Bachelorarbeit, 2018
88 Seiten
Einleitung
1. Die Mensch-Tier-Beziehung
1.1 Von Jägern und Sammlern - Ein Erklärungsansatz
1.2 Die Liebe zur Natur - Die Biophilie-Hypothese
1.3 Ansätze aus der Bindungstheorie und die Regulation von Emotionen
1.4 Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier
2. Die physiologische Wirkung von Tieren auf den Menschen
2.1 Einfluss auf die sympatho-adrenerge Stressachse
2.2 Hormonelle Effekte der Mensch-Tier-Beziehung
2.3 Auswirkungen von Oxytocin auf den Menschen
2.4 Einfluss auf das Immunsystem des Menschen
2.5 Risiken der Tierhaltung und des Tierkontakts
2.6 Schlussfolgerung der physiologischen Wirkung
3. Psychologische und soziale Wirkung von Tieren auf den Menschen
3.1 Interaktion und Aufmerksamkeit
3.2 Förderung von Empathie
3.3 Reduktion von Furcht und Angst
3.4 Einfluss auf depressive Zustände
3.5 Vertrauen und Vertrauenswürdigkeit
3.6 Schlussfolgerung der psychologischen so sozialen Wirkung
4. Anwendungsbereiche der Mensch-Tier-Interaktion
4.1 Allgemeine Anwendungsbereiche
4.2 Der Einsatz von Tieren im Krankenhaus
4.2.1 Tierbesuch im intensivmedizinischen Bereich
4.2.2 Anwendung in der Chirurgie und bei chronisch kranken Kindern
4.3 Heimtiere in Pflege- und Altenheimen
4.3.1 Heimtiere bei Demenzkranken
4.3.2 Hundebesuchsdienst in der Altenpflege
4.4 Soziales Lernen mit Insekten
4.4.1 Vorteile der Insekten gegenüber anderen Tieren
4.5 Fürsorgebauernhöfe
4.5.1 Zielsetzung der pädagogischen Arbeit
4.5.2 Auswirkung der Nutztiere auf die Helfenden
5. Zusammenfassung der bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge
Die vorliegende Arbeit untersucht die bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge von Mensch-Tier-Interaktionen. Ziel ist es zu analysieren, wie regelmäßiger Kontakt zu Tieren die körperliche Gesundheit, die psychische Verfassung sowie das soziale Verhalten von Menschen beeinflussen kann, und welche Potenziale daraus für therapeutische und pflegerische Anwendungsbereiche abgeleitet werden können.
Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier
Viele Definitionen beschreiben Kommunikation im Allgemeinen als einen Vorgang, der zum Zwecke der Informationsvermittlung zwischen mindestens zwei Personen abläuft und in der Regel verbal stattfindet. Der hier genannte Begriff ist mehr unter sozialer Kommunikation zu verstehen, den Rosenbusch & Schober wie folgt beschreiben: „Allgemein ist unter Kommunikation eine gerichtete Informationsübertragung und damit ein Einfluss von einem Sender-System auf ein Empfänger-System zu verstehen. Als kommunikativ wird das Verhalten bezeichnet, dass vom Sender eindeutig beabsichtigt gezeigt wird, um eine spezifische Botschaft an den Empfänger zu übermitteln“ (zit. nach Rosenbusch und Schober, 1994, S. 16 ff.).
