Sharing in Deutschland und entwickelt auf Basis aktueller Statistiken und Analysen Zukunftsszenarien sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Anbieter zur Steigerung ihrer Marktanteile.
3.1 Die Entstehung des Car-Sharing
Die ersten Versuche, Car-Sharing Modelle in der Gesellschaft zu etablieren, lassen sich zurück in die 1940er nach Europa datieren. Im Jahr 1948 startete in der Schweiz in Zürich das „Sefage“ (Selbstfahrergemeinschaft) Programm. Einzelpersonen, die es sich nicht leisten konnten, ein Auto zu erwerben, schlossen sich zusammen und teilten die Fahrzeuge, die in der Gemeinschaft vorhanden waren. Es starteten weitere Car-Sharing Experimente wie bspw. in Frankreich 1971 mit „Procotip“ und in den Niederlanden 1973 mit „Witkar“. Zwischen 1950 und 1980 fand die erste Welle von Car-Sharing Programmen statt. Die damals gegründeten Projekte scheiterten jedoch alle nach wenigen Jahren, weil sie sich nicht in der breiten Masse durchsetzen konnten.
Die zweite Welle erfolgte in den 1980er und 1990er Jahren. Hier entstanden die ersten tatsächlich erfolgreichen Car-Sharing Modelle. Den Start machte 1988 ein Projekt mit dem Namen stadt-Auto, welches von Markus Petersen im Rahmen einer Doktorarbeit an der Technischen Universität Berlin gegründet wurde. 1990 entstand daraus Deutschlands erste Car-Sharing Organisation (CSO) mit dem Namen STATT-AUTO GmbH. Damals hatte die Organisation lediglich einen Kundenkreis von 50 Personen. Diese waren bereit, eine Sicherheitseinlage von 1.000 DM zu entrichten. Der monatliche Mitgliedbeitrag belief sich auf 10 DM und als einziges Auto gab es einen acht Jahre alten Opel Kadett.
Im Jahr 1991 breitete sich der Car-Sharing Gedanke in ganz Deutschland aus und es entstand eine Vielzahl von lokalen CS-Anbietern wie Stattauto Hamburg, Stattauto Gießen, Stattauto Franken, Stattauto Kassel, Stadtauto Düsseldorf, die Freiburger AutoMobil Gemeinschaft, das Umweltforum Dortmund und die Carsharing-Genossenschaft Deutschland in Frankfurt am Main. 1994 gab es 69 CSO’s in Deutschland, größtenteils organisiert in Vereinen.
1997 fusionierten die zwei Schweizer Car-Sharing Anbieter Auto Teilet Genossenschaft (ATG) und ShareCom zu Mobility Carsharing Switzerland, dem damals größten Car-Sharing Anbieter in Europa mit über 1.400 Fahrzeugen. Im Jahr 1998 hatten die vier Länder mit dem größten Car-Sharing Angebot in Europa insgesamt circa 100.000 Kunden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Sharing Economy und Car-Sharing ein, definiert die Forschungsfragen der Arbeit und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Die Idee hinter der Sharing Economy: Dieses Kapitel liefert ein theoretisches Fundament, beleuchtet die Geschichte der Sharing Economy sowie deren Handlungsfelder und Nutzungsmotive.
3 Car-Sharing – Die Zukunft der Mobilität?: Hier werden Entstehung, verschiedene Business-Modelle, das zugrundeliegende Konzept sowie Abgrenzungen zu anderen Mobilitätsformen wie Ride Hailing detailliert dargelegt.
4 Vergleich zu traditionellen Transportmöglichkeiten: In diesem Teil wird Car-Sharing mit privatem Autobesitz, Mietwagen und ÖPNV verglichen, wobei Vor- und Nachteile sowie ökonomische Aspekte analysiert werden.
5 Die Car-Sharing Economy in Deutschland: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf den spezifischen Markt in Deutschland, einschließlich aktueller Nutzerzahlen und spezifischer Nutzerprofile.
6 Car-Sharing Modelle in der Zukunft: Hier werden Prognosen für die zukünftige Entwicklung der Mobilität unter Berücksichtigung von autonomen Fahren und Elektromobilität aufgestellt.
7 Handlungsempfehlungen für Car-Sharing Anbieter in Deutschland: Das Kapitel bietet konkrete Strategien zur Marktexpansion, wie etwa das Ansprechen der Generation 50+ oder den Ausbau von Corporate Car-Sharing.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung von Shared Mobility Konzepten im Vergleich zum klassischen Eigentumsmodell.
Sharing Economy, Car-Sharing, Mobilität, Digitalisierung, Autonomes Fahren, Nachhaltigkeit, Business Modelle, Kundenbindung, Deutschland, Transport, Elektroautos, Sharing Konzepte, Marktanteile, Nutzerverhalten, Innovation.
Die Arbeit befasst sich mit der Sharing Economy im Allgemeinen und fokussiert sich speziell auf die Zukunftsaussichten von Car-Sharing in Deutschland sowie Strategien für Anbieter zur Steigerung ihrer Marktanteile.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Sharing Economy, ein Vergleich von Car-Sharing mit traditionellen Verkehrsmitteln, die Analyse des deutschen Car-Sharing Marktes und Prognosen für zukünftige Mobilitätsformen.
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen Car-Sharing für die Automobilindustrie und die Gesellschaft hat und wie Anbietern in Deutschland die Expansion in bestehende Kundengruppen gelingen kann.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche, stützt sich auf aktuelle Branchenstudien (z.B. von PwC, BCG, Deloitte) und wertet statistische Daten zu Nutzerzahlen und Mobilitätstrends aus.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Sharing Economy, die spezifische Analyse von Car-Sharing-Modellen, den Vergleich zu klassischen Verkehrsmitteln sowie eine detaillierte Betrachtung des deutschen Marktes inklusive Zukunftsaussichten.
Wichtige Schlüsselwörter sind Sharing Economy, Car-Sharing, autonome Mobilität, Nutzerprofile, Marktanalyse und Wachstumsstrategien.
Corporate Car-Sharing bietet Firmen die Möglichkeit, Fuhrparkkosten zu senken und die Verwaltung zu optimieren, was insbesondere für Unternehmen interessant ist, die ihre Flottenflexibilität erhöhen wollen.
Obwohl die Altersgruppe 50+ bisher einen kleineren Anteil der Nutzer ausmacht, ist sie für Anbieter hochattraktiv, da sie pro Kopf deutlich mehr Umsatz generiert als jüngere Nutzergruppen.
Das Akronym steht für Electrified (elektrifiziert), Autonomous (autonom), Shared (geteilt), Connected (vernetzt) und Yearly updated (jährlich aktualisiert), was die grundlegenden Transformationstrends der Automobilbranche beschreibt.
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