Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Themenstellung und Untersuchungsaspekt
1.2 Überblick zum Forschungsstand
2. Poetry Slam – Das Veranstaltungsformat
2.1 Entstehung und Etablierung
2.2 Beteiligte und ihre Aufgaben
2.3 Ablauf
2.4 Regeln
2.5 Slam Poetry
2.5.1 Sprachliche Besonderheiten
2.5.2 Themen
2.5.3 Beispiel: „Trojanische Worte“ von Sebastian 23
2.5.4 Einordnung in den literarischen Kontext
2.6 Weitere Veranstaltungsformen
3. Poetry Slam und seine medialen Verbreitungsformen
3.1 Digitale Verbreitungsformen
3.1.1 „Poetry Clips“ und „Poetry Film“
3.1.2 Aufzeichnungen bei YouTube
3.1.3 Film und Fernsehen
3.1.4 Onlineradio
3.1.5 Internetportale der Printmedien
3.2 Andere Verbreitungsformen
4. Faszination Poetry Slam
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faszination des Phänomens Poetry Slam im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, worin die Faszination dieser Veranstaltungsform besteht und welche Faktoren für ihre wachsende Beliebtheit in der deutschen Kulturlandschaft verantwortlich sind.
2.5.3 Beispiel: „Trojanische Worte“ von Sebastian 23
[...] Du bist nicht entlassen, du wirst nur „freigesetzt“ „outgesourct“, „Situation neu eingeschätzt“ Du wirst nicht verdrängt, nur „marginalisiert“ „Gentrifiziert“ und „wegrationalisiert“ Weil die Bosse das überall so ähnlich treiben Heißt Lohnsenkung jetzt „konkurrenzfähig bleiben“ [...] Krieg muss man miese Gewalt leider nachsagen Doch gibt man dieser Gewalt keinen Klarnamen Wir sagen „friedenserhaltende Maßnahmen“ Scheint mir, wir lieben gespaltene Sprachphrasen [...] Sagen wir es klar, wird man schnell irritiert Man tötet hier nicht, hier wird nur „liquidiert“ Sag nicht: „Unterwerfen und alle besiegen“ Man will „Krisen entschärfen“ und alles „befrieden“ Und niemanden vertreiben, nur Menschen „umsiedeln“ Man ist doch in eigenen Grenzen zufrieden Das ist keine Folter, ein reines „Verhör“ Der Menschenrechtsbruch ist ein „kleines Malheur“ Das sind keine Lügen, bloß kreativ dargelegt Nur Sprache selbst wird hier effektiv angesägt Biegen die Rede, bis sie beinahe aufbricht Dass niemand hier zu deutlich Wahrheiten ausspricht Wir feilen den Fakten die scharfen Eckzähne Doch zwischen den Zeilen, da schlafen Extreme Das Fazit, bevor ich dramatischer werde Die Schönfärberei birgt trojanische Pferde [...]
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenstellung ein und erläutert den aktuellen Forschungsstand zum Thema Poetry Slam.
2. Poetry Slam – Das Veranstaltungsformat: Dieses Kapitel definiert das Format Poetry Slam, beschreibt dessen Ursprung, die beteiligten Akteure, den Ablauf sowie die geltenden Regeln und sprachlichen Merkmale der Slam Poetry.
3. Poetry Slam und seine medialen Verbreitungsformen: Hier werden die verschiedenen digitalen und analogen Verbreitungswege analysiert, insbesondere durch Videoplattformen wie YouTube, Film und Fernsehen.
4. Faszination Poetry Slam: Das Kapitel widmet sich den Gründen für die Faszination des Formats, unterteilt in die Kategorien Veranstaltungsstruktur, gesellschaftliche Schnittmengen und Abgrenzung zum klassischen Literaturbetrieb.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass die Attraktivität des Poetry Slams in einer Mischung aus verschiedenen Anziehungspunkten liegt, die stark von der aktuellen gesellschaftlichen Situation abhängt.
Poetry Slam, Slam Poetry, Medialisierung, Digitale Verbreitung, Slam-Szene, Performance, Authentizität, Gemeinschaftsgefühl, Literaturwissenschaft, Oralität, Alltagssprache, Wettbewerb, Internetkultur, Erlebnisgesellschaft, Sprachkritik.
Die Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Poetry Slam als ein in Deutschland etabliertes Veranstaltungsformat und analysiert dessen mediale Verbreitung sowie die Gründe für seine hohe Faszination.
Die Arbeit behandelt die historische Entstehung, die spezifischen Regeln und Akteure, die mediale Präsenz (insbesondere online) sowie die soziokulturelle Bedeutung des Poetry Slams.
Das Hauptziel ist es, die Gründe für die anhaltende Beliebtheit und Faszination beim Poetry Slam zu identifizieren und zu differenzieren.
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Untersuchung, die auf einer umfassenden Analyse von Sekundärliteratur, Fachpublikationen sowie exemplarischen Textanalysen und Interviewausschnitten basiert.
Im Hauptteil werden zunächst das Format und dessen mediale Verbreitungswege detailliert beschrieben, gefolgt von einer kategorialen Analyse der Faszinationsfaktoren.
Zentrale Begriffe sind neben Poetry Slam und Slam Poetry auch Begriffe wie Authentizität, Oralität, Medialisierung und das soziale Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Slam-Szene.
Die Sprache zeichnet sich durch einen hohen Alltags- und Umgangssprachbezug aus, der durch Rhythmus, Klanglichkeit und rhetorische Mittel wie Metaphern an eine lyrische Tradition anknüpft.
Der Poetry Slam zeichnet sich durch eine flache Hierarchie, extreme Offenheit, den unmittelbaren Kontakt zwischen Performer und Publikum sowie einen hohen Grad an Authentizität aus, was ihn von der traditionellen Hochkultur abgrenzt.
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