Masterarbeit, 2018
74 Seiten
1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Zivilrechtliche Rahmenbedingungen von Lebensversicherungen
2.1 Parteien des Lebensversicherungsvertrages
2.1.1 Versicherungsnehmer
2.1.2 Versicherte Person
2.1.3 Begünstigter
2.1.3.1 Kreis der Begünstigten
2.1.3.2 Widerrufliches und unwiderrufliches Bezugsrecht
3 Versicherung im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG
3.1 Steuerrechtliche Anerkennung
3.2 Vermögensverwaltender Versicherungsvertrag nach deutschem Steuerrecht
4 Immobilieninvestition mittels vermögensverwaltenden Lebensversicherungsvertrag
4.1 Steuerrechtliche Folgen auf Ebene des Versicherungsnehmers
4.1.1 Bei Vertragsabschluss
4.1.2 Während der Laufzeit des Vertrages
4.1.3 Übertragung von Gesellschaftsanteilen als Versicherungsprämie
4.1.3.1 Grunderwerbsteuer bei Übertragung von Gesellschaftsanteilen von Immobiliengesellschaften als Versicherungsprämie
4.1.3.2 Umsatzsteuerliche Aspekte um Zusammenhang mit der Übertagung von Gesellschaftsanteilen auf einen Versicherungsvertrag
4.1.3.3 Gewerbesteuerliche Aspekte im Zusammenhang mit der Übertragung von Gesellschaftsanteilen auf einen Versicherungsvertrag
4.2 Aufdeckung stiller Reserven
4.3 Lebzeitige Übertragung des Versicherungsvertrages
4.4 Übertragung eines Versicherungsvertrages durch Erwerb von Todes wegen
4.4.1 Übertragung eines Versicherungsvertrages durch Verkauf
4.4.2 Verkauf eines steuerlich intransparenten Versicherungsvertrags
4.4.3 Verkauf eines vermögensverwaltenden Versicherungsvertrags
4.5 Beendigung des Versicherungsvertrags durch Laufzeitende
5 Vermögensverwaltender Versicherungsvertrag im Erbschaftssteuerrecht
5.1 Vertrag zu Gunsten Dritter
5.2 Grunderwerbsteuer bei Vertrag zu Gunsten Dritter
5.3 Einräumen einer Bezugsberechtigung
5.3.1 Die widerrufliche Begünstigung
5.3.2 Die unwiderrufliche Begünstigung
5.3.3 Exkurs Ertragssteuer:
6 Wegzugsbesteuerung bei einem vermögensverwaltenden Lebensversicherungsvertrag
6.1 Verlust des inländischen Besteuerungsrechts
6.2 Veräußerungsfiktion
6.3 Rechtsfolge
6.4 Nichtfestsetzung im Verhältnis zu EU/EWR
7 Versicherungsgesellschaft in Liechtenstein
7.1 Besteuerung der Versicherungsgesellschaft in Liechtenstein
7.2 Rechnungslegung
8 Steuerrechtliche Folgen auf Ebene der Immobiliengesellschaft
8.1 Erwerb der Immobilie
8.2 Grunderwerbsteuer
8.3 Steuerbarkeit einer Grundstückslieferung
8.4 Laufende Besteuerung in Deutschland
8.5 Inländische Einkünfte
8.6 Ermittlung des Gewinns für gewerbesteuerliche Zwecke
8.6.1 Erweiterte Kürzung für Immobilienunternehmen
8.6.2 Wahlrecht zwischen pauschaler und erweiterter Kürzung
8.6.3 Ausschließlichkeit
8.6.4 Eigener Grundbesitz
8.6.5 Verwalten und Nutzen eigenen Grundbesitzes
8.6.6 Gewerbesteuerpflicht der österreichischen Kapitalgesellschaft in Deutschland
8.6.7 Betriebsstätteneigenschaft der Immobilie
8.6.8 Geschäftsleitungsbetriebsstätte
8.7 Steuerliche Folgen bei Veräußerung der Immobilie
8.7.1 Gewerbesteuer
8.7.2 Körperschaftssteuer
8.7.3 Umsatzsteuer bei Veräußerung der Immobilie
8.8 Abkommensrechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit Einkünften der Immobiliengesellschaft
