Bachelorarbeit, 2018
38 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Korpora und Methode
2.1 Dortmunder Chat-Korpus
2.1.1 Plauderchats
2.1.2 Professionelle Chats
2.1.3 Audio- und Videochats, Instant Messaging
2.2 Deutsches Referenzkorpus
3 Exemplarische Analyse der Verwendung von Modalverben in Chats und Zeitungen
3.1 Dürfen
3.1.1 Plauderchats
3.1.2 Professionelle Chats
3.1.3 Zeitungsartikel
3.2 Können
3.2.1 Plauderchats
3.2.2 Professionelle Chats
3.2.3 Zeitungsartikel
3.3 Mögen/Möchte(n)
3.4 Müssen
3.4.1 Plauderchats
3.4.2 Professionelle Chats
3.4.3 Zeitungsartikel
3.5 Sollen
3.5.1 Plauderchats
3.5.2 Professionelle Chats
3.6 Wollen
3.6.1 Plauderchats
3.6.2 Professionelle Chats
4 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf Basis korpuslinguistischer Analysen, inwieweit die Sprache in deutschsprachigen Zeitungen durch die spezifischen linguistischen Besonderheiten beeinflusst wird, die in Internet-Chats auftreten. Als Untersuchungsgrundlage dient dabei die syntaktische Struktur der Verwendung von Modalverben.
3.1 Dürfen
Als „charakteristisch“ (Wöllstein 2016, 570) und „prototypisch“ (Albert 2016, 71) gilt die Verwendung von dürfen (und allen anderen Modalverben) mit einem reinen Infinitiv:
Asylbewerber dürfen arbeiten, wenn für den Job, den sie machen sollen, keine anderen Arbeitskräfte gefunden werden (Message Nr. 336 aus Dokument 2103003_Sabine_Christiansen_userchat_29-09-2002.xml)
Die Konstruktion dürfen plus Nominalphrase ist standardkonform, sofern es sich um eine Pronominalisierung einer Verbalphrase handelt (vgl. Albert 2013, 86):
A: *zunge von [B] einfang und chilipulver draufstreu *fg*
B: scharfes vertrag ich net
C: [A] darf das heut [B] (Messages Nr. 794 – 800 aus Dokument 2221004_unicum_19-02-2003.xml) 11
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung von Chatsprache und definiert die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise anhand der Modalverben.
2 Korpora und Methode: Dieses Kapitel stellt die verwendeten Datenquellen, das Dortmunder Chat-Korpus und das Deutsche Referenzkorpus, vor und beschreibt die Suchparameter sowie die methodische Herangehensweise an die linguistische Analyse.
3 Exemplarische Analyse der Verwendung von Modalverben in Chats und Zeitungen: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung der sechs Modalverben (dürfen, können, mögen/möchte(n), müssen, sollen, wollen) in unterschiedlichen Chat-Kontexten und Zeitungstexten.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der korpusbasierten Analyse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich des Einflusses der Chatsprache auf die Sprache in deutschsprachigen Zeitungen.
Modalverben, Chatsprache, Korpuslinguistik, Dortmunder Chat-Korpus, Deutsches Referenzkorpus, syntaktische Struktur, Sprachwandel, Internet-Kommunikation, Plauderchats, professionelle Chats, Zeitungssprache, Ellipsen, Analepse, Adjazenzellipse, Idiomatische Konstruktionen
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit linguistische Besonderheiten der Chatsprache Einfluss auf die Sprache in deutschsprachigen Zeitungen nehmen.
Die zentralen Themen sind die korpuslinguistische Untersuchung von Modalverben, der Vergleich zwischen informeller Chat-Kommunikation und geschriebener Zeitungssprache sowie die Identifikation von chattypischen sprachlichen Auffälligkeiten.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich die syntaktische Struktur von Modalverb-Verwendungen aus dem Chat-Bereich in Zeitungstexte übertragen lässt.
Es handelt sich um eine korpusbasierte Analyse, bei der Daten aus dem Dortmunder Chat-Korpus und dem Deutschen Referenzkorpus systematisch ausgewertet werden.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte, einzelsprachliche Betrachtung der Modalverben dürfen, können, mögen/möchte(n), müssen, sollen und wollen, unterteilt in die jeweiligen Korpora.
Wichtige Begriffe sind Modalverben, Chatsprache, Korpuslinguistik, Ellipsen, syntaktische Struktur und Sprachvergleich.
Im Vergleich zum Chat-Korpus treten im Zeitungsbereich nur wenige auffällige Belege auf, wobei die innovative Verwendung mit Adjektivphrase aus dem Chat dort nicht in vergleichbarem Maße feststellbar ist.
Die Arbeit unterscheidet zwischen Plauderchats (Freizeitkontext) und professionellen Chats (zweckgebundene Kommunikation wie Beratung oder Lernen).
Die Autorin folgt einer handlungstheoretischen Auffassung, nach der Äußerungen als vollständig gelten, solange sie für den Rezipienten verständlich sind, und verzichtet daher weitgehend auf den weiten Ellipsenbegriff.
Das Fazit kommt zu dem Ergebnis, dass die Sprache in deutschsprachigen Zeitungen nicht signifikant durch die in Chats auftretenden linguistischen Besonderheiten hinsichtlich der Modalverwendung beeinflusst wird.
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