Fachbuch, 2019
105 Seiten
1 Einleitung
1.1 Bedeutung der Unternehmensbewertung
1.2 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.3 Aktueller Stand der Forschung
1.4 Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Grundbegriffe
2.2 Werttheorie
2.2.1 Objektive Unternehmensbewertung
2.2.2 Subjektive Unternehmensbewertung
2.2.3 Funktionale Unternehmensbewertung
2.3 Bewertungsfunktionen
2.3.1 Die Beratungsfunktion
2.3.2 Die Vermittlungsfunktion
2.3.3 Die Argumentationsfunktion
2.4 Anlässe der Unternehmensbewertung
2.5 Unternehmensbewertungsverfahren
2.5.1 Gesamtbewertungsverfahren
2.5.2 Vergleichswertverfahren (Multiplikatorverfahren)
2.5.3 Einzelbewertungsverfahren
3 Methoden
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Beschreibung der Stichprobe
3.3 Datenerhebung und das Erhebungsinstrument
4 Ergebnisse
4.1 Präsentation der Ergebnisse zur Auswahl der Unternehmensbewertungsverfahren
4.2 Präsentation der Ergebnisse zum DCF-Verfahren
4.3 Präsentation der Ergebnisse zum Terminal Value
4.4 Präsentation der Ergebnisse zum Multiplikatorverfahren
5 Diskussion
5.1 Wahl der Unternehmensbewertungsmethoden
5.2 DCF-Verfahren
5.2.1 Kapitalkostenermittlung
5.2.2 CAPM
5.2.3 Terminal Value
5.3 Multiplikatorverfahren
5.3.1 Rolle des Multiplikatorverfahrens in der Unternehmensbewertung
5.3.2 DCF-Verfahren vs. Multiplikatorverfahren
5.3.3 Verwendete Multiplikatoren
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht empirisch, welche Unternehmensbewertungsverfahren in der aktuellen Praxis im deutschsprachigen Raum dominieren, wie Kapitalkosten und Wachstumsraten ermittelt werden und welche Aussagekraft dem Multiplikatorverfahren beigemessen wird.
2.5.1 Gesamtbewertungsverfahren
Die Gesamtbewertungsverfahren betrachten das ganze Unternehmen als Bewertungseinheit, wobei die Zahlungsströme, welche an die Eigentümer fließen, diskontiert werden, um den Wert des Unternehmens zu bestimmen. Das Gesamtbewertungsverfahren untergliedert sich dabei in das Ertragswertverfahren, sowie dem DCF-Verfahren (vgl. Hommel/Dehmel 2010: 45).
Beim Ertragswertverfahren, welches auch als die deutsche Version des Equity Verfahrens angesehen wird, ermittelt den Wert des Unternehmens, indem angenommen wird, dass der Unternehmenswert dem Ertragswert entspricht (vgl. Schmeisser/Spree: 2008: 105). Das Verfahren wird vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) zusammen mit dem DCF-Verfahren als erlaubte Methode zur Bewertung von Unternehmen aufgelistet (vgl. IDW 2008: 4). Um den Unternehmenswert zu ermitteln, werden die erwarteten Erträge bzw. finanziellen Überschüsse aus dem Unternehmen diskontiert. Ist von einer endlichen Lebensdauer auszugehen wird der Barwert des erwarteten Liquidationserlöses des nicht betriebsnotwendigen Vermögens zusätzlich berücksichtigt. Aus diesem Grund ist das betriebsnotwendige Vermögen vom nicht betriebsnotwendigen Vermögen zu trennen (vgl. Mandl/Rabel 2009: 54; Schmeisser/Spree 2008: 106).
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Unternehmensbewertung als "Königsdisziplin" der BWL sowie Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der empirischen Untersuchung.
2 Theoretischer Hintergrund: Systematische Herleitung der verschiedenen Werttheorien, Bewertungsfunktionen, Anlässe und der gängigen Bewertungsverfahren.
3 Methoden: Detaillierte Darstellung des Untersuchungsdesigns, der Stichprobe aus EACVA-Mitgliedern und der verwendeten quantitativen Umfragemethodik.
4 Ergebnisse: Präsentation der empirischen Daten zu den verwendeten Bewertungsverfahren, Kapitalkostenermittlungen und Parametern wie Terminal Value.
5 Diskussion: Analyse der Ergebnisse im Kontext bestehender Literatur, insbesondere im Hinblick auf die Dominanz bestimmter Methoden und deren Anwendungsgebiete.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Ertragswertverfahren, Multiplikatorverfahren, Kapitalkosten, CAPM, Terminal Value, Betafaktor, Branche, Finanzierung, empirische Untersuchung, Bewertungspraxis, KMU, Bewertungsanlass.
Die Arbeit bietet eine Bestandsaufnahme der in der aktuellen Praxis im deutschsprachigen Raum angewandten Methoden zur Unternehmensbewertung.
Die Arbeit deckt die Ermittlung von Kapitalkosten, die Anwendung verschiedener Bewertungsverfahren wie DCF und Multiplikatoren sowie die Auswirkungen von Bewertungsanlässen und Branchen ab.
Das Ziel ist es, empirisch zu untersuchen, welche Verfahren in der Praxis tatsächlich dominieren und wie Komponenten wie Diskontierungssätze oder Wachstumsraten konkret bestimmt werden.
Es handelt sich um eine quantitative Analyse, basierend auf einer standardisierten Online-Befragung von 104 Experten (Mitglieder der EACVA).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bewertungsverfahren, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die detaillierte Darstellung sowie Interpretation der Umfrageergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Ertragswertverfahren, Multiplikatorverfahren, Kapitalkosten, CAPM und Terminal Value.
Die Studie zeigt, dass bei Start-ups häufiger die Venture Capital (VC) Methode angewendet wird, während bei etablierten Unternehmen DCF- und Ertragswertverfahren dominieren.
Obwohl das Multiplikatorverfahren oft als realitätsferner gilt, wird es in der Praxis maßgeblich zur Plausibilisierung der durch DCF- oder Ertragswertverfahren ermittelten Werte herangezogen.
Die Studie belegt eine hohe Akzeptanz des Ertragswertverfahrens, die maßgeblich durch die methodische Ausrichtung und Empfehlungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) geprägt ist.
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