Masterarbeit, 2016
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Ansätze der Intertextualität
2.1. Theorien der Intertextualität: Stand der Forschung
2.2 Intertextualität und Markierung
2.3 Funktionen der Intertextualität
3. Michael Ende und seine Werke: Grundzüge des literarischen Schaffens
3.1. Lebensweg, Stationen im Schaffen und Weltsicht von Michael Ende
3.2. Besonderheiten des Stils von Michael Ende
3.3. Das Schaffen von Michael Ende als Objekt der philologischen Untersuchungen
4. Systemreferenzielle Intertextualität in Michael Endes Märchen-Roman Momo
4.1. Das Gattungsmodell des romantischen Kunstmärchens
4.2. Wiederkehr der Romantik im Märchen-Roman von Michael Ende Momo
5. Einzeltextreferenzen im Roman von Michael Ende Die unendliche Geschichte
5.1. Intertextualität in Die unendliche Geschichte als Grundprinzip des Romanaufbaus
5.2. Bastians Weg nach Phantásien: literarische Quellen im ersten Teil des Romans
5.3. Bastians Reise in Phantásien: literarische Quellen im zweiten Teil des Romans
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
7.1. Literarische Primärtexte
7.2. Sekundärliteratur
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle und Ausgestaltung der Intertextualität in den Werken von Michael Ende, um aufzuzeigen, wie diese das Verständnis seiner Weltsicht und seine erzählerische Komposition prägen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifizierung von intertextuellen Bezügen, deren Markierungsformen und den Funktionen, die sie für die Sinnkonstitution der untersuchten Texte erfüllen.
3.2. Besonderheiten des Stils von Michael Ende
Nachdem der Lebensweg, Stationen im Schaffen und die Weltsicht von Michael Ende analysiert wurden, ist es sinnvoll, auch stilistische Besonderheiten von Endes Werken zu beschreiben. Im Brief an einen Welterklärer hat Michael Ende geschrieben: „Die ganze Schöpfung besteht ja aus verkörperten Gestalt-Ideen.“ (Ende 1994g: 308) Solche Verkörperung kommt durch die vom Autor verwendeten sprachlichen Mittel zustande, deren Gesamtheit seinen individuellen sprachlichen Stil ausmacht.
Der individuelle Stil des Schriftstellers ist sowohl von extralinguistischen Faktoren (das Zeitalter und die soziale Umgebung, in denen der Dichter lebt, seine Weltanschauung, Bildungsniveau, Erziehung, Religion usw.) als auch von der literarischen Gattung seiner Werke bedingt. Alle Werke von Michael Ende, unabhängig davon, ob diese Kinderbücher, Theaterstücke oder surrealistische Erzählungen sind, sind sie dem Bereich der phantastischen Literatur zuzuordnen. So besitzen seine Werke solche von Tzvetan Todorov (Todorov 1972: 108) vorgeschlagenen Eigenschaften des phantastischen Genres wie: Existenz übernatürlicher Wesen/Pan-Determinismus, Vervielfältigung der Persönlichkeit/Doppelgänger-Motiv, die Durchbrechung der Grenze zwischen Subjekt und Objekt/Metamorphose, Transformation von Zeit und Raum.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Rezeption von Michael Endes Schaffen ein, thematisiert seine Abkehr von der klassischen Genre-Einteilung und formuliert die Zielsetzung der Arbeit zur Erforschung intertextueller Bezüge.
2. Theoretische Ansätze der Intertextualität: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen theoretischen Grundlagen der Intertextualitätsforschung, von den Anfängen bei Kristeva bis hin zu spezifischen Markierungs- und Funktionstypologien von Helbig und Schulte-Middelich.
3. Michael Ende und seine Werke: Grundzüge des literarischen Schaffens: Hier wird der biographische und künstlerische Hintergrund von Michael Ende beleuchtet, einschließlich seiner stilistischen Eigenheiten, seiner Symbolwelt sowie des wissenschaftlichen Diskurses über sein Werk.
4. Systemreferenzielle Intertextualität in Michael Endes Märchen-Roman Momo: Dieses Kapitel untersucht, wie Michael Ende in Momo durch den Bezug auf das Gattungsmodell des romantischen Kunstmärchens eine Systemreferenz etabliert und diese kreativ variiert.
5. Einzeltextreferenzen im Roman von Michael Ende Die unendliche Geschichte: Die Analyse konzentriert sich hier auf konkrete Einzeltextreferenzen, wie etwa auf Novalis, die Bibel oder Borges, und deren Funktion bei der Strukturierung des Romans.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bestätigt, dass die Intertextualität ein zentrales und durchgängiges Gestaltungsprinzip in Michael Endes gesamtem literarischen Werk darstellt.
7. Literaturverzeichnis: Dies umfasst die vollständige Auflistung der verwendeten literarischen Primärtexte sowie der herangezogenen Sekundärliteratur.
Intertextualität, Michael Ende, Systemreferenz, Einzeltextreferenz, Romantik, Phantastik, Die unendliche Geschichte, Momo, Narratologie, Literaturtheorie, Markierung, Symbolik, Genre, Postmoderne, Erzählstruktur.
Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse von Intertextualität in den Werken von Michael Ende, insbesondere in den Romanen Momo und Die unendliche Geschichte.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung intertextueller Bezüge (Einzeltext- vs. Systemreferenz), die Untersuchung von Markierungsformen und die Aufdeckung der Funktionen, die diese Bezüge für die Sinnkonstitution der Texte haben.
Ziel ist es, die intertextuelle Arbeitsweise von Michael Ende systematisch zu erfassen und nachzuweisen, wie durch diese Bezüge seine komplexe, labyrinthische Textstruktur und seine spezifische Weltsicht vermittelt werden.
Die Untersuchung stützt sich primär auf die Markierungstheorie von Jörg Helbig sowie auf die Typologien von Broich, Pfister und Schulte-Middelich zur intertextuellen Textkonstitution.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Untersuchung der Systemreferenz zur Romantik in Momo und eine detaillierte Analyse der Einzeltextreferenzen in Die unendliche Geschichte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Intertextualität, Systemreferenz, Romantik, Intermedialität, Narratologie und das Konzept der poetischen Landschaft.
Die Autorin arbeitet heraus, dass Ende sich explizit in die Tradition der Romantiker stellt und durch die Wiederkehr romantischer Motive und Gattungsmodelle eine Kritik an der modernen "Zivilisationswüste" übt.
Es dient als architektonisches Prinzip, das die Grenzen zwischen der fiktiven Welt Phantásiens und der realen Welt des Lesers Bastian aufhebt und das Werk als "absolutes Buch" im romantischen Sinne inszeniert.
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