Masterarbeit, 2018
243 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Tertiarisierung
1.2 Erwerbsbeteiligung von Frauen und Demografie
1.3 Akademisierung der Gesellschaft
2 Demografischer Wandel und Entgelt im Baugewerbe
2.1 Erwerbstätigenstruktur nach Qualifikation
2.2 Erwerbstätigenstruktur nach Alter
2.3 Zuzug von ausländischen Arbeitskräften
2.4 Nachwuchsentwicklung im Baugewerbe
2.5 Erwerbsbeteiligung von Frauen
2.6 Entgelt im Baugewerbe
3 Entwicklung der Bauwirtschaft (Produktivität und Historie)
3.1 Erwerbstätige und Arbeitsproduktivität
3.2 Historie
4 Strukturwandel in der Baubranche
4.1 Rolle des Staates
4.1.1 Konjunkturpakete I und II (2009 und 2010)
4.1.2 Finanzierungsrahmen des Staates
4.2 Tertiarisierung im Bausektor
4.2.1 Beschäftigtenentwicklung und Bestandsorientierung von Gebäuden
4.2.2 Neuorientierung zum Dienstleistungssektor
4.2.3 ÖPP-Projekte
4.3 Externalisierung von Bauleistungen
4.3.1 Externalisierung von Bauleistungen
4.3.2 Ausgeübte Tätigkeit von (ausländischen) Nachunternehmern
4.3.3 Neue Entsenderichtlinie
5 Fachkräftebedarfsanalyse
5.1 Wirtschaftsentwicklung
5.2 Arbeitskräfteangebot- und nachfrage
5.2.1 Gemeldete Stellen und Arbeitslose im Arbeitsmarkt
5.2.2 Arbeitslosenquote
5.3 Vakanzzeit
5.4 Zahl an Bewerber und unbesetzter Stellen im Ausbildungsmarkt
5.5 Lohnentwicklung
5.6 Ergebnisse der Fachkräfteengpassanalyse
6 Fachkräftebedarfsprognose & Unternehmensstrategien
6.1 Zukunftsprognosen zum Fachkräftebedarf
6.2 Unternehmensstrategien zur Deckung des Fachkräftebedarfs
Die vorliegende Masterarbeit analysiert den Fachkräftebedarf sowie mögliche Engpässe im deutschen Bauwesen. Dabei werden historische Daten seit der Wiedervereinigung sowie aktuelle Arbeitsmarktsituationen untersucht, um Zukunftsprognosen für die Branche abzuleiten und Lösungsstrategien für Unternehmen aufzuzeigen.
1.1 Tertiarisierung
Bei Betrachtung der Erwerbstätigenentwicklung nach einzelnen Wirtschaftsbereichen in Abb.1 ist eine starke Tertiarisierung erkennbar, sprich ein gesellschaftlicher Strukturwandel der Erwerbstätigen hin zum Dienstleistungssektor (dritter Sektor in der drei-Sektoren-Hypothese der Volkswirtschaftslehre). Im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit wird die Tertiarisierung des Bausektors näher erläutert (siehe Kap. 4.2).
Der industrielle Sektor (auch sog. Sekundärsektor) hingegen musste im gleichen Zeitraum hohe Erwerbstätigenrückgänge hinnehmen. Über alle Wirtschaftsbereiche, erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen von 1991 bis 2016 um ca. 15%. Das Statistische Bundesamt (2018 a, S. 32) schätzt die Zahl der Erwerbstätigen in der Gesamtwirtschaft 2017 auf 44.3 Millionen.
Der Abbau von Beschäftigungsverhältnissen wurde zeitweise durch gezielte Arbeitsmarktreformen von 2005 an aufgefangen – verstärkte Bewilligung von Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen, z. B. Hartz-Konzept (Statistisches Bundesamt 2012 a, S. 24).
Das Baugewerbe – Teil des produzierenden Gewerbes – weist starke Schwankungen auf; nach einem Arbeitsplatzaufbau von 1991 bis 1995 von über 15% (höchster Beschäftigungsstand in der Zeitreihe), schrumpfte die “Belegschaft“ von 1995 bis 2006 um ca. 35% (Minimum in der Zeitreihe). Der Rückgang war im Osten mehr als doppelt so hoch wie in den alten Bundesländern. Seitdem erholte sich die Beschäftigtenlage im Baugewerbe und der entsprechende Index wuchs um ca. 10% (Statistisches Bundesamt 2012 a, S. 26).
1 Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, den Fachkräftebedarf im Bauwesen zu analysieren, und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Demografischer Wandel und Entgelt im Baugewerbe: Untersucht die Erwerbstätigenstruktur, den demografischen Wandel sowie Lohnniveaus innerhalb der verschiedenen Sparten des Baugewerbes.
3 Entwicklung der Bauwirtschaft (Produktivität und Historie): Analysiert den historischen Kontext der Bauwirtschaft und die Entwicklung der Arbeitsproduktivität seit 1990.
4 Strukturwandel in der Baubranche: Beleuchtet Einflussfaktoren wie staatliche Rolle, Tertiarisierung und die zunehmende Externalisierung an Subunternehmer.
5 Fachkräftebedarfsanalyse: Wertet detaillierte Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit aus, um spezifische Engpässe und deren Ursachen zu identifizieren.
6 Fachkräftebedarfsprognose & Unternehmensstrategien: Bietet Prognosen für die zukünftige Fachkräftelücke und diskutiert konkrete Unternehmensstrategien zur Personalgewinnung.
Fachkräftemangel, Bauwirtschaft, Demografischer Wandel, Job-Polarization, Tertiarisierung, Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe, Arbeitsmarkt, Facharbeiter, Akademisierung, Vakanzzeit, Lohnentwicklung, Subunternehmer, Unternehmensstrategien, Personalrekrutierung.
Die Arbeit untersucht den Fachkräftebedarf im deutschen Bauwesen unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen und aktueller struktureller Herausforderungen.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, die Akademisierung der Gesellschaft, der Einfluss von Digitalisierung sowie die Auswirkungen der staatlichen Politik auf die Bauwirtschaft.
Das primäre Ziel ist die Analyse der Ursachen für einen möglichen Facharbeiter- und Akademikermangel im Bausektor sowie die Ableitung von Zukunftstendenzen.
Es werden empirische Daten ausgewertet, insbesondere Zeitreihen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes, um Engpässe systematisch zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bestandsaufnahme des Arbeitsmarktes, eine Analyse des Strukturwandels der Branche und eine Fachkräftebedarfsanalyse inklusive Prognosen.
Die zentralen Schlagworte sind Fachkräftemangel, Bauwirtschaft, demografischer Wandel, Job-Polarization und Unternehmensstrategien zur Personalbindung.
Die Analyse zeigt, dass der Hochbau aufgrund des Wohnungsbaubooms stärker von Personalengpässen betroffen ist als der Tiefbau, wobei auch hier allmählich flächendeckende Mängel auftreten.
Der Zuzug ausländischer Arbeitskräfte fungiert als wesentliches Instrument, um den demografisch bedingten Rückgang der inländischen Erwerbsbevölkerung abzufedern.
Das negative Image bei jungen Menschen und Bauherren erschwert die Rekrutierung neuer Fachkräfte, weshalb moderne Kommunikationsansätze und eine stärkere Betonung der Innovationskraft erforderlich sind.
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