Bachelorarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 2,0
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse der Positionierungsaktivitäten von gesellschaftlich umstrittenen Personen des öffentlichen Lebens in der Talk-Show „3nach9“. Dabei soll die Frage beantwortet werden, wie diese Personen in der Talk-Show ihr Selbstbild präsentieren und andere Teilnehmer und das Publikum wahrnehmen. Die Arbeit knüpft an frühere Erkenntnisse über allgemeine Eigenschaften von Positionierungsaktivitäten in Talk-Shows an.
Die Einleitung der Arbeit führt in das Thema der Positionierung in der Talk-Show „3nach9“ ein und erläutert den Untersuchungsgegenstand, der sich auf die medialen Gespräche von zwei selbstbezeichnenden Musikern aus der Hip-Hop-Szene konzentriert. Die Arbeit greift die Ergebnisse eines vorherigen Projektberichts zum Thema Positionierungsaktivitäten auf und erweitert diese durch eine vergleichende Analyse von zwei umstrittenen Talk-Show-Gästen.
Kapitel 2 befasst sich mit dem theoretischen Rahmen der Positionierung und stellt die linguistischen Größen Erzählen, Autobiografisches Erzählen, narrative Identität und Positionierung vor. Es werden zwei Modelle der Erzählforschung, das von Labov/Waletzky und das von Hausendorf/Quasthoff, erläutert, die unterschiedliche Perspektiven auf den Prozess des Erzählens im Gesprächskontext liefern.
Kapitel 3 beschreibt die Methode der Gesprächsanalyse, die für die Untersuchung der Positionierungen in der Talk-Show angewendet wird.
Kapitel 4 beleuchtet die Datenbasis der Arbeit, die aus den medialen Gesprächen der beiden Musiker in der Talk-Show „3nach9“ besteht.
Kapitel 5 gibt einen allgemeinen Überblick über die Positionierungsaktivitäten, die in den Talk-Show-Gesprächen beobachtet wurden.
Kapitel 6 analysiert Übereinstimmungen in den Positionierungsaktivitäten der beiden Musiker. Es werden die beiden Strategien "Positive Selbstdarstellung" und "Voreingenommenheit der Kritiker" im Detail betrachtet.
Kapitel 7 widmet sich den Unterschieden zwischen den Positionierungen der beiden Musiker. Es werden drei Aspekte im Detail untersucht: die Provokationsabsicht und widersprüchliche Positionierungen, die Nutzung von Fremdpositionierungen zur Selbstdarstellung und der unterschiedliche Umgang mit der eigenen Vergangenheit.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Positionierung, Selbstdarstellung, narrative Identität, Erzählforschung, Talk-Show, Gesprächsanalyse, Medienkommunikation, gesellschaftlich umstrittene Personen, öffentliche Wahrnehmung und Hip-Hop-Kultur.
Umstrittene Personen nutzen Strategien wie positive Selbstdarstellung, die Betonung der Voreingenommenheit ihrer Kritiker und gezielte Provokation, um ihr öffentliches Bild zu steuern.
Narrative Identität ist die Vorstellung, dass Menschen ihre Identität durch das Erzählen von Geschichten über sich selbst konstruieren und stabilisieren.
Durch die Fremdpositionierung (wie man andere darstellt) werten Gäste oft sich selbst auf oder diskreditieren ihre Gegner, um die eigene Position zu stärken.
Die Analyse untersucht, wie sprachliche Äußerungen genutzt werden, um soziale Rollen zu verhandeln und bestimmte Wirkungen beim Publikum zu erzielen.
Besonders bei umstrittenen Personen ist die Art, wie sie vergangene Fehler oder Ereignisse in ihre aktuelle Erzählung integrieren, entscheidend für ihre Glaubwürdigkeit.
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