Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Soziale Netzwerke
2.2 Beziehungsformen
2.3 Lebensqualität
2.4 Alterstheorien
2.5 Altern, Lebensqualität und soziale Netzwerke in ländlichen Regionen
2.6 Fragestellung dieser Arbeit
3. Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Das narrative Interview
3.3 Die Netzwerkeart
3.4 Durchführung
3.5 Auswertungsmethode
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse des offenen Kodierens
4.2 Ergebnisse Netzwerktabellen
5. Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Methodenreflexion
5.3 Ausblick
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von sozialen Netzwerken für Menschen im späten Erwachsenenalter, die in strukturschwachen Regionen leben, und wie diese ihre sozialen Beziehungen gestalten, um ihre Lebensqualität zu erhalten.
2.4 Alterstheorien
Um die mit der Alterung einhergehenden Prozesse zu beschreiben, existieren zahlreiche Theorien und Modelle. Im Folgenden werden theoretische Grundsätze bezüglich der Alterungsprozesse vorgestellt. Die präsentierten Modelle beruhen auf der Annahme, dass die Alterungsprozesse von Menschen identisch ablaufen.
Mit der Aktivitätstheorie postuliert Tartler (1961), dass es einen Zusammenhang zwischen der Lebensqualität und dem Grad der sozialen Aktivität eines Menschen gibt (Martin & Kliegel, 2008). Um erfolgreich zu altern, müssen sich Menschen im hohen Lebensalter bemühen, trotz altersbedingter Einschränkungen einen aktiven Lebensstil beizubehalten und soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten. Die späte Lebensphase ist von Verlusten und Defiziten geprägt, besonders im Hinblick auf den Verlust von Rollen und Kontaktpersonen. Diese verlorengegangenen Beziehungen und Rollen sollten neu besetzt werden (Martin & Kliegel, 2008), um einer Abnahme an Lebensqualität entgegenzuwirken. Nach Havighurst, Neugarten und Tobin (1964) müssen gegebenenfalls Ersatzaktivitäten gesucht werden, die den körperlichen und kognitiven Veränderungen, die das Alter mit sich bringt, entsprechen.
Als Gegenstück zur Aktivitätstheorie steht die Disengagementtheorie von Cumming und Henry (1961). Sie beruht auf Beobachtungen, dass Menschen im hohen Alter, sich zunehmend aus der Gesellschaft zurückziehen und dadurch eine größere Distanz zum sozialen Umfeld entsteht (Oswald, Gatterer & Fleischmann, 2008). Durch dieses Disengagement weisen Menschen in der späten Lebensphase weniger Sozialpartner auf und ziehen sich aus den gesellschaftlichen und sozialen Verpflichtungen zurück.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den demografischen Wandel und die damit verbundene Relevanz sozialer Netzwerke für die Lebensqualität älterer Menschen in strukturschwachen Regionen.
2. Theoretische Grundlagen: Es werden zentrale Konzepte wie soziale Netzwerke, Beziehungsformen, Lebensqualität und relevante Alterstheorien erläutert, um ein Verständnis für den Alterungsprozess zu schaffen.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt die explorative qualitative Forschungsweise, insbesondere die Nutzung narrativer Interviews und der standardisierten Netzwerkkarten.
4. Ergebnisse: Die Datenauswertung mittels Grounded Theory identifiziert vier Hauptkategorien der Lebensgestaltung und zeigt die Bedeutung der sozialen Einbindung auf.
5. Diskussion: Die Befunde werden in den theoretischen Kontext eingeordnet, methodische Stärken sowie Grenzen reflektiert und zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.
6. Zusammenfassung: Der letzte Abschnitt fasst die Erkenntnisse über die Bedeutung und Gestaltung von sozialen Beziehungen im Alter zusammen.
Soziale Netzwerke, spätes Erwachsenenalter, strukturschwache Regionen, Lebensqualität, qualitatives Interview, Netzwerkanalyse, Grounded Theory, Aktivitätstheorie, Disengagementtheorie, soziale Integration, Familiennetzwerk, Alterungsprozess, Lebensgestaltung, Autonomie, soziale Unterstützung.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen im späten Erwachsenenalter, die in ländlichen, strukturschwachen Regionen leben, ihre sozialen Beziehungen gestalten und welche Bedeutung diese für ihre Lebensqualität haben.
Zentrale Themen sind die Struktur sozialer Netzwerke, die Rolle von Familie, Freunden und Nachbarn sowie Strategien zur Aufrechterhaltung der Lebenszufriedenheit und Autonomie im Alter.
Ziel ist es, einen Einblick in die Lebensgeschichte und die Gestaltung sozialer Kontakte von Menschen in der späten Lebensphase unter dem spezifischen Einfluss einer strukturschwachen Umgebung zu erhalten.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf narrativen Interviews und der Methode der Netzwerkkarten basiert, ausgewertet mittels der Grounded Theory.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Ergebnisse (kodierte Hauptkategorien) und eine Diskussion der Befunde im Kontext existierender Alterstheorien.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Netzwerke, spätes Erwachsenenalter, Lebensqualität, Netzwerkanalyse und strukturschwache Regionen charakterisieren.
Die Familie nimmt für alle Befragten eine zentrale und bedeutsame Rolle ein, wobei vor allem die emotionale Unterstützung durch Kinder und Enkel hervorgehoben wird.
Obwohl strukturschwache Regionen Herausforderungen wie Mobilitätseinschränkungen mit sich bringen, gelingt es den Befragten durch moderne Technik und das soziale Umfeld, ihre Beziehungen aufrechtzuerhalten.
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