Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3. Gliederung und Vorgehensweise
2. Zeitarbeit: Grundlagen und Begriffssammlung
2.1. Wandel der Arbeitswelt in Deutschland
2.1.1. Arbeitsmodelle in Deutschland
2.1.2. Gründe und Folgen des Wandels
2.2. „Zeitarbeit“ im Allgemeinen
2.2.1. Zeitarbeit - Der Begriff
2.2.2. Funktionsweise der Zeitarbeit
2.3. Zeitarbeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt
2.4. Flexibilitätsformen
3. Zeitarbeit in der Krankenhauspflege in Deutschland
3.1. Pflegesituation in deutschen Kliniken
3.1.1. Die Entwicklung der Anzahl der Pflegenden in den Kliniken
3.1.2. Pflegemangel: Gründe und Ursachen
3.1.2.1. Gesundheitsreformen
3.1.2.2. Personalkosten und Personaleinsparungen in Krankenhäusern
3.1.2.3. Demografische Entwicklung in Deutschland
3.1.2.4. Nachwuchs
3.1.2.5. Arbeitsbelastung des Pflegepersonals
3.1.3. Auswirkungen der Arbeitsbelastung
3.1.4. Auswirkungen für die Krankenhäuser
3.1.5. Auswirkungen des Personalmangels für die Patienten
3.2. Zeitarbeit als Lösungsansatz
3.2.1. Die Einsatzfelder und die Einsatzdauer
3.2.2. Zeitarbeiter in der Pflege
3.2.2.1. Soziodemografischer Hintergrund
3.2.2.1.1. Alter und Geschlecht
3.2.2.1.2. Nationalität
3.2.2.2. Qualifikation
3.2.3. Entgelt
3.2.4. Besonderheiten der Leiharbeit im Krankenhaus
3.2.4.1. Motive der Kliniken
3.2.4.2. Motive der Firmen
3.2.4.3. Motive der Zeitarbeiter
3.2.5. Arbeitsbelastung der Zeitarbeiter
3.3. Zeitarbeit - eine Alternative zur festen Anstellung in der Klinik
3.3.1. Dauer der Beschäftigung in der Zeitarbeit
3.3.2. Finanzielle Vor- und Nachteile
3.3.3. Private Vor- und Nachteile
3.3.4. Gesundheitliche Vor- und Nachteile
3.4. Fazit
3.5. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Zeitarbeit in der deutschen Krankenhauspflege. Das primäre Ziel ist es, die Gründe und Ursachen für den zunehmenden Einsatz von Zeitarbeitnehmern zu analysieren und die Arbeitsbedingungen sowie die Arbeitsbelastung von Zeitarbeitnehmern mit denen von Festangestellten in Kliniken zu vergleichen, um daraus Vor- und Nachteile des Beschäftigungsmodells abzuleiten.
3.1.5. Auswirkungen des Personalmangels für die Patienten
Von den aktuell etwa 2,6 Millionen Pflegebedürftigen werden etwa 71 % zu Hause meist von Familienangehörigen versorgt (Grünheid 2016: 19). Die Versorgung wird hierbei durch regelmäßige Besuche vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen zu Hause beobachtet.
In den Klinken wird als eine Möglichkeit zur Feststellung der Angemessenheit der Personalausstattung die Beurteilung anhand patientenbezogener Outcomes betrachtet. Diese Outcomes dienen der objektiven Einschätzung der Versorgung. Dazu wurden spezifische und pflegesensitive Qualitätsindikatoren entwickelt (Albrecht 2017: 9). Am besten ließen sich dazu die Faktoren Prävalenz von Stürzen, Dekubitus und Schmerzmanagement verwenden (Kuster et al. 2009: 6).
