Examensarbeit, 2005
88 Seiten, Note: 1
1.Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2. Kindheit
2.1 Veränderte Kindheit
2.1.1. Verinselung und Verhäuslichung
2.1.2 Verändertes Medienverhalten
2.2 Motorische Leistungsfähigkeit
2.2.1 Untersuchungen von Zimmer
2.2.2 Untersuchungen von Sigrid Dordel
2.2.3 Studie von Eggert
3. Anatomische Grundlagen
3.1 Der Vestibularapparat
3.1.1 Das Propriozeptive System
3.1.2 Das Visuelle System
3.1.3 Der Utriculus und der Sacculus
3.1.5 Die Bogengänge
3.2 Bewegung
3.2.1 Motorik
3.2.2 Sensorik
3.2.3 Sensorische Verarbeitung im ZNS
3.3 Die motorische Entwicklung des Gleichgewichtssinns
3.3.1 In der Schwangerschaft
3.3.2 Als Neugeborenes
3.3.3 Gleichgewichts-Reflexe
3.3.4 Ab dem 6. Monat
3.3.5 Mit ungefähr einem Jahr
3.3.5 Mit zwei bis drei Jahren
3.3.6 Mit drei bis vier Jahren
3.3.7 Das Vorschulalter
3.3.8 Grundschulalter
4. Koordinative Grundlagen
4.1 koordinative Fähigkeiten
4.1.2 Differenzierungsfähigkeit
4.1.3 Kopplungsfähigkeit
4.1.4. Reaktionsfähigkeit
4.1.5 Orientierungsfähigkeit
4.1.6 Rhythmisierungsfähigkeit
4.1.7 Umstellungsfähigkeit
4.2 Die Gleichgewichtsfähigkeit
4.2.1 Physikalisches Gleichgewicht
4.2.2 Sensomotorisches Gleichgewicht
4.2.3 Objektgleichgewicht
4.3. koordinatives Körpergleichgewicht
4.4 Stütz- und Zielmotorik
5.1 Allgemeine Störungen in der motorischen Entwicklung
5.1.1 Allgemeine Hirnstörungen
5.1.2 Allgemeine Koordinationsschwächen
5.1.3 Übergewicht
5.1.4 Bewegungsmangel
5.1.5 Emotionale und psychosoziale Auffälligkeiten
5.2. Entwicklungsstörungen des Gleichgewichtssinns
5.2.1 In der Schwangerschaft
5.2.1 Die ersten Lebensjahre
5.2.2 Entwicklungsstörungen beim Krabbeln
5.2.3 Entwicklungsstörungen beim Gehen
5.3 Sensorische Integrationsstörungen
5.3.1 Anpassungsregulationen des vestibulären Systems
5.3.2 Einflüsse auf die Augen und die Halsmuskulatur
5.3.3 Nystagmus
5.3.4 Einflüsse auf die Körpermuskulatur
5.3.5 Raumvorstellungen
5.3.6 Haltungs- und Gleichgewichtsreaktionen
5.3.7 Bewegungen zur Stabilisierung der Haltung
5.3.8 Kokontraktionen
5.3.6 Unterfunktion vestibulärer Reaktionen
5.3.7 Überfunktion vestibulärer Reaktionen
6. Therapieverfahren von Gleichgewichtsstörungen
6.1 A. Jeane Ayres Konzept der sensorischen Integration
6.1.1 Verwendete Geräte in der sensorischen Integrationsbehandlung:
6.1.2 Das Rollbrett
6.1.3 Die Schwebeschaukel
6.2 Psychomotorik
6. 2.1 Psychomotorik als Konzept
6.3 Sportförderunterricht
7.Durchführung eines eigenen Gleichgewichtstests
7.1 Testverfahren
7.1.1 Dynamisches Gleichgewicht- KTK
7.1.2 Statisches Gleichgewicht- Schwebestehen
7.1.3 Rotatorisches Gleichgewicht – Frenzel-Brille
7.4 Durchführung Hauptschule
7.2.1 Ergebnisse Rückwärts Balancieren
7.2.2 Einordnung der Ergebnisse anhand der Normenwerte
7. 3 Einbeiniger Schwebestand
7.3.1 Einordnung der Ergebnisse Schwebestehen
7.4 Interpretation der Ergebnisse
7.5 Durchführung Grundschule
7.5.1. Ergebnisse Rückwärts Balancieren
7.5.2 Einordnung der Ergebnisse anhand der Normenwerte
7.6 Einbeiniger Schwebestand
7.6.1 Einordnung der Ergebnisse Schwebestehen
7.7. Nystagmusuntersuchung mit der FRENZEL-Brille
7.7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.8 Gesamtbewertung der Ergebnisse aus dem KTK
7.9 Gesamtbewertung der Ergebnisse des Schwebestandes
8. Gleichgewicht im Sportunterricht
8.1. Bedeutung des Gleichgewichts im Sportunterricht
8.2 Trainierbarkeit der Gleichgewichtsfähigkeit
8.3 Vermittlung der Gleichgewichtskompetenz
8.4 Übungsbeispiele für den Unterricht
8.4.1 Standgleichgewicht
8.4.2 Balanciergleichgewicht
8.4.3 Drehgleichgewicht
8.4.4. Fluggleichgewicht
9. Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die fundamentale Bedeutung des Gleichgewichtssinns für die kindliche Entwicklung sowie die Auswirkungen von Entwicklungsstörungen auf die senso-motorische und kognitive Leistungsfähigkeit aufzuzeigen und Strategien zur therapeutischen sowie schulsportlichen Förderung darzulegen.
