Fachbuch, 2019
101 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Ablauf des Menstruationszyklus
2.2 Die Anti-Baby-Pille
2.3 Periodisierung in der Sportart Triathlon
3 Stand der Forschung
4 Die möglichen Auswirkungen des Menstruationszyklus
4.1 Physiologische Veränderungen
4.2 Subjektive Veränderungen
4.3 Stoffwechselveränderungen
4.4 Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
4.5 Auswirkungen der Anti-Baby-Pille
5 Diskussion
5.1 Ergebnisse für normalmenstruierende Frauen
5.2 Ergebnisse für Anti-Baby-Pillen Verwenderinnen
6 Anpassung der Trainingsperiodisierung an den Menstruationszyklus
6.1 Problematik für die Periodisierung
6.2 Periodisierung für normal menstruierender Athletinnen
6.3 Periodisierung mit Einnahme der Anti-Baby-Pille
7 Ausblick
8 Fazit
9 Literaturverzeichnis
Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Menstruationszyklus auf die sportliche Leistungsfähigkeit von Triathletinnen und diskutiert, inwiefern eine Anpassung der Trainingsperiodisierung an diesen physiologischen Rhythmus sinnvoll ist. Dabei wird insbesondere auf die hormonellen Wirkungsmechanismen eingegangen.
4.1.1 Körpertemperatur-, Herzfrequenz-, Blutvolumen- und respiratorische Veränderungen
Veränderungen der Körpertemperatur im Laufe des Menstruationszyklus sind häufig und treten in rhythmischen Zyklen auf. Die basale Körpertemperatur erhöht sich nach der Ovulation um 0,3° bis 0,5 ° Celsius und hält diese Temperatur über die Lutealphase (vgl. Hovath & Drinkwater, 1982, S. 792; Marshall, 1963, S. 103) hinweg. Einige Studien haben einen Temperaturanstieg bereits in der späten Follikelphase gemessen. Davis & Fugo (1948, S. 559) stellten diesen Temperaturanstieg bei weniger als 50% der Probandinnen fest und Marshall (1963, S. 103) bei 10%. Hier wird ein Zusammenhang zwischen der Temperaturerhöhung und dem Konzentrationsanstieg des Sexualhormons Progesteron vermutet (vgl. Montain & Coyle, 1992, S. 1346), wobei der Anstieg in der späten Follikelphase auf die Abhängigkeit von Östrogen schließen lässt.
Die Ergebnisse der Studien von Gorman (1984, S. 441) und Montain (1992, S. 1340) lassen zusätzlich einen Zusammenhang zwischen erhöhter Körpertemperatur und erhöhter Herzfrequenz vermuten. Jose, Stitt & Collison (1970, S. 488) präzisieren diesen Zusammenhang mit der Hypothese, dass die Erhöhung der Körpertemperatur um 1 ° Celsius, zu einer gleichzeitigen Erhöhung der Herzfrequenz um 7 Schläge führt. Die Herzfrequenz in Ruhe ist in der Lutealphase leicht erhöht, während Messungen unter Belastung keine Veränderungen gefunden wurden (vgl. McCracken, 1994, S. 175). Die Veränderungen der Herzfrequenz und der Körpertemperatur in der Lutealphase werden mit einem erhöhten Bluplasma Volumen und einer erhöhten Ventilation in Verbindung gebracht (vgl. Sawka, 1999, 167).
1 Einleitung: Stellt das Thema der hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus vor und leitet zur Forschungsfrage hinsichtlich der Relevanz für Triathletinnen über.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die hormonelle Regulation des Zyklus, die Wirkungsweise der Anti-Baby-Pille sowie die allgemeinen Prinzipien der Periodisierung im Triathlon.
3 Stand der Forschung: Beleuchtet kontroverse wissenschaftliche Studien zum Einfluss des Menstruationszyklus auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
4 Die möglichen Auswirkungen des Menstruationszyklus: Analysiert detailliert physiologische, subjektive, metabolische und leistungsspezifische Veränderungen sowie die Einflüsse der Anti-Baby-Pille.
5 Diskussion: Führt eine Zusammenführung der Ergebnisse durch, getrennt nach normal menstruierenden Frauen und Anwenderinnen oraler Kontrazeptiva.
6 Anpassung der Trainingsperiodisierung an den Menstruationszyklus: Schlägt praktische Ansätze für eine zyklusorientierte Trainingssteuerung vor.
7 Ausblick: Definiert notwendige Standardisierungen für zukünftige sportwissenschaftliche Untersuchungen in diesem Bereich.
8 Fazit: Fasst zusammen, dass eine individuelle Anpassung der Trainingsperiodisierung theoretische Vorteile bieten kann.
Menstruationszyklus, Triathlon, sportliche Leistungsfähigkeit, Trainingsperiodisierung, Östrogen, Progesteron, Anti-Baby-Pille, Stoffwechsel, Glykogenspeicher, Laktat, Insulin, Regeneration, Ausdauersport, Hormone, Hormonregulation
Die Arbeit untersucht, wie hormonelle Schwankungen während des Menstruationszyklus die physiologische Leistungsfähigkeit von Athletinnen beeinflussen und welche Bedeutung dies für die Trainingsplanung im Triathlon hat.
Die zentralen Felder sind die hormonelle Regulation, die Auswirkungen oraler Kontrazeptiva (Anti-Baby-Pille), der Energie- und Stoffwechsel (Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel) sowie Methoden zur individuellen Trainingsanpassung.
Das Ziel ist es, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen Anhaltspunkte zu finden, ob und wie eine Anpassung der Trainingsperiodisierung an den Menstruationszyklus die Leistung und Regeneration optimieren kann.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und theoretische Auseinandersetzung mit existierenden sportwissenschaftlichen und physiologischen Studien zu den Themen Zyklus und Leistungsfähigkeit.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit physiologischen Veränderungen (Temperatur, Herzfrequenz), metabolischen Prozessen (Glykogenverfügbarkeit, Laktatbildung) und dem Vergleich zwischen normal menstruierenden Frauen und Pillenanwenderinnen.
Die wichtigsten Begriffe sind Menstruationszyklus, Triathlon, Trainingsperiodisierung, Hormonregulation, Leistungsfähigkeit und Stoffwechseloptimierung.
Dies liegt an der hohen individuellen Variabilität, unterschiedlichen Studiendesigns, variierenden Zykluslängen und einer häufig unzureichenden hormonellen Bestimmung der jeweiligen Testphasen.
Die Einnahme führt zu einer künstlichen Hormonkonzentration, die natürliche Zyklusschwankungen minimiert, aber gleichzeitig metabolische Effekte (z. B. auf den Fettstoffwechsel oder die Insulinsensitivität) haben kann, die sich auf das Training auswirken.
Die Arbeit legt nahe, dass eine zyklusorientierte Trainingssteuerung theoretisch Vorteile bieten kann, insbesondere durch die Nutzung hormoneller Konzentrationsspitzen oder Phasen besserer Erholungsfähigkeit, wenngleich dies in der Praxis eine enge Kommunikation zwischen Trainern und Athletinnen erfordert.
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