Examensarbeit, 2001
52 Seiten, Note: 1,0
0. Problemstellung
I. Theoretischer Teil
1. Begriffsklärung
1.1. Soziales Lernen
1.2. Fairness
1.3. Kooperation
2. Spiele im Sportunterricht
2.1. Gründe für den Einsatz von Spielen im Sportunterricht
2.2. Werteerziehung durch Spiele?
2.3. Probleme bei der Wertevermittlung im Sportunterricht
2.4. Die Rolle des Sportlehrers
II. Bezug zum amtlichen Lehrplan
1. Fachbezogene Unterrichts- und Erziehungsaufgaben
2. Der Lernbereich „Fairness, Kooperation“
III. Praktischer Teil
1. Vorüberlegungen und Umsetzung
1.1. Methodische Vorüberlegungen
1.2. Werteerziehung durch Gespräche im Sportunterricht
1.3. Spiele und Übungsformen zur Realisierung sozialen Lernens
2. Abschließende Bewertung der Sequenz
IV. Literatur:
V. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Werteerziehung, insbesondere der Förderung von Fairness und Kooperation, im Sportunterricht an bayerischen Hauptschulen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie soziale Kompetenzen durch gezielt ausgewählte Spiele und reflexive Gesprächsformen, unter Berücksichtigung des amtlichen Lehrplans, erfolgreich vermittelt und in die sportliche Praxis integriert werden können.
0. Problemstellung
Kindern und Jugendlichen scheint es auf den ersten Blick noch nie so gut wie heute gegangen zu sein: In den westlichen Industrienationen genießen sie ein hohes Maß an sozialer Selbständigkeit, eine liberale Erziehung mit partnerschaftlich-demokratischen Eltern und breit gefächertem und selbst bestimmbaren Medien- und Freizeitangebot. Die jetzige Generation ist materiell hervorragend versorgt und früher lebensgefährliche Kinderkrankheiten sind weitestgehend besiegt bzw. relativ problemlos zu kurieren.
Sieht man allerdings genauer hin, so fällt auf, dass die Probleme der Kinder und Jugendlichen heute eher im zwischenmenschlichen Bereich liegen, in der Unsicherheit von Kontakten und Beziehungen. Zwar können sie die angenehmen Seiten der Wohlstandsgesellschaft für sich nutzen, sie bekommen aber auch die Nachteile zu spüren. Selbständigkeit und die Möglichkeit zur Selbstentfaltung stehen sozialer Unsicherheit und den damit verbundenen psychischen Irritationen gegenüber.
Gewalt und Aggression sind allgegenwärtig. Neben den in den Medien erscheinenden offensichtlichen Erscheinungsformen wie Krieg, Kriminalität, ausländerfeindliche Aktionen, sexueller Missbrauch etc. gibt es im Alltag unzählige weniger auffällige: Aggressionen im Straßenverkehr, in der Familie, in der Berufswelt (Mobbing), in der Schule, im Sport und subtilere Formen der psychischen Aggression (z.B. Schikanieren von Untergebenen oder von Dienstleistungspersonal). Viele dieser Verhaltensweisen werden in unserer modernen „Ellbogengesellschaft“ akzeptiert und von den meisten Erwachsenen sogar vorgelebt.
0. Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen materiellem Wohlstand und zunehmender sozialer sowie zwischenmenschlicher Unsicherheit bei Kindern und Jugendlichen.
I. Theoretischer Teil: Hier werden zentrale Begriffe wie soziales Lernen, Fairness und Kooperation definiert und die Rolle des Sportlehrers bei der Wertevermittlung kritisch beleuchtet.
II. Bezug zum amtlichen Lehrplan: Dieser Abschnitt erläutert die Verankerung sozialer Erziehungsziele im bayerischen Lehrplan für das Fach Sport und definiert spezifische Lernziele für die Schüler.
III. Praktischer Teil: Im Zentrum steht die methodische Planung und Durchführung konkreter Spiele und Gesprächsformen, gefolgt von einer Reflexion und Bewertung der gemachten Erfahrungen.
IV. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Sportpädagogik.
V. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie historische Zitatsammlungen und Arbeitsblätter für den Unterricht.
Soziales Lernen, Fairness, Kooperation, Sportunterricht, Werteerziehung, Sportpädagogik, Sozialkompetenz, Schulsport, Kleine Spiele, Reflexion, Konfliktfähigkeit, Teamgeist, Lehrplan, Sozialisation, Aggressionsprävention
Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Relevanz und praktischen Umsetzung der Sozialerziehung im Sportunterricht, um soziale Kompetenzen wie Fairness und Kooperation bei Schülern zu fördern.
Die zentralen Felder umfassen die Begriffsklärung des sozialen Lernens, die Analyse des bayerischen Sportlehrplans, die methodische Planung von Unterrichtssequenzen und die Reflexion über die Rolle der Sportlehrkraft.
Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch sportliche Spiele und begleitende Reflexionen soziale Verhaltensweisen proaktiv gefördert und in das schulische Handeln integriert werden können.
Es handelt sich um eine sportpädagogische Arbeit, die theoretische Grundlagen mit einer praktischen Erprobung (Handlungsforschung) in einer Sportklasse kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, den Bezug zu den Vorgaben des amtlichen Lehrplans und einen ausführlichen praktischen Teil mit Erfahrungsberichten zu verschiedenen Spielformen.
Wesentliche Begriffe sind soziales Lernen, Fairness, Kooperation, Sportpädagogik, Werteerziehung und Sozialkompetenz.
Der Sitzkreis fungiert als methodisches Werkzeug, um aktuelle Unterrichtssituationen, Erfolge und Konflikte direkt mit den Schülern zu reflektieren und den bewussten Lernprozess zu unterstützen.
Der Autor stellt fest, dass ein direkter Transfer in andere Lebensbereiche schwer messbar ist, betont jedoch, dass die Etablierung eines kooperativen Klimas im Sport ein notwendiger, langfristiger Lernprozess ist.
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