Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Kindheitswerke Paul Klees
2.1 Frühe Tannen
2.2 Frühe Engel
3. Dialog mit der Kindheit
3.1 Signifikante Motivtreue in Spätwerken Paul Klees
3.1.1 Kindliche Schöpfungskraft im Spätwerk
3.1.2 Späte Tannen
3.1.3 Späte Engel
4. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht anhand von Werken aus der Kindheit von Paul Klee, ob bereits in frühen Zeichnungen Anzeichen für außergewöhnliches Talent und Kreativität erkennbar sind und inwiefern diese frühen Arbeiten in einem inhaltlichen Zusammenhang mit dem späteren künstlerischen Schaffen stehen.
2.1 Frühe Tannen
Bereits als kleiner Junge hat Paul Klee angefangen Zeichnungen entstehen zu lassen, die sein außergewöhnliches Talent und seine künstlerische Neigung ersichtlich machen. In der Unterhaltung mit Adolf Eickhorst am 11.06.2015 teilte er mir mit, dass Felix Klee bei einem seiner Besuche im Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler berichtete, dass sein Vater als dreijähriger Junge ein „Tannenerlebnis“ besonderer Art erfuhr. Seine Mutter erzählte ihm, das Christkind habe für ihn diesen schönen Weihnachtsbaum gebracht. Daraufhin habe Paul enttäuscht erwidert, dass das nicht sein könne, denn die Tanne fehle nun im Garten. Zu diesem prägenden Ereignis der Kindheit fertigte Paul Klee, in einem Alter von vier Jahren, zwei Bilder an (s. Abb. 1 und 2), die eine authentische Handlungsstruktur besitzen. Durch das Zeichnen lässt sich ein direkter Bezug zur Lebenswelt des Kindes herstellen, weil auf diesem Weg sein Inneres zum Ausdruck kommt und Erfahrungen verarbeitet werden. Die Kinderzeichnung stellt somit eine Kommunikationsform dar.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Kinderzeichnungen für Künstler des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus sowie Vorstellung der Untersuchungsgrundlage im Museum für Kindheits- und Jugendwerke.
2. Kindheitswerke Paul Klees: Untersuchung der frühen Zeichnungen von Paul Klee (vor 1890) und erste Einblicke in seinen frühen Gestaltungsdrang.
2.1 Frühe Tannen: Analyse der Tannendarstellungen des jungen Klee und deren Bedeutung als Ausdruck kindlicher Erfahrungen.
2.2 Frühe Engel: Betrachtung der frühen Engeldarstellungen und deren Rolle als Indikator für eine außerordentlich ausgebildete Kreativität.
3. Dialog mit der Kindheit: Untersuchung, ob und wie frühe schöpferische Fähigkeiten in späteren Werken wieder aufgegriffen werden.
3.1 Signifikante Motivtreue in Spätwerken Paul Klees: Analyse der bewussten Rückbesinnung des erwachsenen Künstlers auf frühkindliche Motive.
3.1.1 Kindliche Schöpfungskraft im Spätwerk: Erörterung der Integration kindlicher Ausdrucksformen in den künstlerischen Schaffensprozess.
3.1.2 Späte Tannen: Analyse der Weiterentwicklung des Tannenmotivs im Spätwerk unter Einbeziehung kindlicher Erinnerungen.
3.1.3 Späte Engel: Untersuchung der späten Engelserie als Ausdruck der Lebenssituation Klees und seiner künstlerischen Identitätssuche.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Bedeutung der Kindheitsthematik und der Kinderzeichnungen für das gesamte Werk von Paul Klee.
Paul Klee, Kindheit, Kinderzeichnung, Spätwerk, Kreativität, Tannen, Engel, künstlerischer Schaffensprozess, Motivtreue, Formsprache, Kindheitswerke, Gestaltungsdrang, Identitätssuche, Avantgarde, Metamorphose
Die Arbeit befasst sich mit der künstlerischen Entwicklung von Paul Klee und untersucht die enge Verbindung zwischen seinen frühen Kinderzeichnungen und seinem späteren künstlerischen Werk.
Zentrale Themen sind die Rolle der Kindheit als Inspirationsquelle, die Bedeutung von Kinderzeichnungen für die Moderne sowie die künstlerische Verarbeitung von Erinnerungen und Lebenskrisen durch kindliche Motive.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob sich in den frühen Zeichnungen von Klee bereits sein künstlerisches Talent abzeichnete und wie er diese frühen Erfahrungen und Motive bewusst in sein Spätwerk integrierte.
Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die auf der Untersuchung von Originalwerken im Museum für Kindheits- und Jugendwerke, dem Studium von Briefen und Tagebüchern sowie Fachliteratur basiert.
Im Hauptteil werden Klees frühe Werke (Tannen, Engel) analysiert und mit seinem späteren Werk verglichen, um Parallelen in Motivik, Technik und künstlerischem Ausdruck aufzuzeigen.
Die wichtigsten Begriffe sind Paul Klee, Kinderzeichnung, Spätwerk, Kindheitsthematik, Motivtreue und künstlerischer Gestaltungsdrang.
Sie dienen Klee als Instrumente, um seine eigene Lebenssituation, insbesondere seine schwere Erkrankung und die Auseinandersetzung mit dem Tod, bildlich zu reflektieren.
Paul Klee wurde durch das Zeichnen seines Sohnes angeregt und beobachtete dessen kindliche Schöpfungskraft, was ihn darin bestärkte, die eigene künstlerische Arbeit durch einen Rückgriff auf kindliche Unbefangenheit voranzutreiben.
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