Die Anzahl der Stürze und das Auftreten von Dekubiti muss durch die Krankenhäuser dokumentiert werden. Jeder Sturz und jeder Dekubitus wird erfasst und krankenhausinterne Statistiken werden erstellt. Diese Faktoren sind sichtbar und objektiv erfassbar. Ein Dekubitus, also Wundliegen, kann durch regelmäßiges Positionswechsel des Patienten vermieden werden. Das kann nur durch eine ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter und eine adäquate Mitarbeiterzahl pro Patient erreicht werden, um eine Regelmäßigkeit der Versorgung gewährleisten zu können. Eine ähnliche Ursache-Wirkungskorrelation ist in der Sturzhäufigkeit zu finden. Alle Stürze müssen protokolliert werden, da Sturzfolgen je nach Schwere einen Patienten gefährden können. Je häufiger Patienten auf einer Station stürzen, desto mehr muss auf die Ursachen eingegangen werden und es müssen Maßnahmen ergriffen werden.
Schmerzen können anhand einer geeigneten Schmerzsskala erfragt und Maßnahmen dagegen unternommen werden. Bei nicht ausreichender Mitarbeiterzahl kann eine regelmäßige und ausreichende Schmerzmedikationsgabe nicht erfolgen, sodass Patienten länger als notwendig Schmerzen erdulden müssen. Diese drei Faktoren können für den Patienten gesundheitliche Risiken mit sich bringen und einen längeren und somit kostenintensiveren Krankenhausaufenthalt verursachen. In den folgenden Kapiteln wird die Zeitarbeit in der Pflege näher betrachtet. Es wird auf diese als einen Lösungsansatz für einen Pflegemangel eingegangen, und deren Besonderheiten und Vor- und Nachteile im Vergleich zur festen Beschäftigung auf Station eingegangen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle prekäre Situation des Pflegepersonals in Deutschland und führt in die Problematik sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.
2. Zeitarbeit: Grundlagen und Begriffssammlung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte der Zeitarbeit, ordnet sie in den deutschen Arbeitsmarkt ein und erläutert die rechtlichen sowie funktionalen Rahmenbedingungen.
3. Zeitarbeit in der Krankenhauspflege in Deutschland: Das Hauptkapitel analysiert die Pflegesituation in deutschen Kliniken, untersucht die Ursachen des Fachkräftemangels und bewertet Zeitarbeit als Lösungsansatz sowie hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Kliniken, Personal und Patienten.
Zeitarbeit, Leiharbeit, Krankenpflege, Pflegenotstand, Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastung, Krankenhausfinanzierung, Personalmangel, Fachkräftemangel, Gesundheitsreform, Fallpauschalen, Patientensicherheit, Arbeitnehmerüberlassung, Beschäftigungsmodelle, Pflegequalität
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Zeitarbeit in der deutschen Krankenhauspflege im Kontext des zunehmenden Fachkräftemangels und der veränderten Arbeitsbedingungen.
Zentrale Themen sind die Pflegesituation in deutschen Kliniken, die Auswirkungen von Gesundheitsreformen, der Personalmangel sowie die Vor- und Nachteile von Zeitarbeit für Kliniken und Pflegekräfte.
Das Ziel ist die Erforschung der Gründe für den Einsatz von Zeitarbeitern und der Vergleich von Arbeitsbelastung und Arbeitsbedingungen zwischen Zeitarbeitnehmern und festangestelltem Personal.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Sekundäranalyse von bisher publizierten Forschungsergebnissen, Studien und statistischem Datenmaterial.
Der Hauptteil befasst sich mit der Pflegesituation, den Ursachen des Stellenabbaus, der demografischen Entwicklung sowie den Motiven und Belastungsfaktoren aller am Zeitarbeitsprozess beteiligten Akteure.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zeitarbeit, Krankenhauspflege, Pflegenotstand, Arbeitsbelastung und Fachkräftemangel charakterisiert.
Durch unzureichende Personalausstattung steigen Risiken wie Stürze, Dekubitus und unzureichendes Schmerzmanagement, was zu längeren und kostspieligeren Aufenthalten führen kann.
Push-Faktoren wie Stress und Konflikte am Arbeitsplatz treiben Pflegende aus dem Beruf, während Pull-Faktoren wie bessere Arbeitsbedingungen oder Vergütungsanreize außerhalb des Feldes zum Ausstieg motivieren.
Der Einsatz gilt oft als Scheinlösung, da er zwar kurzfristig Engpässe deckt, aber die tieferliegenden Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht behebt und zudem die Qualität der Versorgung durch fehlende Stationskenntnis beeinträchtigen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

