Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 2,6
1. Einleitung
2. Einführung in den Rettungsdienst und die Novellierung des RettAssG zum NotSanG
2.1 Das Notfallsanitätergesetz
3. Handlungskompetenz an der Realität des Rettungsdienstes orientiert
3.1 Die Handlungskompetenz im Kontext des Rettungsdienstes
4. Aktuelle Inhalte der Berufsausbildung zweier Bundesländer
5. Von der Berufsausbildung zur Forschungsarbeit
6. Forschungsdesign
6.1 Auswertung der Befragung und Darstellung der Ergebnisse
7. Diskussion und Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob der Einsatz von Auszubildenden zum Notfallsanitäter als zweites Besatzungsmitglied auf dem Rettungswagen einen positiven Einfluss auf ihre Handlungskompetenzentwicklung hat, indem sie die Ansätze in den Bundesländern Brandenburg und Schleswig-Holstein vergleicht.
3.1 Die Handlungskompetenz im Kontext des Rettungsdienstes
Der Begriff „Handlungskompetenz“ steht für sich. Es geht um Handlungsfähigkeit. Der Notfallsanitäter und auch alle anderen Berufsgruppen müssen in irgendeiner Art und Weise in ihren Arbeitsprozessen handlungsfähig sein. Im Berufsfeld des Notfallsanitäters ist die Handlungsfähigkeit neben den kognitiven Ansprüchen aufgrund von komplexen Einsatzsituationen auch an haptische Bedingungen gebunden. Beispielsweise ist das Legen eines intravenösen Zuganges an einem Phantom mit idealen Voraussetzungen sehr leicht im Gegensatz zu einem realen menschlichen Arm, der womöglich noch verschwitzt oder gar verbrannt ist. Allein dieses Beispiel zeigt, dass die oben genannte Theoriebeschreibung von Fertigkeiten und Fähigkeiten in Form von Kompetenzen wichtig ist und eigentlich das Output der Berufsausbildung vorgibt und damit auch als Indikatoren zur Erstellung eines Curriculums dienen kann sowie positiv zu curricularer Arbeit beiträgt.
Ein wesentlicher Faktor bei der Kompetenzentwicklung ist die Handlung selbst (Bauer, 2010). Sie ist neben den kognitiven Bestrebungen, das beobachtbare Handeln und Verhalten und die Haupttätigkeit, die den Arbeitsprozess beeinflusst. Erst wenn der Notfallsanitäter fühlen kann, dass die Nadel, unter seinem Finger durch die Vene läuft, kann er sich fast sicher sein, dass er die Vene auf der er seinen Finger gelegt hat und auf die er gezielt hat, auch getroffen hat. „Handeln lernt man also, entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil, nicht in der Reihenfolge Lernen – Handeln, sondern genau umgekehrt in der Reihenfolge Handeln – Lernen, wobei „Lernen“ hier heißt, diese Handlung dauerhaft und richtig ausführen zu können.“ (Bauer, 2010, S. 33). Es heißt aber auch nicht, den Auszubildenden ins kalte Wasser zu stoßen. Der theoretische Ansatz darf in der oben genannten Situation nicht fehlen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entwicklung der Rettungsdienstausbildung vom Rettungssanitäter zum Notfallsanitäter ein und skizziert die Problemstellung der Handlungskompetenzentwicklung.
2. Einführung in den Rettungsdienst und die Novellierung des RettAssG zum NotSanG: Dieses Kapitel erläutert den gesetzlichen Rahmen, insbesondere den Übergang vom RettAssG zum NotSanG und die zentralen Ausbildungsziele.
3. Handlungskompetenz an der Realität des Rettungsdienstes orientiert: Der Abschnitt definiert den Begriff der Kompetenz sowie Handlungskompetenz und setzt diese in den Kontext der rettungsdienstlichen Anforderungen.
4. Aktuelle Inhalte der Berufsausbildung zweier Bundesländer: Hier erfolgt eine Analyse der Lehrpläne und Ausbildungspraxis in Brandenburg und Schleswig-Holstein.
5. Von der Berufsausbildung zur Forschungsarbeit: Dieses Kapitel beschreibt den Anlass für die Forschungsarbeit und den Werdegang der Fragestellung vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ausbildungsbedingungen.
6. Forschungsdesign: Hier wird die Methodik der empirischen Datenerhebung mittels Fragebogen sowie die Konzeption des Forschungsdesigns dargelegt.
7. Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel wertet die Ergebnisse der Befragung kritisch aus, zieht ein Fazit zur Handlungskompetenzentwicklung und gibt einen Ausblick.
Notfallsanitäter, Rettungsdienst, Handlungskompetenz, Berufsausbildung, NotSanG, Ausbildung, Praxisanleiter, Rettungsassistent, Kompetenzentwicklung, Rettungswagen, Empirische Untersuchung, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Handlungsorientierung, Arbeitsprozess.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Handlungskompetenz bei Auszubildenden zum Notfallsanitäter unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzes als zweites Besatzungsmitglied auf dem Rettungswagen.
Die Arbeit thematisiert die gesetzlichen Grundlagen der Notfallsanitäterausbildung, den Begriff der Handlungskompetenz, die Bedeutung arbeitsprozessorientierten Lernens und vergleicht Ausbildungspraktiken in zwei Bundesländern.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob der frühzeitige Einsatz von Auszubildenden als zweites Besatzungsmitglied einen positiven Einfluss auf die Entwicklung ihrer Handlungskompetenz hat.
Der Autor führt eine quantitative, empirische Studie durch, bei der 164 Auszubildende aus Brandenburg und Schleswig-Holstein mittels eines standardisierten Fragebogens befragt wurden.
Der Hauptteil behandelt die gesetzlichen Rahmenbedingungen (NotSanG), die theoretische Herleitung von Handlungskompetenz, den Vergleich der regionalen Ausbildungskonzepte sowie die Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten.
Zentrale Begriffe sind Handlungskompetenz, Notfallsanitäter, Berufsausbildung, Rettungsdienst, Handlungsorientierung und Kompetenzentwicklung.
Dieser Einsatz ermöglicht es Auszubildenden, in realen Arbeitsprozessen Verantwortung zu übernehmen, was laut der in der Arbeit zitierten Theorie von Bauer das effektivste Lernen in dieser Profession darstellt.
In Schleswig-Holstein ist der Einsatz als zweites Besatzungsmitglied bereits curricular und rechtlich expliziter verankert, während in Brandenburg diesbezüglich Unsicherheiten bestehen und der Einsatz teilweise restriktiver gehandhabt wird.
Der Autor warnt davor, Auszubildende zu früh unvorbereitet in die volle Verantwortung zu entlassen, betont aber, dass eine geschützte Begleitung als zweites Besatzungsmitglied die Handlungskompetenz fördern kann.
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