Bachelorarbeit, 2012
53 Seiten, Note: 1,3
1 Theoretischer Hintergrund
1.1 Definition von Migration
1.2 Migranten in Deutschland
1.3 Definition von Kultur
1.4 Akkulturation
1.5 Migration und Gesundheit
1.6 Migration und psychische Gesundheit
1.7. Gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund
1.7.1 Inanspruchnahme des gesundheitlichen Systems
1.7.2. Barrieren der Gesundheitlichen Versorgung
2 Ziele der Studie und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Fragebogen
3.3 Durchführung und Verlauf
3.4 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Soziodemographische Daten
4.2 Item-Analyse
4.3 Explorative Faktorenanalyse
4.3.1 Hauptkomponenenten Analyse
4.3.2 Beschreibung der Faktoren
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Barrieren der Behandlung bzw. Therapie mit Migranten
5.1.2 Erfolg und Zufriedenheit mit der Behandlung bzw. Therapie mit Migranten
5.2 Zusammenfassung
5.2.1 Limitation der Studie
5.2.2 Ausblick und Implikation für den Klinischen Alltag
Die Arbeit verfolgt einen explorativen Ansatz, um einen aktuellen Eindruck über psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu gewinnen. Dabei stehen der Behandlungserfolg, die Patientenzufriedenheit, Barrieren in der Versorgung sowie die Erwartungen und Unsicherheiten der behandelnden Fachkräfte im Zentrum der Forschungsfrage.
1.6 Migration und psychische Gesundheit
Migration kann sich demnach negativ auf die psychische Gesundheit auswirken und stellt einen allgemeinen Risikofaktor auch für psychische Störungen dar (Bhugra, 2004, Haasen, Levit, Gelbert, Foroutan, Norovjav, Sinaa & Demiralay, 2007). Akkulturativer Stress wird bei der Erklärung psychischer Belastung bei Menschen mit Migrationshintergrund von vielen Autoren als ein proximaler Faktor der Akkulturation gesehen, weil es Stress während des Akkulturationsprozesses induziert (Hwang & Ting, 2008).
Perez, Voelz, Pettit und Joiner (2002) haben einen Zusammenhang zwischen hohem empfundenem akkulturativem Stress bei Frauen und ihrer Unzufriedenheit mit dem Körper und der Bulimie-Symptomatik festgestellt. Andere Autoren wiederum unterstreichen eher die Bedeutung der soziokulturellen Anpassung im Zuge der Akkulturation. Sie sehen diese eher lediglich als Risiko, anstatt als direkten Indikator für psychische Belastung. Zudem betonen sie die Wichtigkeit der wahrgenommenen Selbstwirksamkeit der eigenen Fähigkeiten und die Absicht sich die neue Kultur anzueignen (Ellery, Y.Wu, Winnie & Mak, 2012).
Laut Masgoret und Ward (2006) kann eine erfolgreiche soziokulturelle Anpassung den akkulturativen Stress reduzieren. Doch ist es nicht für Jeden möglich, sich an die neue Kultur zu gewöhnen und anzupassen. Es gibt große individuelle Unterschiede in der psychologischen Akkulturation (Sam & Berry, 2006), auch unter den Personen, die eine gleiche kulturelle Herkunft haben (Nauck, 2008). Was zu unterschiedlichen Auswirkungen auf die Gesundheit führen kann. Besonders die Akkulturationsstrategie „Individualismus“ führt zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit (Berry, 1997,2005. Die Integration wiederum führt kaum oder gar nicht zu psychischen oder gesundheitlichen Problemen (Bhui et al, 2005, Narang & Bhadha, 2002, Koneru, de Mamani, Flynn & Betancourt, 2007). Sie ist somit die einzige erfolgreiche Form der Akkulturation (Haasen et al., 2007).
1 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Migration, Kultur und Akkulturation und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Migrationserfahrung, Gesundheit und psychischer Belastung.
2 Ziele der Studie und Hypothesen: Hier werden das Forschungsziel der Bestandsaufnahme und die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Behandlungserfolg und bestehender Barrieren definiert.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das explorative Forschungsdesign, die Erhebung mittels Online-Fragebogen sowie die statistische Auswertungsmethode der Daten.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse liefern deskriptive soziodemographische Daten zur Stichprobe und zeigen mittels Faktorenanalyse die zentralen Dimensionen der therapeutischen Versorgung auf.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die Befunde interpretiert, Barrieren kritisch beleuchtet und Implikationen für den klinischen Alltag sowie für zukünftige Studien abgeleitet.
Migration, Psychotherapie, Psychiatrie, Migrationshintergrund, Akkulturation, psychische Störungen, interkulturelle Kompetenz, Gesundheitsversorgung, Barrieren, Patientenzufriedenheit, Behandlungsverlauf, Kultursensitivität, Therapeut-Patient-Beziehung, Diagnostik, psychologische Belastung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität und dem Verlauf psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland aus der Perspektive der behandelnden Fachkräfte.
Die zentralen Felder umfassen den wahrgenommenen Erfolg der Therapie, die Patientenzufriedenheit, auftretende Versorgungsbarrieren sowie die interkulturellen Kompetenzen und Unsicherheiten der Behandelnden.
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der therapeutischen Situation für Migranten, um Unterschiede in der Behandlung im Vergleich zu deutschen Patienten aufzudecken und bisher wenig erforschte Erwartungen und Befangenheiten der Therapeuten zu beleuchten.
Es handelt sich um eine explorative Onlinebefragung von 252 Ärzten, Psychologen und Therapeuten, deren Daten mittels statistischer Verfahren (Einstichproben-t-Tests und explorative Faktorenanalyse) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zur Migration, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive Ergebnisdarstellung sowie die faktorenanalytische Aufbereitung der Daten.
Wesentliche Begriffe sind Migration, Psychotherapie, Kultursensitivität, Akkulturation, interkulturelle Kompetenz, Behandlungsbarrieren und Patientenzufriedenheit.
Die Studie zeigt signifikant auf, dass ein Großteil der Befragten Unsicherheiten bei der Betreuung von Migranten verspürt, was teilweise dazu führt, dass diese Patienten eher pharmakologisch statt psychotherapeutisch behandelt werden.
Das Geschlecht des Behandelnden sowie des Patienten wird von den Teilnehmern als relevante Barriere eingestuft, insbesondere im Kontext muslimischer oder stark religiöser Patienten.
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