8.9 Exkurs Österreich
8.9.1 Ermittlung der Auslandseinkünfte
8.9.2 Steuerpflicht der Versicherung in Österreich
9 Abkommensrechtliche Fragestellungen vermögensverwaltenden Versicherungsverträgen
9.1 Lösungsansätze nach OECD-Partnership-Report
9.2 Vermögensverwaltender Versicherungsvertrag im Abkommensrecht
9.3 Steuerpflicht der Versicherung in Österreich
9.4 Abkommensrechtliches Besteuerungsrecht
9.5 EU-Dividenden nach der Mutter-Tochter-Richtlinie
10 Grenzüberschreitende Vermögensübertragungen Deutschland – Österreich
10.1 Steuerpflicht für Vermögensübertragungen von und nach Österreich
10.2 Steuerpflicht österreichischer Erwerber für deutsches Inlandsvermögen
11 Deutscher Erblasser mit Ansässigkeit in Österreich
11.1 Unbeschränkte Steuerpflicht des Erblassers
11.2 Unbeschränkte Steuerpflicht des Erwerbers
11.3 Beschränkte Erbschaftssteuerpflicht
11.4 Erweitert beschränkte Steuerpflicht
12 Steuerliche Besonderheiten eines vermögensverwaltenden Versicherungsvertrages
Die vorliegende Masterthesis analysiert, ob und inwiefern sich ein vermögensverwaltender Lebensversicherungsvertrag als Gestaltungsinstrument der Vermögensnachfolge in Deutschland eignet. Dabei steht die Untersuchung der steuerlichen Behandlung im Fokus, insbesondere im Hinblick auf die Übertragung von Gesellschaftsanteilen auf einen ausländischen Versicherungsvertrag unter Berücksichtigung sowohl nationaler als auch grenzüberschreitender steuerrechtlicher Fragestellungen.
4.1.3 Übertragung von Gesellschaftsanteilen als Versicherungsprämie
Sofern Anteile an einer bereits bestehenden Kapitalgesellschaft als sogenannte „Sachprämie“ für einen Versicherungsvertrag dienen sollen, sind analog eines Veräußerungsvorgangs, nachfolgende steuerrechtliche Themenbereiche zu beachten. Bei der Verwendung von Anteilen an einer bestehenden Kapitalgesellschaft als Sachprämie für einen vermögensverwaltenden Versicherungsvertrag, kommt es zivilrechtlich zu einem Eigentümerwechsel. Nach der Übertragung der Anteile auf die Versicherung, wird diese als neue Gesellschafterin im Handelsregister eingetragen. Dieser Eigentümerwechsel, kann insbesondere bei einer sogenannten „Immobiliengesellschaft“ grunderwerbsteuerliche Folgen haben, auf die nachfolgend eingegangen wird.
1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Bedeutung der Lebensversicherung in der Vermögensplanung und Definition der Forschungsfragen hinsichtlich vermögensverwaltender Versicherungsverträge.
2 Zivilrechtliche Rahmenbedingungen von Lebensversicherungen: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen, insbesondere zu den Parteien des Vertrages und zur Funktionsweise von Bezugsrechten.
3 Versicherung im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG: Analyse der steuerlichen Anerkennung und Definition des vermögensverwaltenden Versicherungsvertrags im deutschen Steuerrecht.
4 Immobilieninvestition mittels vermögensverwaltenden Lebensversicherungsvertrag: Darstellung der steuerlichen Folgen bei Immobilieninvestitionen, inklusive Übertragung von Gesellschaftsanteilen und Aufdeckung stiller Reserven.
