Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Leasingbilanzierung nach IFRS 16
2.1 Abgrenzung und Identifizierung eines Leasingverhältnisses
2.2 Bilanzierung bei dem Leasingnehmer
2.2.1 Erstbewertung
2.2.2 Folgebewertung
2.2.3 Exemplarisches Beispiel
2.3 Bilanzierung bei dem Leasinggeber
2.3.1 Erstbewertung
2.3.2 Folgebewertung
2.3.3 Exemplarisches Beispiel
2.4 Kritische Würdigung des IFRS 16 im Vergleich zu IAS 17
3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob die Qualität der Finanzberichterstattung durch die verpflichtende Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer verbessert wurde. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem Vergleich zum bisherigen Standard IAS 17 sowie der Analyse bilanzieller Ermessensspielräume und deren Konsequenzen für die Unternehmensberichterstattung.
2.2.3 Exemplarisches Beispiel
Nachfolgend wird eine Fallkonstellation dargestellt, mit der viele Unternehmen zukünftig konfrontiert werden könnten. Am Bereitstellungsdatum ist ein Unternehmen gemäß IFRS 16.18 verpflichtet, die Ausübung zur Verlängerung oder Kündigung hinreichend sicher einzuschätzen. Grundsätzlich ist dies durch eine starke Dynamik am Markt erst später möglich. Das dazugehörige Beispiel soll zu einem tieferen Einblick in die neue Bilanzierungsmethodik beitragen und lautet wie folgt:
Der Leasingnehmer mietet für 10 Jahre ein 2.000 Quadratmeter großes Büro an. Die dazugehörigen Leasingzahlungen betragen zum Jahresende 100.000 €. Der implizite Zinssatz beträgt 6 % pro Jahr.
Zur Lösung des Fallbeispiels sind zunächst in den ersten fünf Jahren der unkündbaren Grundlaufzeit die nachschüssigen Leasingzahlungen i. H. v. 100.000 € zu erfassen. Der Frontloading-Effekt äußert sich durch abnehmende Zinszahlungen von 44.160 € im ersten Jahr auf 29.504 € im 5. Jahr. Summiert ist dem Leasinggeber in der ersten Periode 144.160 € zu entrichten. Parallel dazu ist gemäß Tabelle 1 das Nutzungsrecht um 73.601 € abzuschreiben.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Leasings ein und erläutert die Problemstellung, die zur Ablösung von IAS 17 durch IFRS 16 führte, um die Transparenz durch eine Bilanzierung von Leasingverhältnissen zu erhöhen.
2 Leasingbilanzierung nach IFRS 16: Dieses Kapitel erläutert das neue duale Bilanzierungsmodell für Leasingnehmer und -geber, inklusive der Kriterien zur Identifizierung von Leasingverhältnissen, der Erst- und Folgebewertung sowie praktischer Berechnungsbeispiele.
3 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die Qualität der Rechnungslegung durch IFRS 16 grundsätzlich gesteigert wurde, da das Ziel der bilanzwirksamen Erfassung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer erreicht wurde, trotz neuer Regelungslücken und Ermessensspielräume.
IFRS 16, IAS 17, Leasingbilanzierung, Leasingnehmer, Leasinggeber, Nutzungsrecht, Leasingverbindlichkeit, Finanzierungsleasing, Operatives Leasing, Frontloading-Effekt, Bilanzierung, Rechnungslegung, Transparenz, Erstbewertung, Folgebewertung.
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und kritischen Würdigung der neuen Leasingbilanzierung nach dem Standard IFRS 16 und dessen Auswirkungen im Vergleich zum Vorgängerstandard IAS 17.
Die zentralen Themen umfassen die Identifizierung von Leasingverhältnissen, die Bilanzierung beim Leasingnehmer sowie Leasinggeber und die kritische Analyse der bilanziellen Auswirkungen auf Unternehmenskennzahlen.
Die Arbeit untersucht, ob sich die Qualität der Rechnungslegung durch die Einführung des IFRS 16 verbessert hat, insbesondere unter dem Aspekt der erhöhten Transparenz durch die Bilanzierung vormals außerbilanzieller Leasingverhältnisse.
Die Arbeit nutzt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Regelwerk des IFRS 16, ergänzt durch praktische Fallbeispiele und eine kritische Diskussion auf Basis der aktuellen Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Erläuterung der Bilanzierungsregeln für Leasingnehmer und -geber sowie die kritische Würdigung der Bilanzierungspraxis, inklusive der Auswirkungen von Vertragsmodifikationen.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie IFRS 16, Nutzungsrecht, Leasingverbindlichkeit, Bilanzverlängerung, Frontloading-Effekt und bilanzpolitische Ermessensspielräume.
Der Frontloading-Effekt beschreibt die zeitliche Vorverlagerung der Zinsaufwendungen bei der Leasingbilanzierung, da der Zinsanteil zu Beginn der Laufzeit aufgrund der höheren Restschuld degressiv verläuft.
Da Leasingverhältnisse nach IFRS 16 nun als Nutzungsrecht und korrespondierende Verbindlichkeit in die Bilanz aufgenommen werden müssen, führt dies zu einer Bilanzverlängerung, welche die Verschuldungsquote des Unternehmens erhöht.
Ja, das IASB erlaubt Erleichterungen für geringwertige Vermögenswerte unter 5.000 USD sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse mit Laufzeiten von weniger als zwölf Monaten.
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