3.1.5 Die Bogengänge
Die drei Bogengänge stehen ungefähr im rechten Winkel zueinander in den drei Raumebenen. Es gibt einen vorderen und hinteren vertikalen und einen seitlich horizontalen Bogengang. Der Ursprung und das Ende befinden sich jeweils im Vorhofbereich. Die Bogengänge sind mit Endolymphe gefüllt, einer trägen Flüssigkeit. Jeder Bogengang ist am Ende zu einer Ampulle erweitert. In ihrem Inneren befinden sich die Sinneszellen des Bogengangssystems. Sie sind ähnlich aufgebaut wie beim Utriculus und Sacculus, nämlich Haarzellen, die von Stützzellen umgeben sind und in eine gallertartige Masse hinein ragen, die Cupula. Die Cupula ist fest mit dem Schädel verbunden.
1.Einleitung: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung des Gleichgewichtssinns für den Menschen und skizziert den Aufbau der Hausarbeit in Theorie und Praxis.
2. Kindheit: Dieses Kapitel thematisiert den Wandel der Kindheit in der modernen Gesellschaft und dessen negativen Einfluss auf die motorische Entwicklung.
3. Anatomische Grundlagen: Hier werden der Aufbau des Ohrs, des Vestibularapparats sowie die Entwicklung des Gleichgewichtssinns von der Schwangerschaft bis zum Grundschulalter detailliert dargestellt.
4. Koordinative Grundlagen: Dieser Teil definiert die koordinativen Fähigkeiten und differenziert zwischen statischem, dynamischem und objektbezogenem Gleichgewicht.
5. Störungen in der Entwicklung des Gleichgewichts: Kapitel 5 beleuchtet Ursachen und Erscheinungsformen von Entwicklungs- und sensorischen Integrationsstörungen.
6. Therapieverfahren von Gleichgewichtsstörungen: Hier werden Ansätze wie das Konzept der sensorischen Integration nach A. Jeane Ayres und die Psychomotorik als Therapiemöglichkeiten vorgestellt.
7.Durchführung eines eigenen Gleichgewichtstests: Der Autor präsentiert die Methodik und Ergebnisse eigener Untersuchungen zum Gleichgewicht an Haupt- und Grundschulen.
8. Gleichgewicht im Sportunterricht: Dieser Bereich bietet didaktische Empfehlungen und konkrete Übungsbeispiele zur Förderung der Gleichgewichtskompetenz.
9. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz der frühzeitigen Diagnose und Förderung von Gleichgewichtsdefiziten zusammen.
Gleichgewichtssinn, Vestibularapparat, Sensorische Integration, Motorische Entwicklung, Kindheit, Bewegungsmangel, Nystagmus, Psychomotorik, KTK, Koordination, Sportunterricht, Stützmotorik, Haltungskontrolle, Wahrnehmung.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Gleichgewichtssinns im Kindesalter, analysiert die Folgen von Entwicklungsstörungen und zeigt Wege zur Förderung durch Therapie und Sport auf.
Die zentralen Felder sind die anatomischen Grundlagen, die motorische Entwicklung, die Auswirkungen veränderter Lebensbedingungen auf Kinder sowie Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie.
Das Hauptziel besteht darin aufzuzeigen, dass Komplikationen in der motorischen Entwicklung entscheidend für die kognitive und senso-motorische Leistungsfähigkeit eines Kindes sind.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer eigenen empirischen Untersuchung an einer Haupt- und einer Grundschule mittels standardisierter Tests.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des vestibulären Systems, die Analyse von Entwicklungsstörungen sowie den praktischen Teil mit Testdurchführungen und Übungskonzepten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gleichgewichtssinn, Sensorische Integration, Motorische Entwicklung und Sportförderung maßgeblich charakterisiert.
Dieser Begriff beschreibt die negativen Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen, wie etwa Bewegungsarmut, Verinselung der Lebensräume und verstärkten Medienkonsum, auf das Aufwachsen von Kindern.
Die Nystagmusuntersuchung mit der Frenzel-Brille dient als Diagnosewerkzeug, um sensorische Gleichgewichtsstörungen zu identifizieren, da die Nystagmusdauer Rückschlüsse auf die Signalverarbeitung im Gehirn zulässt.
Der Sportunterricht soll nicht nur die Gesundheit fördern, sondern gezielt motorische Defizite kompensieren und den Spaß an der Bewegung neu vermitteln.
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