Masterarbeit, 2018
180 Seiten, Note: 1,6
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einführung
2. Game-based learning im Bilingualen Geschichtsunterricht
2.1 Interaktionsprozesse in kooperativen Erarbeitungssettings
2.1.1 Kommunikationstheoretische und konzeptionelle Grundlagen
2.1.2 Historisches Lernen/Denken in sozial-kommunikativen Unterrichtarrangements
2.2 Bedeutungsaushandlung als kompetenzwirksames Strukturmoment unterrichtlicher Interaktion
2.2.1 Lernpsychologische Rahmentheorien und interaktionale Kompetenz
2.2.2 Interaktion im Bilingualen Sachfachunterricht als Bedeutungsaushandlung
2.3 Konzeptionell-theoretische Annahmen und Design des Untersuchungssettings
2.3.1 Bedeutungsaushandlung und game-based learning
2.3.2 Empirisches Forschungssetting, didaktisches Design, Methodologie, Forschungsmethode und Gütekriterien
2.4 Analyse und Rekonstruktion der Kleingruppeninteraktion
2.4.1 Übertragung der dokumentarischen Methode auf den empirischen Datensatz
2.4.2 Einstiegssequenz / Etablierung der Partizipationsstruktur (Z. 20-44 / Z. 45-88)
2.4.3 Bedeutungsaushandlung „verletzter Freund“ (Z. 319-346)
2.4.4 Bedeutungsaushandlung „leave friends behind“ (Z. 415-428)
2.4.5 Bedeutungsaushandlung „it depends on who it is“ (Z. 531-553)
2.4.6 Orientierungsrahmen der Aufnahmegruppe 2
2.5 Ergebnisse der Untersuchung
2.5.1 Zentrale Ergebnisse der Analyse und didaktische Reflexion (Prozessperspektive)
2.5.2 Forschungstheoretischer Ausblick (Produktperspektive)
3. Zusammenfassung
4. Literaturverzeichnis
4.1 Computerspiele und Medien
4.2 Forschungsliteratur
6. Anhang
6.1 Inhaltsanalytische Gesprächszusammenfassungen
6.1.1 Inhaltsanalytisches Memo zu Aufnahmegruppe 1
6.1.2 Inhaltsanalytisches Memo zu Aufnahmegruppe 3
6.2 Ergänzende Forschungsdokumente Aufnahmegruppe 2
6.2.1 Vollständige tabellarische Darstellung der Ober- und Unterthemen
6.2.2 Argumentative Sequenz „Wahl des Fluchtmittels“ (Z. 185-217)
6.3 Vollständiges Transkript Aufnahmegruppe 2
6.4 Stundenverlaufsplan/Verlaufsplanung – „The Iranian Revolution 1978/1979“ (07.07.2016)
6.5 Verwendete Medien, Arbeitsblätter sowie Arbeitsmaterialien
6.5.1 Smart Board Präsentation/Folien – The Iranian Revolution (1978/1979)
6.5.2 Arbeitsblatt „timeline – The Iranian Revolution (1978/1979)“ (Lehrer*innenfassung)
6.5.3 Arbeitsblatt „timeline – The Iranian Revolution (1978/1979)“ (Schüler*innenfassung)
6.5.4 Spielablauf und Entscheidungsmöglichkeiten Kapitel 2 (‚Against All Odds‘)
6.5.5 Spielablauf und Entscheidungsmöglichkeiten Kapitel 4 (‚Against All Odds‘)
6.5.6 Screenshots aus ‚Against All Odds‘
6.6 Raumplan/Tischanordnung in Doppelunterrichtsstunde „The Iranian Revolution 1978/1979“ (07.07.2016)
6.7 Anordnung der Audio- und Videoaufnahmetechnik auf Gruppentisch
6.8 Übersicht Audio- und Videoaufnahmetechnik
6.9 Talk in Qualitative Research (TiQ)-Transkriptionsregeln
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit durch die Implementierung eines serious game in den bilingualen Geschichtsunterricht einer zehnten Klasse Bedeutungsaushandlungsprozesse innerhalb eines Kleingruppenarrangements initiiert werden können, um den Kompetenzerwerb der Lernenden zu fördern.