Somit kann man sagen, im weiteren Sinne wird Kommunikation als ein Vorgang bezeichnet, in dem Informationen nicht unbedingt ausgetauscht, sondern lediglich gesendet und empfangen werden (Vernooij, 2004, S. 9). Zentraler Prozess ist die Umwandlung von Gedanken, Bedürfnissen, Worten, Impulsen, Zeichen und Symbole, die vom Gegenüber erkannt und verstanden werden. Eine wesentliche Rolle spielen dabei auch individuelle Signale, die zusätzlich zu den offiziellen Symbol- und Zeichensystemen ausgesendet werden. Das können, in Bezug auf die Sprache zum Beispiel Lautstärke, Tonfall oder Betonung aber auch Mimik und Gestik sein und wird unter dem Begriff der „nonverbalen Kommunikation“ zusammengefasst, man kann diese aber auch als sprachbegleitende Signale verstehen (Schneider und Vernooij, 2013, S. 16 ff.). Obwohl Tiere nicht in der Lage sind, in sprachlicher Form mit dem Menschen zu kommunizieren, so findet dennoch zwischen beiden eine begrenzte Form von Informationsaustausch statt. Die Weitergabe von Informationen bedient sich offensichtlich an nonverbalen Sprachsystemen, Zeichen und Signalen. Dabei ist bekannt, dass Tiere sehr wohl auch die Lautstärke der verbalen Sprache des Menschen verstehen und interpretieren (man denke an einen Hund, der ausgeschimpft wird, weil er im Haus etwas kaputt gemacht hat), womit sie jedoch auf ihrer nonverbalen Art und Weise reagieren können (Schneider und Vernooij, 2013, S.17).
1. Die Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel erläutert die evolutionären und theoretischen Hintergründe der Bindung zwischen Mensch und Tier, einschließlich der Biophilie-Hypothese.
2. Die physiologische Wirkung von Tieren auf den Menschen: Es wird untersucht, wie Tiere physische Stressreaktionen reduzieren, hormonelle Prozesse wie die Oxytocin-Ausschüttung stimulieren und das Immunsystem beeinflussen können.
3. Psychologische und soziale Wirkung von Tieren auf den Menschen: Der Fokus liegt auf der Förderung von Empathie, der Reduktion von Angst und Furcht sowie der Stärkung von Vertrauen und sozialer Interaktion.
4. Anwendungsbereiche der Mensch-Tier-Interaktion: Das Kapitel stellt praktische Einsatzformen tiergestützter Intervention in Krankenhäusern, Pflegeheimen, pädagogischen Kontexten und auf Fürsorgebauernhöfen vor.
5. Zusammenfassung der bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die vielfältigen positiven Effekte der Mensch-Tier-Interaktion zusammen und bewertet deren Bedeutung für die Lebensqualität.
Mensch-Tier-Interaktion, tiergestützte Intervention, Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie, Stressreduktion, Oxytocin, Immunsystem, Empathie, soziale Kompetenz, Krankenhaus, Altenpflege, Fürsorgebauernhöfe, Gesundheit, Lebensqualität, Prävention.
Die Bachelorarbeit behandelt die vielfältigen bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge, die entstehen, wenn Menschen mit Tieren interagieren.
Die Themen umfassen die biologische Verbundenheit zur Natur, die physiologische Stressregulation, die psychologische Förderung sozialer Kompetenzen sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse in der Praxis.
Das Ziel ist es, die wissenschaftlichen Belege für die gesundheitsfördernden Effekte von Tieren auf den Menschen zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse therapeutisch genutzt werden können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene Studien und Forschungsergebnisse zur Mensch-Tier-Interaktion zusammenführt und auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in physiologische und psychologische Wirkmechanismen sowie eine detaillierte Betrachtung verschiedener Anwendungsbereiche wie Therapie, Pädagogik und soziale Fürsorge.
Wichtige Begriffe sind Mensch-Tier-Interaktion, Stressreduktion, Bindung, Empathie, tiergestützte Intervention und Lebensqualität.
Hunde sind die am häufigsten untersuchten Tiere in diesem Bereich und dienen aufgrund ihrer engen Bindung zum Menschen als zentrale Beispiele für die erforschten Wirkmechanismen.
Fürsorgebauernhöfe bieten Menschen mit Einschränkungen einen strukturierten Alltag und sinnvolle Aufgaben durch die Versorgung von Nutztieren, was die Selbstwirksamkeit und soziale Integration fördert.
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