Magisterarbeit, 2004
100 Seiten, Note: 1,7
Die Magisterarbeit „Frau Welt – eine motivgenetische Studie“ untersucht die Entwicklung der Frau Welt-Figur in der mittellateinischen und mittelhochdeutschen Literatur. Ziel ist es, die Entstehung und Entwicklung dieses Motivs zu erforschen, indem die Intertextualität der Werke und die Verwendung von allegorischen Figuren analysiert werden.
Die Einleitung führt in die Thematik der Frau Welt-Figur und ihre Bedeutung in der mittelalterlichen Literatur ein. Kapitel 1 beleuchtet die methodischen Grundlagen der Studie, insbesondere die Relevanz von Intertextualität und literarischen Vorbildern für die Analyse des Motivs. Kapitel 2 untersucht die Personifizierung der fornicatio in den Vitae Patrum als ein mögliches Vorbild für die Frau Welt-Figur. Kapitel 3 beleuchtet zwei mittellateinische Frau Welt-Gestalten und analysiert deren Vergleichbarkeit und Bedeutung. Kapitel 4 fokussiert auf „Der Welt Lohn“ Konrads von Würzburg und dessen Bezug zu den mittellateinischen Exempla. Kapitel 5 behandelt die Strophen des Guters und deren Beziehung zu Konrad von Würzburgs Werk. Die Zusammenfassung und das Fazit, die in dieser Vorschau nicht berücksichtigt werden, sollen die Ergebnisse der Untersuchung zusammenfassen und abschließend bewerten.
Frau Welt, Motivgenetik, Intertextualität, mittellateinische Literatur, mittelhochdeutsche Literatur, Vitae Patrum, fornicatio, contemptus mundi, ontischer Dualismus, saeculum, gloria mundi, Konrad von Würzburg, „Der Welt Lohn“, Strophen des Guters, Epigone, literarische Vorbilder.
Frau Welt ist eine allegorische Figur des Mittelalters, die die Ambivalenz der irdischen Existenz verkörpert: vorne schön und anziehend, hinten entstellt und verwesend.
Sie warnt davor, den Sünden der Welt zu verfallen. Wer den irdischen Freuden (Vorderseite) folgt, erhält im Jenseits den Lohn des ewigen Todes (Rückseite).
Es bezeichnet eine christliche Spiritualität der Weltverachtung, die das irdische Leben als vergänglich und trügerisch gegenüber dem ewigen Leben bei Gott ansieht.
Die Arbeit analysiert Texte von Walther von der Vogelweide, Konrad von Würzburg („Der Welt Lohn“), die Strophen des Guters sowie mittellateinische Vorbilder.
Es ist die Vorstellung eines Gegensatzes zwischen der sündhaften, irdischen Welt und der vollkommenen, göttlichen Sphäre.
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