Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Mehrperspektivische Definitionen von Gesundheit und Krankheit
2.2 Einfluss der Bildung auf die Gesundheit
2.3 Bildungsbedingte Veränderung der Gesundheit im Alter
2.4 Ableitung von Hypothesen
3 Empirisches Vorgehen
3.1 Datengrundlage
3.2 Samplezuschnitt und Operationalisierung
3.3 Methoden
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Analyse
4.2 Multivariate Analyse
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht differenziert, wie sich bildungsbedingte Gesundheitsunterschiede im höheren Lebensalter entwickeln, wobei als zentrale Forschungsfrage geklärt wird, ob Divergenz, Konvergenz oder Kontinuität als dominierendes Verlaufsmuster bei der gesundheitlichen Ungleichheit unter älteren Menschen identifiziert werden kann.
1 Einleitung
Wie die sozialwissenschaftliche und -epidemiologische Forschung in den letzten 35 Jahren gezeigt hat, besteht ein enger Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit. Zur Beschreibung dieses Zusammenhangs hat sich der Begriff gesundheitliche Ungleichheit etabliert (Mielck 2000). Um die sozial vermittelten Gesundheitsunterschiede zu erklären, wird oft der sozioökonomische Status der Personen herangezogen, gemessen an der Stellung in der Berufshierarchie, der Einkommenshöhe und dem Bildungsgrad (Hradil 2009; Lampert/Kroll 2009). Die Verwendung von Indexmaßen verdeckt aber eigenständige Effekte der in einen Index eingehenden Einzelvariablen und sollte daher in Untersuchungen zu gesundheitlicher Ungleichheit vermieden werden (vgl. Geyer 2008: 282).
Oft ist konstatiert worden, dass Bildung in der modernen Gesellschaft von fundamentaler Bedeutung ist. Die Stellung der Menschen in der Arbeitswelt, ihr beruflicher Status und ihr Einkommen sind heute in hohem Maße durch das Bildungsniveau determiniert. Obwohl Bildung eine wesentliche Voraussetzung für hohe Lebensqualität ist, haben nicht alle Menschen die gleichen Bildungschancen. Zwar hat die Bildungsexpansion seit den 1960er Jahren die Bildungschancen für alle Schichten erheblich erhöht, ohne aber gleichzeitig gravierende schichttypische Bildungsunterschiede zu beseitigen (vgl. Geißler 2004: 368). Welche Folgen unzureichende Bildung für die Gesundheit hat, lässt sich aus zahlreichen Studien erkennen. Viele Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass Personen aus höheren Bildungsgruppen bessere Chancen haben, ein langes und gesundes Leben zu führen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der gesundheitlichen Ungleichheit ein und formuliert die Hauptfragestellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden zentrale Begriffe definiert sowie theoretische Erklärungsansätze und der Forschungsstand zu bildungsbedingten Gesundheitsunterschieden im Alter erörtert.
3 Empirisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Datenbasis des SHARE-Surveys, die Operationalisierung der Variablen und das verwendete Regressionsmodell.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der deskriptiven und multivariaten Analysen werden präsentiert und zur Hypothesenprüfung herangezogen.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Befunde zusammen, diskutiert diese im Kontext der Divergenz-, Konvergenz- und Kontinuitätsthesen und zieht gesundheitspolitische Implikationen.
Gesundheitliche Ungleichheit, Bildung, Alter, SHARE, Divergenz, Konvergenz, Kontinuität, Körperliche Gesundheit, Psychische Gesundheit, Kognitive Funktionen, Sozioökonomischer Status, Längsschnittanalyse, Lebenslauf, Epidemiologie, Arbeitsbelastung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Bildung und gesundheitlicher Ungleichheit bei Menschen im höheren Lebensalter.
Im Zentrum stehen der Einfluss des Bildungsniveaus auf körperliche, psychische und kognitive Gesundheitsindikatoren sowie deren Veränderung über den Lebenslauf.
Das Ziel ist die Identifizierung des dominierenden Verlaufsmusters (Divergenz, Konvergenz oder Kontinuität) bei der bildungsbedingten gesundheitlichen Ungleichheit im Alter.
Es handelt sich um eine quantitative Replikationsstudie, die mittels OLS-Regression auf Basis von Paneldaten (SHARE) durchgeführt wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die Vorstellung der Datengrundlage und Methodik sowie die empirische Auswertung und Darstellung der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen gesundheitliche Ungleichheit, Bildung, Alter, SHARE-Datensatz und verschiedene Verlaufsthesen wie Divergenz und Kontinuität.
Die Ergebnisse zeigen, dass divergierende und kontinuierliche Verläufe in etwa gleichem Maße vertreten sind.
Er beschreibt das Phänomen, dass ein besserer Gesundheitszustand zum ersten Befragungszeitpunkt einen größeren Spielraum für eine spätere Verschlechterung der Gesundheit bietet.
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