Diplomarbeit, 2013
109 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Herleitung der Fragestellung
1.2 Stand der Forschung
1.3 Stand der Literatur
1.4 Abgrenzung der Titelbegriffe
1.4.1 KunsttherapeutInnen
1.4.2 Klinische Einrichtungen
1.4.3 KunsttherapeutInnen in Kliniken
1.5 Fragestellungen
1.5.1 Wie sieht die klinische Praxis von KunsttherapeutInnen derzeit aus?
1.5.2 Welche Erfahrungen können praktizierende KunsttherapeutInnen weitergeben?
2 Methode
2.1 Untersuchungsdesign
2.1.1 Untersuchungsinstrument
2.1.2 Auswahl der Teilnehmenden und Stichprobe
2.2 Fragebogenentwicklung und Vorstudie
2.3 Durchführung der Studie
2.4 Fragebogenbeschreibung
2.5 Auswertung der Daten
3 Die Ergebnisse
3.1 Umgang mit fehlenden und fehlerhaften Werten
3.1.1 Fehlende Werte
3.1.2 Fehlerhafte Werte
3.2 Stichprobenbeschreibung
3.2.1 Die KunsttherapeutInnen
3.2.2 Die Kliniken
3.3 Ergebnisse der einzelnen Fragen
3.3.1 Rahmenbedingungen der kunsttherapeutischen Arbeit in den Kliniken
3.3.2 Arbeitsweise der KunsttherapeutInnen in den Kliniken
3.3.3 Was hat sich bewährt?
3.4 Zusammenfassung und Darstellung der Ergebnisse im Überblick
3.4.1 Beschreibung der Stichprobe
3.4.2 Rahmenbedingungen
3.4.3 Arbeitsweise und was sich bewährt hat
4 Diskussion
4.1 Diskussion der Methode
4.1.1 Stichprobe und Rücklaufquote
4.1.2 Der Fragebogen
4.1.3 Objektivität
4.1.4 Validität
4.1.5 Reliabilität
4.2 Diskussion der Ergebnisse in Bezug auf bisherige Forschungsergebnisse
4.3 Folgerungen für die weitere Forschung
4.4 Gesamtfazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Arbeitsweise von KunsttherapeutInnen in klinischen Einrichtungen. Ziel ist es, durch eine explorative Online-Umfrage fundierte Einblicke in die tägliche Praxis, die Rahmenbedingungen sowie die bewährten Methoden und Erfahrungen von Praktizierenden zu gewinnen, um sowohl Studierenden als auch Berufseinsteigern Orientierung im klinischen Tätigkeitsfeld zu bieten.
1.1 HERLEITUNG DER FRAGESTELLUNG
Aus dem Leitbild der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen:
„Obwohl sich die Kunsttherapie in ständiger Weiterentwicklung befindet, gibt es bereits eine große Vielfalt an Ansätzen und Methoden, mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, je nach theoretischem Fundament und dem zugrundeliegenden Verständnis von Kunst und Therapie.“ (2007, S. 2).
Das Studium an der HKT Nürtingen zeichnet sich durch die Lehre verschiedener kunsttherapeutischer Vorgehensweisen aus. Die Möglichkeiten kunsttherapeutisch zu arbeiten werden außerdem durch die Beiträge zahlreicher Werke der Fachliteratur erweitert. PETZOLD und SIEPER betonen, dass es „umfangreiche, [...] kaum noch zu überschauende Literatur“ (2007, S. 182) zu diesem Thema gibt.
Die „unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen“ der Ansätze und Methoden, welche im Leitbild erwähnt werden, begründen sich unter anderem aus den „heterogenen historischen Wurzeln“ (BADER et al., 1999, S. 7), die der Kunsttherapie zu Grunde liegen. Daraus entwickelten sich seit den Anfängen viele verschiedene Arbeitsbereiche im klinischen, wie auch im außerklinischen Setting (TRÜG & KERSTEN, 2005, S. 4).
Dies erschwert nicht nur Außenstehenden die Orientierung im Praxisfeld Kunsttherapie. Dieser Meinung ist auch MECHLER-SCHÖNACH, die bereits 2005 von 47 unterschiedlichen Namen für die Kunsttherapie spricht, denen jeweils eigene Arbeitsfelder, psychotherapeutische oder philosophische Theorien und Zielgruppen zu Grunde liegen (MECHLER-SCHÖNACH, 2005, S. 11).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Forschungsfeld der Kunsttherapie in klinischen Einrichtungen ein und leitet aus der Vielschichtigkeit der Ansätze die zentrale Fragestellung ab.
2 Methode: Hier wird das explorative Design der Online-Umfrage, die Entwicklung des Instruments, die Stichprobenauswahl sowie die Durchführung und die statistische Auswertung der Daten detailliert dargelegt.
3 Die Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Daten zur Stichprobe sowie die detaillierten Antworten der Befragten zu Rahmenbedingungen, Arbeitsweisen und praktischen Erfahrungen im klinischen Setting.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, die Gütekriterien der Studie (Objektivität, Validität, Reliabilität) geprüft und in den Kontext bisheriger Forschungsergebnisse sowie zukünftiger Forschungsbedarfe gestellt.
Kunsttherapie, Klinische Praxis, Arbeitsweise, Rahmenbedingungen, Online-Umfrage, Berufsfeld, Therapeutisches Setting, Kunsttherapeutische Methoden, Beziehungsgestaltung, Klinische Einrichtungen, Praxisorientierung, Berufseinsteiger, Psychosomatik, Psychiatrie, Ressourcenorientierung.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der aktuellen, praktischen Arbeit von KunsttherapeutInnen in verschiedenen klinischen Einrichtungen, um Transparenz in das vielfältige Praxisfeld zu bringen.
Die Schwerpunkte liegen auf den strukturellen Rahmenbedingungen der Arbeit, der Wahl der therapeutischen Settings, den verwendeten Materialien und Methoden sowie der Weitergabe von Erfahrungswerten an Berufseinsteiger.
Ziel ist es, die klinische Praxis fundiert zu erfassen, um Studierenden und Einsteigern einen realitätsnahen Einblick in die Arbeitsweise und die bewährten Vorgehensweisen im klinischen Alltag zu geben.
Es wurde eine explorative, quantitative Online-Umfrage unter praktizierenden KunsttherapeutInnen durchgeführt, ergänzt durch die quantitative und qualitative Inhaltsanalyse offener Fragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die detaillierte Ergebnisdarstellung mit zahlreichen Abbildungen zu Arbeitsbelastung, Gehalt, Settings und Behandlungsmethoden sowie deren anschließende Diskussion.
Neben dem zentralen Begriff der Kunsttherapie stehen Fachbegriffe wie klinische Rahmenbedingungen, therapeutisches Setting, Ressourcenorientierung und die Differenzierung von Arbeitsweisen im Fokus.
Die Studie zeigt eine große Vielfalt an Settings auf, wobei vor allem die Gewichtung von Gestaltungs- und Gesprächszeit, die Gruppengrößen sowie der Einsatz spezifischer Methoden wie imaginativer Verfahren oder begleitendem Malen stark variieren können.
Die Befragten betonen die Bedeutung der Teamkultur für den therapeutischen Erfolg und raten dazu, die eigene Arbeit transparent zu machen und sich im interdisziplinären Team aktiv einzubringen.
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