Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten, Note: 2,0
EINLEITUNG
DIE THEORIE DER PHILLIPS-KURVE
DIE URSPRÜNGLICHE PHILLIPS-KURVE
DIE MODIFIZIERTE PHILLIPS-KURVE
DIE MONETARISTISCHE PHILLIPS-KURVE
DAS NEU-KEYNESIANISCHE MODELL
DIE SCHÄTZUNG
DATEN
GLEICHUNGEN
ERGEBNISSE DER SCHÄTZUNGEN
OUTPUT DER SCHÄTZUNGEN
ANALYSE DER ERGEBNISSE FÜR DIE URSPRÜNGLICHE PHILLIPS-KURVE
ANALYSE DER ERGEBNISSE FÜR DIE MODERNE PHILLIPS-KURVE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit verschiedener theoretischer Modelle der Phillips-Kurve im Kontext der ökonomischen Entwicklung Estlands, insbesondere unter Berücksichtigung der globalen Finanzkrise ab 2007, um zu prüfen, ob die theoretisch postulierten Zusammenhänge zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit empirisch bestätigt werden können.
Die monetaristische Phillips-Kurve
Milton Friedman und Edmund Phelps stellten Ende der 1960er den Trade-off zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation infrage. Dieser Trade-off könne nur existieren, wenn die Lohnsetzer die Inflation dauerhaft unterschätzen würden. Da dies unrealistisch sei, würde dieser Trade-off verschwinden. Hauptargumentation ist die natürliche Arbeitslosenquote. Diese beschreibt Friedman folgendermaßen:
„, is the level that would be ground out by the Walrasian system of general equilibrium equations, provided there is imbedded in them the actual structural characteristics of the labor and commodity markets, including market imperfections, stochastic variability in demands and supplies, the cost of gathering information about job vacancies and labor avail- abilities, the costs of mobility, and so on“ (Milton Friedman The Role of Monetary Policy, 1968, Seite 8)
Der Grund dafür seien laut Friedman „Geldillusionen“. Die negative Steigung setzt eine solche Geldillusion auf der Arbeitnehmerseite voraus. Dies bedeutet, dass die Arbeitnehmer ihr Angebot und ihre Lohnforderungen nach dem erwarteten Preisniveau richten. Sieht man dieses erwartete Preisniveau als exogen an, so hängt das Arbeitsangebot vom Nominallohn ab.
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Ausgangslage Estlands nach der Unabhängigkeit und definiert die Analyse von Phillips-Kurven-Modellen als zentralen Gegenstand der Arbeit.
DIE THEORIE DER PHILLIPS-KURVE: Dieses Kapitel stellt die theoretische Evolution von den Anfängen bei A.W. Phillips über die Modifikationen von Samuelson und Solow bis hin zu den monetaristischen Ansätzen von Friedman und dem Neu-Keynesianischen Modell dar.
DIE SCHÄTZUNG: Hier werden die Datenquellen beschrieben und die methodischen Grundlagen für die ökonometrische Schätzung mittels STATA sowie die aufgestellten Gleichungen erläutert.
ERGEBNISSE DER SCHÄTZUNGEN: In diesem Teil werden die Regressionsergebnisse deskriptiv präsentiert, statistisch bewertet und hinsichtlich ihrer ökonomischen Relevanz analysiert.
Phillips-Kurve, Arbeitslosigkeit, Inflation, Estland, Finanzkrise, Monetarismus, Neu-Keynesianisches Modell, Ökonometrie, Regression, Inflationserwartungen, Angebotsschocks, NAIRU, Arbeitsmarkt, Preisniveau, Statistik.
Die Arbeit analysiert die theoretische Validität und empirische Anwendbarkeit der Phillips-Kurve am Beispiel Estlands, insbesondere während der Finanzkrise.
Der Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit sowie der Untersuchung, wie verschiedene ökonomische Modelle diesen Trade-off über die Zeit erklären.
Das Ziel ist es, die verschiedenen Phillips-Kurven-Modelle für Estland zu modellieren, zu schätzen und zu analysieren, um deren Aussagekraft in verschiedenen Konjunkturphasen zu prüfen.
Die Arbeit nutzt eine ökonometrische Analyse mittels multivariater Regression unter Einsatz der Statistik-Software STATA.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Phillips-Kurven-Modelle und eine empirische Schätzung anhand estnischer Wirtschaftsdaten.
Zentrale Begriffe sind Phillips-Kurve, Arbeitslosigkeit, Inflation, Finanzkrise und die empirische Überprüfung mittels Regressionsmodellen.
Die Schätzungen zeigen, dass die ursprünglich postulierte negative Beziehung zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit nach der Krise durch eine positive Beziehung ersetzt wurde.
Diese Unterscheidung ist essenziell für das Verständnis der Inflationsbildung, da die Erwartungsbildung der Wirtschaftssubjekte maßgeblich beeinflusst, wie sich Lohn- und Preisniveaus anpassen.
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