Bachelorarbeit, 2016
65 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Leben und Werk des Marcel Duchamp
3. ,,Akt, eine Treppe Herabsteigend Nr. 2“: Bildanalyse
3.1. Bestandsaufnahme und erster Eindruck
3.2. Bildbeschreibung
3.2.1 Ordnung der Bildfläche
3.2.2. Ordnung des Bildraums
3.2.3. Farbordnung und Bildlicht
3.2.4. Ordnung der Bildgegenstände
3.3. Interpretation und Kontext
3.3.1. Entstehungsgeschichte des ,,Akt, eine Treppe herabsteigend“
3.3.2. Inspiration für den ,,Akt, eine Treppe herabsteigend“
3.3.3. ,,Akt, eine Treppe herabsteigend Nr.1- Nr.4“
3.3.4. Ablehnung durch die Kubisten
3.3.5. Zuordnung des Werkes: Kubismus oder Futurismus?
3.3.6. Die Armory- Show
4. Skizze Duchamps künstlerischer Entwicklung anhand wichtiger Werke
4.1. Duchamps Anfänge
4.2. Überdruss an ,,retinaler-“ Kunst: die Aufgabe der Malerei und die Enstehung des Ready-Mades
4.3. Duchamps Spiel mit dem Titel
4.4. Rrose Sélavy: die Bedeutung von Eros in Duchamps Werk
5. Gerhard Richters Antwort auf Duchamps ,,Akt, eine Treppe herabsteigend“: Ema
6. Abstraktion von Bewegung im Kontext Plastik, Fotografie und Film
7. Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert Marcel Duchamps Schlüsselwerk „Akt, eine Treppe herabsteigend Nr. 2“ und untersucht, wie Duchamp die Abstraktion von Bewegung in sein künstlerisches Schaffen integrierte. Dabei wird der Einfluss des Werkes auf die moderne Kunst sowie Duchamps radikale Abkehr von der sogenannten „retinalen Kunst“ und die Entwicklung seines Ready-Made-Konzepts dargelegt.
3.2.1 Ordnung der Bildfläche
Bei dem Format der Bildfläche handelt es sich um ein schlankes Hochformat. Die Bildordnung verläuft diagonal von links oben nach rechts unten. Die in helleren Tönen gehaltene Mitte des Bildes wird von dem dunkel auslaufenden Bildrahmen eingerahmt und kontrastiert. Thematisch beansprucht das helle Mittelfeld die abstrahierte herabsteigende Figur, wobei das äußere Feld eine Art Treppenhaus, ohne erkennbare perspektivische Logik, andeutet.
Die herabsteigende Figur ergibt durch ihre aufgefächerten, aufeinanderfolgenden Formen, bestehend aus runden und eckigen Formen, eine gewisse figurative Ordnung, durch nach unten verlaufenden Parallelismus. Dieser Parallelismus variiert leicht in den Winkeln, beziehungsweise Neigungen, wobei die Formen und Linien von oben nach unten an Größe zunehmen und so die einzelnen Bewegungsstadien dargestellt werden. Darüber hinaus finden sich im gesamten Bild, vor allem im Bereich der Beine des abstrahierten Akts, halbrunde, markante Linien, die den Bewegungsablauf unterstreichen sollen. Man könnte so weit gehen, zu sagen, dass durch diese sogar eine Art Hüftschwung im Bewegungsablauf zu erkennen ist.
Sie sind sowohl in heller als auch dunkler Farbe gehalten und vor allem gegen Ende des Bewegungsablaufes, im unteren Bildabschnitt mit Punkten versehen, die wohl das Ende einer Bewegungssequenz darstellen. Zum selben Zweck dient auch die Art der Linienführung, während sie oben locker und frei gezogen zu sein scheint, sind sie unten gezielter gezogen und klarer definiert.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Duchamps künstlerische Haltung ein und definiert die Analyse des „Akts“ sowie die Erforschung von Duchamps Entwicklung als Leitfaden der Arbeit.
2. Leben und Werk des Marcel Duchamp: Dieses Kapitel zeichnet den biografischen Werdegang Duchamps nach, von seinen familiären Wurzeln bis hin zu seinen ersten prägenden künstlerischen Erfahrungen und Ausstellungen.