2.4.5 Bedeutungsaushandlung „it depends on who it is“ (Z. 531-553)
Tim stellt fest, dass man ‚Against all Odds‘ ebenfalls erfolgreich beenden kann, wenn man anderen Personen hilft (Z. 531) und ergänzt kurz darauf spaßhaft, dass er seinen LKW im Falle einer Apokalypse anhalten würde, um anderen Menschen zu helfen (Z. 533). Niklas erwidert, es käme darauf an, um wen es sich dabei handele („it depends on who it is“, Z. 535), worauf Tim hinzufügt, bei den vermeintlich hilfsbedürftigen Personen könne es sich in Wahrheit um Spione oder Räuber handeln, die Helfende ausrauben oder sogar töten könnten (Z. 536). Tim führt als Beispiel das Verhalten des nichtspielbaren Charakters (NPC) in Kapitel 3 an (Fluchtszene bei Nacht/vermeintliches Hilfsangebot eines Fremden), der versucht habe, die Gruppe zu verraten (und der sich bei Annahme des Angebotes tatsächlich als Informant des Militärs entpuppt) (Z. 538).
Niklas konstatiert, man könne in manchen Situationen nicht auf Anhieb erkennen, ob andere Personen Spione seien (Z. 539), was Tim bejaht und gleichzeitig fragt, was passiere, wenn eine unbekannte Person ungefragt eine geeignetere Fluchtroute vorschlage (Z. 541). Niklas entgegnet, dass dies etwas anderes sei als jemandem zu helfen, der sich beispielsweise verletzt habe (Z. 543), worauf Tim einwirft, diese vermeintliche Hilfsbedürftigkeit könne sich als Falle/Hinterhalt herausstellen (Z. 544). Schließlich kontert Niklas, es sei keinesfalls offensichtlich, wann es sich um ein tatsächliches Hilfegesuch handele oder eine Person lediglich zum Schein vorgibt, Hilfe anzubieten (Z. 545).
1. Einführung: Darstellung der Forschungsdebatte über den Mehrwert historisch-politischer Computerspiele und Einführung in das Konzept der Bedeutungsaushandlung als Forschungsgegenstand.
2. Game-based learning im Bilingualen Geschichtsunterricht: Theoretische Herleitung der Interaktionsprozesse, des historischen Denkens und der Bedeutungsaushandlung im bilingualen Kontext sowie Vorstellung des Forschungsdesigns.
3. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Initiierung von Bedeutungsaushandlungsprozessen durch das Spiel ‚Against all Odds‘.
4. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Medien und Forschungsliteratur.
5. Abbildungsverzeichnis: Verzeichnis aller Abbildungen im Text.
6. Anhang: Detaillierte Transkripte, Arbeitsmaterialien, Stundenverlaufspläne und methodische Erläuterungen zur Transkription.
Bedeutungsaushandlung, Game-based Learning, Bilinguale Geschichtsdidaktik, Interaktionsanalyse, Serious Games, Historisches Denken, Kleingruppenarbeit, Dokumentarische Methode, Fremdsprachliches Handeln, Partizipationsstruktur, Intersubjektivität, Kompetenzerwerb, Sozialer Konstruktivismus, Symbolischer Interaktionismus, Fallstudie.
Die Arbeit untersucht, wie Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen im bilingualen Geschichtsunterricht interaktiv arbeiten, wenn sie mit einem historisch-politischen Computerspiel (Serious Game) konfrontiert werden.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Bedeutungsaushandlung in kooperativen Lernsettings, die Rolle von Serious Games im Geschichtsunterricht und die Analyse interaktionaler Kompetenzen.
Die primäre Forschungsfrage ist, ob und inwieweit durch die Einbindung eines Serious Game in den bilingualen Geschichtsunterricht Bedeutungsaushandlungsprozesse in Kleingruppen initiiert werden können.
Es wird die dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack verwendet, um Kleingruppeninteraktionen qualitativ zu rekonstruieren und zu analysieren.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Bedeutungsaushandlung, der Vorstellung des Forschungsdesigns und der detaillierten Analyse und Rekonstruktion von Kleingruppeninteraktionen am Beispiel des Spiels ‚Against all Odds‘.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bedeutungsaushandlung, Game-based Learning, bilinguale Didaktik und dokumentarische Methode beschreiben.
Das Spiel dient als Medium, um Schülerinnen und Schüler mit Dilemmasituationen (z.B. Fluchtentscheidungen) zu konfrontieren, die soziale Interaktion und Bedeutungsaushandlung in den Kleingruppen provozieren sollen.
Diese Methode wurde gewählt, um sowohl das explizite (gesprochene) als auch das implizite (habituell verankerte) Wissen der Lernenden im interaktiven Prozess der Gruppe rekonstruieren zu können.
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