Fachbuch, 2019
86 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen und Begriffsabgrenzung
2.1 Einkauf, Beschaffung oder Supply Management?
2.2 KMU
2.3 Industrie
3 Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie und KMU
3.1 Industrie und KMU
3.2 KMU und Einkauf
3.3 Einkauf und Industrie
3.4 Zwischenfazit: Einkauf bei KMU
4 Digitale Transformation des Einkaufs bei KMU
4.1 Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für den Einkauf
4.2 Szenarien für den Einkauf
4.3 Reifegradmodell
5 Handlungsempfehlungen
6 Fazit und Ausblick
7 Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkmechanismen von Industrie 4.0 im Kontext von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie der Einkaufsfunktion. Ziel ist es, durch die Entwicklung eines Reifegradmodells Handlungsempfehlungen für die digitale Transformation des Einkaufs in KMU abzuleiten, um diese Unternehmen in einem komplexen Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken bei der notwendigen digitalen Neuausrichtung zu unterstützen.
3.1.2 Chancen und Risiken von Industrie bei KMU
Industrie 4.0 ist grundsätzlich durch eine neue Art der Vernetzung über das Internet und durch die Verbindung zwischen der physischen und virtuellen Welt mittels Cyber-Physischen-Systeme (CPS) gekennzeichnet. Durch diese neue Qualität der Automatisierung und IuK-Technologie gehen sowohl Chancen als auch Risiken einher (Vgl. Kagermann, H. (2016), S. 235).
Für die Identifikation der Chancen von Industrie 4.0 ist das Lean-Management, also die Optimierung und Verschlankung von Prozessen, hilfreich. Denn die durch die Vernetzung generierten Daten eröffnen in diesem Zusammenhang viele Optimierungsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette (Vgl. Porter, M. & Heppelmann, J. (2015), S. 71). Somit bietet Industrie 4.0 viele Möglichkeiten für KMU, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dabei lassen sich die folgenden Chancen identifizieren (Vgl. im Folgenden BMWi (2015), S. 71; Kagermann, H. (2016), S. 339; Jodlbauer, H. & Straßer, S. (2016), S. 125):
1 Einleitung: Vorstellung des Themenkomplexes Industrie 4.0 und der Relevanz einer gesonderten Betrachtung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Bereich der Einkaufsfunktion.
2 Theoretische Grundlagen und Begriffsabgrenzung: Definition der zentralen Begriffe Einkauf, KMU und Industrie 4.0 sowie Abgrenzung der verschiedenen Aufgabenbereiche und Zielsetzungen.
3 Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie und KMU: Analyse der Interdependenzen zwischen KMU, Industrie 4.0 und Einkauf unter Verwendung der Metapher eines Spannungsfeldes, welches den Rahmen für die weiteren Ausführungen bildet.
4 Digitale Transformation des Einkaufs bei KMU: Untersuchung der Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation sowie Szenarienbetrachtung und Entwicklung eines spezifischen Reifegradmodells.
5 Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Maßnahmen für Entscheidungsträger in KMU zur erfolgreichen Gestaltung des digitalen Wandels im Einkauf.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen bezüglich der notwendigen Entwicklung des Einkaufs zum Einkauf 4.0.
7 Anhang: Ergänzende Dokumentationen wie branchenbezogene Daten, Lebenszyklusmodelle und Klassifizierungen des Beschaffungsportfolios.
Industrie 4.0, Einkauf 4.0, KMU, Digitale Transformation, Beschaffungsmanagement, Supply Management, Prozessoptimierung, Reifegradmodell, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfungskette, E-Procurement, Strategischer Einkauf, Innovationsmanagement, Lieferantenmanagement, KMU-Spezifika
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den Einkauf in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und wie diese Unternehmen die digitale Transformation meistern können.
Die zentralen Themen sind die digitale Vernetzung, das Supply Management in KMU, die strategische Bedeutung des Einkaufs und die Herausforderungen der Digitalisierung.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Reifegradmodells zur Bestimmung des Digitalisierungsgrades des Einkaufs in KMU, um daraus gezielte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, der Erstellung eines Spannungsfeld-Modells und der Entwicklung eines strukturierten Reifegradmodells auf Basis bestehender Ansätze.
Der Hauptteil analysiert die Spannungsfelder zwischen Einkauf, Industrie und KMU, erarbeitet Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation und skizziert Zukunftsszenarien.
Schlüsselwörter sind Industrie 4.0, Einkauf 4.0, KMU, digitale Transformation, Beschaffungsmanagement, Wertschöpfungskette und Reifegradmodell.
Während eProcurement-Systeme meist operativ unterstützen und im Vernetzungsgrad begrenzt sind, ermöglicht der Ansatz Einkauf 4.0 eine autonome Aufgabenerledigung in Echtzeit.
Es bietet KMU eine notwendige Orientierungshilfe, um ihre spezifische Ausgangslage in der Digitalisierung zu bestimmen und gezielte, ressourcenschonende Maßnahmen zu planen.
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