Bachelorarbeit, 2015
91 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Nachhaltigkeit und Nachhaltige Entwicklung
2.1.1 Definitionen und Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs
2.1.2 Das Nachhaltigkeitsdreieck
2.1.3 Nachhaltige Entwicklung als politisches Leitbild
2.1.4 Sozialer Wandel im Bereich der Nachhaltigkeit
2.2 Social Entrepreneurship
2.2.1 Begriffliche Grundlagen Social Entrepreneurship
2.2.1.1 Definitionen, Konzept, Motivation und Ziele des SE
2.2.1.2 Abgrenzung zu anderen Begriffen
2.2.1.2.1 Social Business und Social Enterprise
2.2.1.2.2 Corporate Social Responsibility
2.2.1.2.3 Venture Philantrophie
2.2.1.2.4 Gemeinnützige Organisationen
2.2.1.2.5 Gesamtüberblick der Randbereiche des Social Entrepreneurship
2.2.2 Entstehung und Entwicklung des SE
2.2.3 Betätigungsfelder von Social Entrepreneurs
3. Potenzialanalyse Social Entrepreneurship
3.1 Marktanalyse Social Entrepreneurship
3.1.1 Definition des SE Marktes
3.1.2 Zielgruppen
3.1.3 Strukturdaten
3.1.3.1 Internationale Strukturdaten
3.1.3.2 Nationale Strukturdaten
3.1.4 Marktwachstum und Marktdynamik
3.1.5 Konkurrenzanalyse
3.1.5.1 Wettbewerbssituation der SE untereinander
3.1.5.2 SE und gewinnorientierte Unternehmen
3.1.5.3 SE und staatliche Wohlfahrtsorganisationen
3.2 Erfolg im SE
3.2.1 Erfolgsmessung im Social Entrepreneurship
3.2.1.1 Untersuchungsgegenstand der Erfolgsmessung
3.2.1.2 Problematik und Notwendigkeit der sozialen Erfolgsmessung im SE
3.2.1.3 Methoden sozialer Erfolgsmessung
3.2.1.3.1 SROI
3.2.1.3.2 BACO
3.2.1.3.3 Fazit Methoden der sozialen Erfolgsmessung
3.2.2 Zusammenfassung der theoretischen Analyse: Das Modell der erfolgsrelevanten Einflussfaktoren im Social Entrepreneurship
3.2.2.1 Persönliche Einflussfaktoren
3.2.2.2 Externe Einflussfaktoren
3.2.2.3 Institutionelle Einflussfaktoren
3.2.2.4 Fazit: Modell der erfolgsrelevanten Einflussfaktoren im SE
3.2.3 Verifikation des Modells in der Praxis: „Dialog im Dunkeln“
3.2.3.1 Das Konzept des SE „Dialog im Dunkeln“
3.2.3.2 Erfolgsrelevante Einflussfaktoren des SE „Dialog im Dunkeln“
3.2.3.2.1 Persönliche Einflussfaktoren „Dialog im Dunkeln“
3.2.3.2.2 Externe Einflussfaktoren „Dialog im Dunkeln“
3.2.3.2.3 Institutionelle Einflussfaktoren „Dialog im Dunkeln“
3.2.3.2.4 Fazit: Verifikation des Modells in der Praxis
4. Zusammenfassung und Ausblick: Potenzial erfolgreicher SE für einen nachhaltigen sozialen Wandel
Ziel der Arbeit ist es, das Potenzial von Social Entrepreneurship (SE) im Hinblick auf einen Beitrag zu einem nachhaltigen sozialen Wandel in der Gesellschaft zu analysieren und ein Modell erfolgsrelevanter Einflussfaktoren zu entwickeln und zu verifizieren.
3.1.5.1 Wettbewerbssituation der SE untereinander
Inwiefern konkurrieren SE untereinander? Um diese Frage zu beantworten, muss zunächst der Wettbewerbsgegenstand untersucht werden.
Während profitorientierte Unternehmen mit dem Ziel der Gewinnmaximierung um Marktanteile und Mitarbeiter konkurrieren, spielt nach dem Friedensnobelpreisträger und Gründer der bereits in dieser Arbeit thematisierten Grameen-Bank Muhammad Yunus bei den Social Entrepreneurships noch ein anderer Faktor eine entscheidende Rolle: der Stolz (vgl. Focus Online, unter: www.focus.de/finanzen/news/tid-9619/nobelpreistraeger-yunus-im-wettbewerb-der-sozialunternehmen-geht-es-um-stolz_aid_295303.html).
