Bachelorarbeit, 2010
44 Seiten, Note: 1,15
1 Einleitung
2 Summe von zwei Quadraten
2.1 Primzahlen als Summe zweier Quadrate
2.2 Natürliche Zahlen als Summe zweier Quadrate
3 Der gaußsche Zahlenring
3.1 Eigenschaften der gaußschen Zahlen
3.2 Die gaußschen Primzahlen
4 Geometrische Veranschaulichung
4.1 Ganzzahlige Punkte in und auf Kreisen
4.2 Ellipsen und Hyperbeln
5 Lösung des Problems durch unimodulare Transformationen
6 Reduktionstheorie
7 Quellen und Hilfsmittel
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht Lösungsstrategien für diophantische Gleichungen der Form ax² + bxy + cy² = n, auch bekannt als binäre quadratische Formen. Das primäre Ziel ist es, Methoden zur Bestimmung ganzzahliger Lösungen für diese Gleichungen zu entwickeln und dabei die Zusammenhänge zwischen algebraischen Strukturen, wie dem gaußschen Zahlenring, und geometrischen Interpretationen durch Kegelschnitte aufzuzeigen.
1 Einleitung
Die vorliegende Bachelorarbeit soll sich mit der Frage nach einer Lösungsstrategie für Gleichungen der Art
ax² + bxy + cy² = n
befassen, wobei a, b, c und n als ganzzahlige Koeffizienten gedacht sind, x und y sind Variablen aus Z. Diese Gleichungen werden – auf eine Bezeichnung durch A.-M. LEGENDRE (1752–1833) zurückgehend – binäre quadratische Formen genannt.
Die systematische Begründung der Theorie der binären quadratischen Formen leistete J.L. LAGRANGE (1736-1813), allerdings liegen ihre Wurzeln bereits in den Studien von P. de FERMAT (1601-1665) und L. EULER (1707-1783). FERMAT und EULER behandelten ihrerseits verschiedene Spezialfälle der Gleichung ax² + bxy + cy² = n, wobei auf FERMAT u.a. die Betrachtung der sogenannten pellschen Gleichung x² − dy² = 1 zurückgeht. Auch bewies er einige wichtige Ergebnisse zur Darstellung ganzer Zahlen durch Quadratsummen.
Die Disquisitiones Arithmeticae von C.F.GAUẞ (1777-1855) können zweifellos als das Hauptwerk zur Theorie der quadratischen Formen angesehen werden. In dem Werk werden die Ansätze FERMATS und EULERS wesentlich weiterentwickelt und ihre Ergebnisse verallgemeinert.
Erste Ansätze zur geometrischen Interpretation von quadratischen Formen finden sich bei DIRICHLET (1805-1859).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Theorie binärer quadratischer Formen ein und definiert die grundlegende Problemstellung der Arbeit.
2 Summe von zwei Quadraten: Hier wird der Spezialfall f = 1, 0, 1 untersucht, um Kriterien für die Darstellbarkeit natürlicher Zahlen als Summe zweier Quadrate zu finden.
3 Der gaußsche Zahlenring: Das Kapitel analysiert die Struktur der gaußschen Zahlen und deren Primfaktorzerlegung zur Unterstützung der Fragestellungen aus Kapitel 2.
4 Geometrische Veranschaulichung: Hier werden quadratische Formen als geometrische Objekte wie Ellipsen und Hyperbeln interpretiert und deren ganzzahlige Punkte untersucht.
5 Lösung des Problems durch unimodulare Transformationen: Dieses Kapitel führt unimodulare Transformationen ein, um Formen in äquivalente, leichter berechenbare Formen zu überführen.
6 Reduktionstheorie: Das abschließende Kapitel entwickelt einen Algorithmus, um die Äquivalenz zweier binärer quadratischer Formen mit derselben Diskriminante zu entscheiden.
7 Quellen und Hilfsmittel: Auflistung der verwendeten Vorlesungsskripte, Fachliteratur und sonstigen Hilfsmittel.
Binäre quadratische Form, Diophantische Gleichung, Summe von Quadraten, Gaußscher Zahlenring, Gaußsche Primzahlen, Unimodulare Transformation, Reduktionstheorie, Diskriminante, Hauptachsentransformation, Kegelschnitte, Ganzzahlige Punkte, Klassenzahl, Legendre-Kriterium, Äquivalenzrelation, Zahlentheorie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Lösung und Klassifizierung von Gleichungen der Form ax² + bxy + cy² = n, den sogenannten binären quadratischen Formen.
Die Arbeit verknüpft Zahlentheorie mit Algebra und Geometrie, insbesondere durch die Untersuchung von Quadratsummen, dem gaußschen Zahlenring sowie Transformationen und Reduktionsverfahren für quadratische Formen.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer Lösungsstrategie für binäre quadratische Formen, um ganzzahlige Lösungen effizient zu bestimmen und äquivalente Formen zu identifizieren.
Es werden zahlentheoretische Beweismethoden, die Matrizenrechnung zur Darstellung von Formen sowie geometrische Interpretationen (Kegelschnitte) verwendet.
Im Hauptteil werden nach einer Einführung die Summe von zwei Quadraten, der gaußsche Zahlenring, die geometrische Interpretation sowie unimodulare Transformationen und die Reduktionstheorie detailliert hergeleitet.
Wichtige Begriffe sind binäre quadratische Form, unimodulare Transformation, gaußscher Zahlenring, Diskriminante und Äquivalenzklassen.
Die Diskriminante ist eine entscheidende Invariante; sie ermöglicht es, äquivalente Formen zu gruppieren und geometrisch zu entscheiden, ob eine Ellipse oder Hyperbel vorliegt.
Bei definiten Formen erlaubt die Reduktionstheorie eine eindeutige Klassifizierung, während bei indefiniten Formen keine solche Eindeutigkeit durch Standardverfahren garantiert werden kann.
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