Diplomarbeit, 2005
61 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Historische Lehren der Unternehmensbewertung
2.2 Überblick Bewertungsverfahren
2.3 Ermittlung von Entscheidungswerten
2.4 Ermittlung von Marktwerten
3. Der Börsengang als Bewertungsanlass
3.1 Bewertungsverfahren bei Börseneinführungen
3.2 Verfahrensbeteiligte bei der Emissionspreis- findung
4. Darstellung der Verfahren zur Unternehmensbe- wertung beim IPO mit Beispiel
4.1 Die Conergy AG
4.2 Die Multiplikatormethode
4.2.1 Grundprinzip des Verfahrens
4.2.2 Auswahl der Peer Group
4.2.3 Bildung der Multiplikatoren
4.2.4 Berechnung des Unternehmenswerts
4.3 Das Discounted-Cash-Flow Verfahren
4.3.1 Verschiedene Ausprägungen der DCF - Methode
4.3.2 Ermittlung der zu diskontierenden Cashflows
4.3.3 Ermittlung des Diskontierungszinssatzes und Berechnung des Unternehmenswerts
5. Bestimmung des Emissionspreises
6. Beurteilung der dargestellten Bewertungsverfahren
6.1 Gegenüberstellung der angewandten Verfahren
6.2 Kritische Würdigung der Verfahren
7. Bewertung mittels Realoptionen
8. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht geeignete Ansätze der Unternehmensbewertung im Rahmen eines Initial Public Offerings (IPO), um fundierte Vorstellungen für den Emissionspreis zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus auf der theoretischen und praktischen Anwendung gängiger Bewertungsverfahren.
4.2.2 Auswahl der Peer Group
Da bei der Multiplikatormethode der Unternehmenswert aus bereits realisierten Werten ähnlicher Unternehmen abgeleitet wird, ist es von entscheidender Bedeutung, bestmöglich vergleichbare Unternehmen zu finden, um einen plausiblen Unternehmenswert ableiten zu können. Eine Vergleichbarkeit sollte dabei u.a. anhand folgender Punkte geprüft werden: Geschäftsmodell, Umsatzstruktur, Steuersystem, gesetzliche/politische Rahmenbedingungen, Unternehmensgröße, Wachstumsprofil, Risikostruktur, Reifephase im Unternehmenslebenszyklus, Rechnungslegung. Realistischer Weise gibt es jedoch keine exakt vergleichbaren Unternehmen.
Die Suche nach mit der Conergy AG vergleichbaren Unternehmen gestaltete sich als sehr schwierig. Der Solarmarkt ist ein relativ junger und stark regulierter Markt. Die Herstellung und Inbetriebnahme von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien, insbesondere der Photovoltaik, wird europaweit, sowie in Japan und den USA staatlich subventioniert. In Deutschland, dem neben Japan momentan bedeutendsten Solarmarkt, werden derzeit die höchsten Subventionen gewährleistet. Das wichtigste Element der staatlichen Förderung in Deutschland ist das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG). Das EEG verpflichtet Netzbetreiber, Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung an ihr Netz anzubinden und den gesamten dort erzeugten Strom zu langfristig festgelegten Mindestpreisen abzunehmen. Alle in diesem Markt operierenden Unternehmen profitieren von der starken Reglementierung bzw. Subventionierung. Entsprechend sind sie alle durch ein überdurchschnittliches Wachstum gekennzeichnet. Insofern können die Unternehmen der Solarenergiebranche miteinander verglichen werden. Es schränkt allerdings die Vergleichbarkeit mit Unternehmen anderer Branchen (z.B. andere Technologiewerte) ein. In Deutschland existiert eine Reihe börsennotierter Unternehmen, die im Sektor der Solarenergie tätig sind. Auf internationaler Ebene hat sich ebenfalls eine Vielzahl von Unternehmen in der Solarenergiebranche etabliert. Diese Unternehmen sind allerdings entweder nicht börsennotiert (z.B. REC Group, Solener S.A., Techno Sun S.L.) oder sie sind nicht eigenständig notierte Divisionen größerer Konzerne (z.B. BP Solar, Shell Solar, Sharp Solar, Motech Industries).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Unternehmensbewertung bei IPOs und Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung: Darstellung der historischen und aktuellen Lehren sowie der verschiedenen Typen von Bewertungsverfahren.
3. Der Börsengang als Bewertungsanlass: Erläuterung der speziellen Anforderungen an die Bewertung bei Börseneinführungen und der beteiligten Akteure.
4. Darstellung der Verfahren zur Unternehmensbewertung beim IPO mit Beispiel: Konkrete Anwendung der Multiplikatormethode und des DCF-Verfahrens am Beispiel der Conergy AG.
5. Bestimmung des Emissionspreises: Diskussion der Faktoren, die zur endgültigen Preisfindung beim IPO führen.
6. Beurteilung der dargestellten Bewertungsverfahren: Gegenüberstellung und kritische Würdigung der Vor- und Nachteile von Multiplikatoren- und DCF-Verfahren.
7. Bewertung mittels Realoptionen: Kurze Erläuterung des Realoptionsansatzes als ergänzendes Instrument zur Bewertung strategischer Flexibilität.
8. Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Eignung und Anwendung der bewerteten Methoden in der Praxis.
Unternehmensbewertung, Initial Public Offering, IPO, Emissionspreis, Multiplikatormethode, Discounted Cash Flow, DCF, Conergy AG, Börsengang, Peer Group, Kapitalkosten, WACC, Realoptionen, Marktstimmung, Unternehmenswert.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Vorgehensweise zur Unternehmensbewertung im spezifischen Kontext eines Börsengangs (IPO).
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, die Anwendung von Multiplikatoren- und DCF-Verfahren sowie die praktische Preisfindung am Kapitalmarkt.
Ziel ist es, Bewertungsansätze aufzuzeigen, die bei Börsengängen eingesetzt werden können, um realistische Vorstellungen für den Emissionspreis einer Aktie zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu Bewertungstheorien sowie eine praktische Fallstudienanalyse am Beispiel der Conergy AG zur Anwendung von Multiplikatormethoden und DCF-Verfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse des IPO als Bewertungsanlass, die detaillierte Berechnung der Unternehmenswerte mittels Multiplikatoren und DCF-Modellen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Verfahren.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, IPO, Emissionspreis, Multiplikatoren und DCF-Verfahren sowie durch das Fallbeispiel der Conergy AG geprägt.
Der Abschlag dient dazu, den Erstzeichnern einen Anreiz zur Zeichnung der Aktie zu bieten und so den Erfolg der Emission zu sichern, da der Kurs nach dem Börsengang möglichst nicht unter den Emissionspreis fallen sollte.
Obwohl der Ansatz theoretisch wertvolle Einblicke in strategische Handlungsoptionen bietet, ist die Anwendung in der Praxis aufgrund fehlender Marktpreise für die Basisobjekte und hoher Komplexität schwierig.
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