Stolz bezieht sich in diesem Kontext darauf, Maßnahmen zur Zielerreichung effektiv umzusetzen. Hierbei seien Konkurrenten nicht als Gegner zu verstehen, sie „können jederzeit fusionieren und sich so in eine noch stärkere soziale Kraft wandeln“ (vgl. ebd.).
Andere Akteure im selben Markt stellen folglich keine Wettbewerber, sondern immer potenzielle Kooperationspartner dar. „Denn das oberste Ziel sollte immer ein Gemeinsames sein: sich selbst abzuschaffen, indem das Unternehmen seine Mission (z.B. nachhaltige Armutsbekämpfung in einer bestimmten Region) tatsächlich irgendwann erreicht“ ( Kreutzer, unter: www.ebs.edu/fileadmin/redakteur/funkt.dept.sol/Chair_of_Social_Business/DSB_Insights/DSBInsights2_Kreutzer2012_Social%20Business%20Models.pdf).
Dabei sei es erstrebenswert, dass existierende erfolgreiche Geschäftsmodelle von SE auch in anderen Regionen der Welt imitiert und umgesetzt werden (vgl. ebd.).
Viele SE im Markt befinden sich also nicht in einer klassischen Wettbewerbssituation wie profitorientierte Unternehmen. Vielmehr wird durch Kooperationen gemeinsam die Intention verfolgt, das jeweilige Missionsziel zu erreichen und das Geschäftsmodell bei Erfolg auszuweiten.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Nachhaltigkeitsbegriffs ein und formuliert das Ziel der Arbeit, den Beitrag von Social Entrepreneurs zu einem nachhaltigen sozialen Wandel zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit, nachhaltiger Entwicklung und definiert den Begriff sowie das Konzept von Social Entrepreneurship durch die Abgrenzung zu verwandten Ansätzen.
3. Potenzialanalyse Social Entrepreneurship: Der Hauptteil analysiert den Markt für Social Entrepreneurship, untersucht Erfolgsfaktoren durch ein konstruiertes Modell und verifiziert dieses anhand des Praxisbeispiels „Dialog im Dunkeln“.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Potenzial erfolgreicher SE für einen nachhaltigen sozialen Wandel: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Social Entrepreneurs, durch innovatives Handeln einen Beitrag zu einem gesamtgesellschaftlichen Wandel zu leisten.
Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung, Social Entrepreneurship, sozialer Wandel, soziale Innovation, Erfolgsmessung, SROI, BACO, soziale Rendite, Stakeholder, Mission, Gemeinwohl, soziale Wirkung, Dialog im Dunkeln, unternehmerische Freiheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Beitrag Social Entrepreneurship als innovativer unternehmerischer Ansatz zu einem nachhaltigen sozialen Wandel in der Gesellschaft leisten kann.
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, die Definition und Abgrenzung von Social Entrepreneurship sowie die Potenzialanalyse dieses Sektors hinsichtlich seiner Marktdynamik und Erfolgsfaktoren.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, inwiefern Social Entrepreneurs durch ihr innovatives und unternehmerisches Konzept erfolgreich agieren und einen messbaren Beitrag zu einem nachhaltigen sozialen Wandel leisten können.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse zur theoretischen Fundierung und zur Identifikation von Erfolgsfaktoren, die in einem selbst konstruierten Modell zusammengeführt und anschließend anhand einer Fallstudie (Verifikation) auf ihre praktische Anwendbarkeit geprüft werden.
Im Hauptteil erfolgt eine Potenzialanalyse des Sektors, eine Marktanalyse, eine detaillierte Untersuchung der Erfolgsmessung im sozialen Bereich sowie die Entwicklung und Validierung eines Modells erfolgsrelevanter Einflussfaktoren.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Social Entrepreneurship, soziale Wirkung, soziale Innovation, Erfolgsmessung und sozialen Wandel charakterisieren.
Das Beispiel „Dialog im Dunkeln“ illustriert, wie ein Social Entrepreneur durch ein innovatives Konzept erfolgreich ein gesellschaftliches Problem adressiert, international expandiert und trotz einer Anfangsphase mit staatlicher Unterstützung finanzielle Selbstständigkeit erreichen kann.
Die soziale Erfolgsmessung ist essenziell für die Transparenz gegenüber Investoren und zur Steuerung der eigenen Organisation, stellt jedoch aufgrund der Komplexität sozialer Wirkungen eine methodische Herausforderung dar, da kein standardisiertes Pendant zur monetären Kapitalverzinsung existiert.
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