Masterarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. DIE WUNDER JESU – EINE EINFÜHRUNG
2.1. Formgeschichte der Wunder Jesu – Typen, Motive, Figuren
2.2. Alttestamentliche Bezüge
2.3. Zur Historizität der Wunder Jesu
2.4. Zur Theologie der Wunder Jesu
3. EXEMPLARISCHE ANALYSE
3.1. Der Sturm auf dem See (Mk4,35-41)
4. VORÜBERLEGUNGEN ZUR WUNDERDIDAKTIK
4.1. Die Entwicklung der Didaktik für den Religionsunterricht
4.2. Aktuelle Unterrichtsmethoden
4.3. Bezugnahme auf die Wunderdidaktik
4.4. Eigene Positionierung und Konzept
5. ENTWURF EINER FÄCHERÜBERGREIFENDEN UNTERRICHTSREIHE
5.1. Einordnung in den Lehrplan
5.2. Die Unterrichtsreihe im Aufriss
5.3. Didaktische Analyse der Unterrichtsreihe
5.4. Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit im Fach Deutsch
5.5. Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit im Fach Kunst
5.6. Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit im Fach Religion
6. FAZIT DER ARBEIT
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisch fundiertes Konzept für eine fächerübergreifende Unterrichtsreihe zum Thema „Wunder Jesu“ in der Grundschule zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund, die Wunder Jesu nicht als Tatsachenberichte missverstehen, sondern als Glaubenszeugnisse und Metaphern begreifen lernen.
3.1. Der Sturm auf dem See (Mk4,35-41)
Die Wundererzählung Der Sturm auf dem See schließt an eine Gleichnisrede Jesu an und eröffnet eine Reihe von Wundererzählungen, die sich räumlich gesehen um den See Genezareth herum abspielen. Es handelt sich dabei um ein Rettungswunder, welches auch der Kategorie der Naturwunder zuzuschreiben ist, da Jesus durch seine Worte im Verlauf der Erzählung die natürlichen Begebenheiten eines Sturms beeinflusst.
Die Erzählung ist nach dem viergliedrigen Muster in Einleitung, Exposition, Zentrum und Schluss eingeteilt. Die Einleitung bilden dabei die Verse 35 und 36, in der Jesus als Wundertäter („er“, V35), sowie auch die Menge („die Leute“, V36) und auch die Jünger als Hilfsbedürftige („ihnen“, V35) auftreten, wobei Letztere sich erst im späteren Verlauf der Erzählung tatsächlich als Hilfsbedürftige herausstellen. In diesen beiden Versen wird die Erzählung eingeleitet und die Ausgangslage geschildert, in der Jesus seine Jünger dazu auffordert, in ein Boot zu steigen und mit ihm den See Genezareth zu überqueren, wobei weitere Boote ihnen folgen.
Der Einleitung folgt die Exposition, welche in dieser Erzählung durch die Verse 37 und 38 gebildet wird. Diese beinhaltet den Aufbau der Spannung für die Erzählung, sowie auch die Vorbereitung des Wunders, indem die Notlage geschildert wird. An dieser Stelle lässt sich die Notlage gleichzeitig als Auftritt des Gegners charakterisieren („ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen…“, V37), obwohl in der Erzählung kein menschlicher oder dämonischer Gegner auftaucht. Vorherrschend lässt sich diese Stelle jedoch eher als Charakterisierung der Not beschreiben. Ein weiterer Punkt, der in dieser Exposition die Not darstellen könnte, wäre die schlafende Anwesenheit Jesu („er aber lag […] auf einem Kissen und schlief“, V38), der somit in diesem Moment als Helfer nicht infrage kommt.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten, Wundergeschichten kindgerecht zu vermitteln, ohne dass diese als Märchen oder Tatsachen missverstanden werden.
2. DIE WUNDER JESU – EINE EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Einführung in die Formgeschichte, Historizität und Theologie der Wunder Jesu.
3. EXEMPLARISCHE ANALYSE: Hier wird der Bibeltext „Der Sturm auf dem See“ einer exegetischen und strukturellen Analyse unterzogen.
4. VORÜBERLEGUNGEN ZUR WUNDERDIDAKTIK: Es erfolgt eine Reflexion über die historische Entwicklung religionspädagogischer Didaktik hin zu aktuellen, schülerorientierten Ansätzen.
5. ENTWURF EINER FÄCHERÜBERGREIFENDEN UNTERRICHTSREIHE: Das Hauptkapitel präsentiert ein konkretes Konzept für eine Unterrichtsreihe inklusive fachspezifischer Einheiten für Deutsch, Kunst und Religion.
6. FAZIT DER ARBEIT: Das Fazit resümiert die erarbeiteten Ziele und die Grenzen der praktischen Umsetzung im Grundschulalltag.
Wunder Jesu, Grundschulunterricht, Religionsdidaktik, Bibeldidaktik, Wundererzählungen, Formgeschichte, Exegese, Symbolik, Metaphorik, Performative Bibeldidaktik, Kindertheologie, Unterrichtsreihe, Glaubenszeugnisse, Nächstenliebe, Religionspädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufbereitung von Wundererzählungen aus dem Neuen Testament für den Religionsunterricht in der Grundschule, wobei der Fokus auf einem fächerübergreifenden Konzept liegt.
Im Mittelpunkt stehen die theologische Einordnung der Wunder, die Herausforderung durch ein kindliches Weltbild und die methodische Vermittlung der Wunder als Glaubenszeugnisse.
Das Ziel ist die Erstellung einer fächerübergreifenden Unterrichtsreihe, die es Kindern ermöglicht, Wundererzählungen zu verstehen, ohne sie lediglich als unlogische Fakten oder Märchen abzutun.
Die Autorin nutzt eine exegetische Analyse der Wundererzählung (Mk 4,35-41) nach Gerd Theißen sowie eine religionspädagogische Aufarbeitung didaktischer Konzepte für die Grundschule.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine exemplarische Textanalyse und die detaillierte Vorstellung einer Unterrichtsreihe für die Fächer Deutsch, Kunst und Religion.
Schlüsselbegriffe sind Wunder Jesu, Grundschulunterricht, Bibeldidaktik, Symbolik, Metaphorik und Kindertheologie.
Der Kunstunterricht dient hier der Verinnerlichung und künstlerischen Auseinandersetzung mit der Erzählung, um den Kindern einen non-verbalen, kreativen Zugang zur Symbolik der biblischen Geschichte zu ermöglichen.
Diese Methode wird eingesetzt, um biblische Erzählungen umzuschreiben und lebendig auszuschmücken, wobei die Figuren teils verfremdet werden, damit der Fokus zunächst auf dem Geschehen und der Identifikation liegt.
Die Arbeit betont, dass Kinder Wunder oft als Tatsachenberichte lesen. Die Lehrkraft soll daher durch gezielte Fragen und die Arbeit mit Symbolen verdeutlichen, dass es sich um Glaubenszeugnisse und nicht um physikalische Tatsachenberichte handelt.
Ja, durch die Wahl einer fächerübergreifenden, auf Symbole und Metaphern ausgerichteten Didaktik können auch nicht-christliche Kinder ein Verständnis für die Tiefe und die Bedeutung der Texte erlangen.
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