Examensarbeit, 2004
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung und Ziele der schulischen Integration
3. Schulrechtliche Grundlagen und Entwicklungstendenzen des Gemeinsamen Unterrichts
4. Der „brandenburgische Sonderweg"
5. Zur Gestaltung und Organisation eines „integrativen Schulorganismus"
5.1 Zur Gestaltung einer integrativen Einzelschule
5.2 Zur Organisation von integrativen Schulklassen im Gemeinsamen Unterricht
6. Zur Praxis der Gemeinsamen Unterrichtung und Erziehung an der Praxisschule
6.1 Rahmenbedingungen und Verbreitung des Integrationsgedankens
6.2 Die integrative Schulorganisation
6.3 Gemeinsame Erziehung und Unterrichtung zwischen Ideal und schulischer Realität
6.3.1 Auf der schulischen Ebene
6.3.2 Die Integrationsklassen im Gemeinsamen Unterricht
6.4 Überlegungen zur Weiterentwicklung
7. Schlussgedanken
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenzen und Grenzen der schulischen Integration am Beispiel einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Brandenburg. Dabei steht die praktische Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts (GU) von behinderten und nichtbehinderten Schülern im Fokus, wobei insbesondere die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und schulischer Wirklichkeit beleuchtet wird.
6.3 Gemeinsame Erziehung und Unterrichtung zwischen Ideal und schulischer Realität
Die folgenden Darstellungen beruhen zum einen auf der Auswertung von Fragebögen, die in allen Integrationsklassen und mit den darin arbeitenden Lehrkräften im GU durchgeführt worden. Ferner wurden in drei ausgewählten Integrationsklassen die betreffenden Schüler und deren Eltern befragt. Die Fragebögen konnten zum anderen durch Gespräche, Hospitationsbeobachtungen und eigene Unterrichtserfahrungen ergänzt werden. Methodische Grenzen mussten vor allem durch die geringe Zeit gezogen werden, die zur Verfügung stand und lagen auch im organisatorischen Aufwand, zumal sich zunächst schriftliche Genehmigungen von Seiten der Schulleitung und der Eltern eingeholt werden mussten. Es sei angemerkt, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit, geschweige denn Generalisierung erhoben werden kann, da lediglich über einen kleinen Ausschnitt des integrativen Schul- und Unterrichtslebens reflektiert wird. Es entstand somit eine schulische Momentaufnahme, die eher den 'Daseinszustand' beschreibt als der integrativen Prozessentwicklung an der Praxis-Schule gerecht zu werden vermag.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der schulischen Integration ein und skizziert das Forschungsziel, die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis an einer Ausbildungsschule zu beleuchten.
2. Begriffsbestimmung und Ziele der schulischen Integration: Das Kapitel definiert den Integrationsbegriff als Zusammenleben in einem schulischen Organismus, der Vielfalt anerkennt und Chancengleichheit anstrebt.
3. Schulrechtliche Grundlagen und Entwicklungstendenzen des Gemeinsamen Unterrichts: Hier wird der historische Prozess der Integration in Deutschland sowie die Rolle der KMK-Empfehlungen und des Grundgesetzes für die rechtliche Absicherung diskutiert.
4. Der „brandenburgische Sonderweg": Der Text beleuchtet die Vorreiterrolle Brandenburgs nach der Wende bei der Implementierung des Gemeinsamen Unterrichts in allgemeinen Schulen.
5. Zur Gestaltung und Organisation eines „integrativen Schulorganismus": Dieses Kapitel widmet sich den notwendigen Voraussetzungen auf Schul- und Klassenebene, um Integration erfolgreich zu gestalten.
6. Zur Praxis der Gemeinsamen Unterrichtung und Erziehung an der Praxisschule: Dies ist der Hauptteil, der basierend auf einer Fallstudie die tatsächlichen Rahmenbedingungen, die Organisation und die täglichen Herausforderungen der Integration reflektiert.
7. Schlussgedanken: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Integration trotz systemimmanenter Hürden ein essenzielles, gesellschaftliches Ziel bleibt.
Schulische Integration, Gemeinsamer Unterricht, GU, Inklusion, Brandenburg, sonderpädagogischer Förderbedarf, Regelschule, Nachteilsausgleich, Schulentwicklung, Förderdiagnostik, Schulorganisation, Heterogenität, Chancengleichheit, Integrationspädagogik, Behindertenpädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der schulischen Integration von behinderten und nichtbehinderten Schülern in Form des Gemeinsamen Unterrichts (GU) an einer Gesamtschule.
Zentrale Felder sind die rechtlichen Grundlagen in Brandenburg, die organisatorische Gestaltung von Integrationsklassen sowie die pädagogische Praxis und deren Herausforderungen im Schulalltag.
Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen dem ideellen Anspruch an eine inklusive Schule und der alltäglichen schulischen Realität kritisch aufzuzeigen.
Es wurde eine praxisnahe Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung von Fragebögen bei Lehrern, Schülern und Eltern, auf Hospitationsbeobachtungen sowie auf Experteninterviews basiert.
Der Hauptteil analysiert die konkreten Rahmenbedingungen und Umsetzungsprozesse an der Friedrich-Wilhelm-von-Praxis-Gesamtschule, inklusive der Integrationssport-Angebote und der kollegialen Zusammenarbeit.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Gemeinsamer Unterricht (GU), Inklusion, sonderpädagogischer Förderbedarf, Nachteilsausgleich und Schulentwicklung.
Diese Stellen sind essenziell für die Organisation, da sie nicht nur bei der Diagnose unterstützen, sondern auch entscheidend an der Verteilung von Ressourcen und Fortbildungen beteiligt sind.
Die Lehrkräfte stehen dem GU grundsätzlich positiv gegenüber, berichten jedoch von hoher zeitlicher Belastung durch Vorbereitung und Nachteilsausgleich sowie von einem hohen Bedarf an fachlicher Fortbildung.
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