3. ,,Akt, eine Treppe Herabsteigend Nr. 2“: Bildanalyse: Ein detaillierter, strukturierter Blick auf das Hauptwerk, der Aspekte wie Bildraum, Farbwahl, Licht und die Konstruktion der dargestellten Bewegung tiefgehend untersucht.
4. Skizze Duchamps künstlerischer Entwicklung anhand wichtiger Werke: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über Duchamps Entwicklungsprozess, von der anfänglichen Orientierung an klassischen Stilen bis zur Abkehr von der „retinalen“ Malerei hin zum Ready-Made.
5. Gerhard Richters Antwort auf Duchamps ,,Akt, eine Treppe herabsteigend“: Ema: Der Text betrachtet Gerhard Richters Auseinandersetzung mit Duchamps Motiv und wie er durch Fotografie als Ausgangspunkt eine eigene, oft als Gegenspiel gelesene künstlerische Position einnimmt.
6. Abstraktion von Bewegung im Kontext Plastik, Fotografie und Film: Dieses Kapitel weitet den Fokus aus und beleuchtet, wie andere Medien und Künstler, wie Boccioni oder Bragaglia, das Phänomen der Abstraktion von Bewegung in statischen oder zeitbasierten Kunstwerken behandelten.
7. Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse, die Duchamps Wandel zum Einzelgänger und seinen entscheidenden Beitrag zur Revolutionierung des Kunstbegriffs resümiert.
Marcel Duchamp, Akt eine Treppe herabsteigend Nr. 2, Abstraktion von Bewegung, Kubismus, Futurismus, Ready-Made, retinale Kunst, Ideen-Malerei, Rrose Sélavy, Erotik, Gerhard Richter, Bildanalyse, Kunstbegriff, Chronofotografie, Moderne Kunst
Die Arbeit beschäftigt sich mit Marcel Duchamp und seinem zentralen Werk „Akt, eine Treppe herabsteigend Nr. 2“, um aufzuzeigen, wie Duchamp das Verständnis von Bewegung und Malerei im 20. Jahrhundert nachhaltig verändert hat.
Zentrale Themen sind die Abstraktion von Bewegung, die Entwicklung vom traditionellen Maler zum Konzeptkünstler (Ready-Made), die Bedeutung von Titeln für die Wahrnehmung von Kunst sowie die Rolle von Geschlecht und Erotik.
Das Ziel ist es, Duchamps Umgang mit der Abstraktion von Bewegung zu analysieren und zu klären, welchen Einfluss dieser Ansatz auf seine künstlerische Entwicklung und das allgemeine Verständnis von moderner Kunst genommen hat.
Die Arbeit nutzt eine detaillierte Bildanalyse (formale Analyse) in Verbindung mit kunsthistorischer Kontextualisierung, inklusive der Untersuchung zeitgenössischer Kritiken und Aussagen Duchamps selbst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Bildbeschreibung und Interpretation, die Einbettung des Werkes in den kunsthistorischen Kontext, Duchamps Entwicklung vom Kubisten zum „Antikünstler“ sowie den Vergleich mit anderen Künstlern und Medien wie Film und Fotografie.
Die wichtigsten Begriffe sind Duchamp, „Akt eine Treppe herabsteigend“, Abstraktion, Ready-Made, Bewegung, Kubismus, Erotik und die Abkehr von der „retinalen“ Kunst.
Duchamp sah Titel als eine Art „unsichtbare Farbe“ an, die dem Betrachter eine neue Dimension und einen bewussten Denkrahmen vorgibt, wodurch die Wahrnehmung des visuellen Werkes aktiv manipuliert und intellektuell herausgefordert wird.
Obwohl es oberflächliche Ähnlichkeiten in der Darstellung von Bewegung gibt, unterscheiden sich Duchamps Ansätze deutlich. Während Futuristen Dynamik und industrielle Energie verherrlichten, wählte Duchamp einen kühleren, analytischen und eher skeptischen Ansatz gegenüber der modernen Technik.
„Retinale Kunst“ ist Duchamps abwertende Bezeichnung für Malerei, die rein auf die visuelle Sinneswahrnehmung (das Auge/die Netzhaut) abzielt, anstatt den Intellekt anzusprechen – ein Konzept, das Duchamp durch seine „Ideen-Malerei“ und Ready-Mades überwinden wollte.
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