Bachelorarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
2. Familienunternehmen
2.1 Historische Entwicklung von Familienunternehmen
2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen
2.3 Definitionsfindungsproblematik „Familienunternehmen“
2.4 Definitionsansätze für Familienunternehmen
2.4.1 Components-of-involvement-Ansatz
2.4.2 Essence Ansatz
2.4.3 F-PEC Skala
2.4.4 Self-Assessment
3. Methodische Vorgehensweise
3.1 Forschungsdesign
3.2 Analysierte Studien
3.3 Untersuchungskriterien
4. Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Jahr der Veröffentlichung
4.2 Definitionen von Familienunternehmen
4.2.1 Anteil am Eigentum
4.2.2 Anteil am Management
4.2.3 Anteil am Aufsichtsgremium
4.2.4 Weiterführung durch die nächste Generation
4.2.5 Selbsteinschätzung
4.2.6 Mehrere Generationen im Familienunternehmen
4.2.7 Weitere Kriterien
4.2.8 Bezugsgruppen der Definitionen
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über die in empirischen Studien verwendeten Definitionen des Begriffs „Familienunternehmen“ zu geben. Durch eine qualitative Inhaltsanalyse von Artikeln aus drei führenden Fachzeitschriften (Family Business Review, Entrepreneurship Theory and Practice, Journal of Business Venturing) im Zeitraum 2010 bis 2015 wird untersucht, welche Kriterien für die Abgrenzung von Familienunternehmen herangezogen werden, um zur Vergleichbarkeit in der Familienunternehmensforschung beizutragen.
2.4.1 Components-of-involvement-Ansatz
Der Components-of-involvement-Ansatz, häufig mit COI-Ansatz abgekürzt, stellt die Einbindung der Familie in das Unternehmen in den Mittelpunkt und ist einer der am häufigsten verwendeten Definitionsansätze. Dabei kann die Einbindung der Familie über verschiedene Zugänge erfolgen, wie etwa den Eigentumsanteil, die Einbindung in das Management oder die Anteile am Aufsichtsorgan. Der COI-Ansatz geht besonders davon aus, dass die Einbindung einer Familie in das Unternehmen ausschlaggebend und wesentlich für die Bezeichnung als Familienunternehmen ist, unabhängig davon, ob dies über Eigentumsanteile, Anteile am Management oder am Aufsichtsgremium passiert.
Die alleinige Definition von Familienunternehmen über Kapitalstruktur und Entscheidungsrechte erntet jedoch Kritik seitens Chrisman/Chua/Sharma (2005). Die Autoren vertreten die Meinung, dass diese Bestandteile nicht ausreichend Faktoren abdecken um eine eindeutige Unterscheidung zwischen Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen vornehmen zu können. Chua/Chrisman/Sharma (1999) begründen dies mit einem unterschiedlichen Selbstbild, das Unternehmen bei gleicher Kapitalstruktur von sich selbst haben können. So ist es möglich, dass sich beispielsweise ein Unternehmen als Familienunternehmen sieht, ein anderes Unternehmen wiederum keineswegs, obwohl annähernd gleiche Grundvoraussetzungen in Bezug auf die Kriterien Eigentum, Management und Kontrolle bestehen. Damit wird auf den Bedarf nach einer Definition, die auch das Wesen eines Unternehmens beinhaltet, verwiesen.
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die hohe wirtschaftliche Relevanz von Familienunternehmen ein und verdeutlicht die Problematik der fehlenden einheitlichen Definition.
2. Familienunternehmen: Es wird die historische Entstehung beleuchtet und der Forschungsstand zu verschiedenen Definitionsansätzen wie dem COI-Ansatz oder der F-PEC Skala dargestellt.
3. Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign der qualitativen Inhaltsanalyse und die Kriterien zur Auswahl der untersuchten Fachartikel.
4. Ergebnisse der Untersuchung: Die Ergebnisse der Analyse zeigen die Häufigkeit und Verteilung der verschiedenen Kriterien, die in der Forschung zur Definition von Familienunternehmen genutzt werden.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit für eine einheitlichere Definition, um die wissenschaftliche Vergleichbarkeit zu erhöhen.
Familienunternehmen, Definition, Definitionsansatz, COI-Ansatz, F-PEC Skala, Familieneinfluss, Eigentumsanteil, Management, Forschungsmethodik, Qualitative Inhaltsanalyse, Unternehmensforschung, Generationenwechsel, Familienstrategie, Unternehmensstruktur, Familienunternehmensforschung.
Die Arbeit untersucht, wie der Begriff „Familienunternehmen“ in der aktuellen empirischen Forschung definiert und abgegrenzt wird.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung, die wirtschaftliche Bedeutung und vor allem die methodische Problematik der Definition von Familienunternehmen.
Das Ziel ist ein systematischer Überblick über die in der Fachliteratur (2010–2015) verwendeten Definitionskriterien zur Vergleichbarkeit innerhalb des Forschungsfeldes.
Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse auf Basis von 50 ausgewählten Fachartikeln aus drei führenden Journals durchgeführt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Aufarbeitung verschiedener Definitionsansätze (z.B. COI-Ansatz, Essence Ansatz, F-PEC Skala) und der anschließenden Analyse, wie häufig Kriterien wie Eigentumsanteil oder Managementbeteiligung in der Praxis genannt werden.
Wichtige Begriffe sind Familienunternehmen, Definitionsansatz, Familieneinfluss, Eigentumsanteil, Management und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass die Heterogenität der Unternehmen – von Ein-Personen-Betrieben bis hin zu Großkonzernen – eine universelle Definition erschwert, da unterschiedliche Forschungszwecke verschiedene Abgrenzungskriterien erfordern.
Es ist das mit Abstand am häufigsten verwendete Kriterium und wird in 90 % der analysierten Studien zur Definition von Familienunternehmen herangezogen.
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