5 Vermögensverwaltender Versicherungsvertrag im Erbschaftssteuerrecht: Untersuchung der erbschaftsteuerlichen Behandlung, insbesondere bei Verträgen zu Gunsten Dritter und dem Einräumen von Bezugsberechtigungen.
6 Wegzugsbesteuerung bei einem vermögensverwaltenden Lebensversicherungsvertrag: Analyse der steuerlichen Implikationen bei einem Wohnsitzwechsel und der damit verbundenen Wegzugsbesteuerung.
7 Versicherungsgesellschaft in Liechtenstein: Überblick über die steuerlichen Rahmenbedingungen und die Rechnungslegung bei liechtensteinischen Versicherungsunternehmen.
8 Steuerrechtliche Folgen auf Ebene der Immobiliengesellschaft: Detaillierte Betrachtung der Besteuerung von Immobiliengesellschaften, einschließlich Gewerbesteuerkürzungen und Betriebsstättenfragen.
9 Abkommensrechtliche Fragestellungen vermögensverwaltenden Versicherungsverträgen: Diskussion zur Anwendbarkeit von Doppelbesteuerungsabkommen und Lösungsansätzen bei Zurechnungskonflikten.
10 Grenzüberschreitende Vermögensübertragungen Deutschland – Österreich: Erläuterung der Erbschaft- und Schenkungsteuerfolgen bei grenzüberschreitenden Vermögensübertragungen zwischen Deutschland und Österreich.
11 Deutscher Erblasser mit Ansässigkeit in Österreich: Analyse der Steuerpflichten für Erblasser und Erwerber bei Ansässigkeit in Österreich.
12 Steuerliche Besonderheiten eines vermögensverwaltenden Versicherungsvertrages: Abschließende Zusammenfassung der steuerlichen Besonderheiten und der Eignung der Struktur als Gestaltungsinstrument der Nachlassplanung.
Vermögensverwaltender Versicherungsvertrag, Lebensversicherung, Vermögensnachfolge, Erbschaftssteuer, Wegzugsbesteuerung, Immobilieninvestition, Immobiliengesellschaft, Doppelbesteuerungsabkommen, Steuerliche Transparenz, Ertragssteuer, Gesellschaftsanteile, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Steuerplanung
Die Masterthesis befasst sich mit der Nutzung von vermögensverwaltenden Lebensversicherungsverträgen als Instrument für die steuerliche Strukturierung und Vermögensnachfolge.
Die zentralen Schwerpunkte liegen im Bereich der ertrags- und erbschaftsteuerlichen Behandlung von Versicherungsverträgen, insbesondere bei der Integration von Immobilienvermögen und grenzüberschreitenden Gestaltungen.
Das Ziel der Arbeit ist zu prüfen, ob und in welcher Weise sich ein vermögensverwaltender Versicherungsvertrag als effektives Gestaltungsinstrument für die Vermögensnachfolge in Deutschland eignet.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten steuerrechtlichen Analyse nationaler Vorschriften und internationaler Doppelbesteuerungsabkommen unter Einbeziehung der einschlägigen Fachliteratur und Rechtsprechung.
Der Hauptteil analysiert detailliert die zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, die Konsequenzen von Immobilieninvestitionen in der Struktur, Fragen der Wegzugsbesteuerung sowie die abkommensrechtlichen Besonderheiten im deutsch-österreichischen Kontext.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie vermögensverwaltender Versicherungsvertrag, Vermögensnachfolge, Erbschaftssteuer, Wegzugsbesteuerung und grenzüberschreitende Steuerplanung charakterisieren.
Liechtenstein dient als Beispiel für den Sitz von Versicherungsgesellschaften, die aufgrund ihrer aufsichtsrechtlichen Flexibilität häufig für internationale Vermögensstrukturen gewählt werden.
Der Wegzug löst komplexe Fragen der Wegzugsbesteuerung und der Anwendbarkeit des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Österreich aus, die in der Arbeit ausführlich erörtert werden.
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