Bachelorarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 1,0
1.) Abstract
2.) Einleitung
3.) Theoretischer Hintergrund
3.1.) Soziales Konstrukt der Heteronormativität
3.2.) Gender Studies
3.3.) Queer Theory
3.4.) Definition von Inter*sexualität und Trans*gender
3.5.) Sexualerziehung
4.) Forschungsstand und Hinführung zur Pädagogik
5.) Analyse vorherrschender Unterrichtskonzepte NRW’s der Sekundarstufe I
5.1.) Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule
5.2.) Vielfältigkeit der Queer Theory als Basiskonzept des Schulwesens und als Kriterium der Untersuchung
5.2.1.) Untersuchung wissenschaftlicher Arbeiten
5.2.2.) Untersuchung der Richtlinien der Sexualerziehung in NRW
5.2.3.) Untersuchung des Kernlehrplans NRW
5.2.4.) Untersuchung der Sexualerziehung in Lehrbüchern
5.3) Lösungsansätze
6.) Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht auf Basis der Queer Theory und Gender Studies, inwiefern aktuelle Unterrichtskonzepte in der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen vielfältigkeitsorientiert gestaltet sind. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, ob diese Konzepte die Bedürfnisse von Trans*- und Inter*personen berücksichtigen oder weiterhin von heteronormativen Strukturen geprägt sind, die eine vollständige Einbeziehung dieser Individuen behindern.
3.1.) Soziales Konstrukt der Heteronormativität
„Der Begriff der ‚Heteronormativität‘ ist aus gegenwärtigen gender- und queerpolitischen Diskursen und Praxen nicht mehr wegzudenken.“ Heteronormativität beschreibt die Grundzüge eines schematischen, menschlichen Denkens. Die theoretischen Ansätze der beiden folgenden Kapitel basieren auf diesem Konzept. Auch in der Zusammenbringung mit didaktischen Ansätzen spielt der damit verbundene Terminus der Normalität eine prägnante Rolle.
Der Terminus -hetero impliziert eine binäre Geschlechterkultur. Gemeint sind Geschlechter, welche sich voneinander abgrenzen. Den Begriff fest auf eine Definition zu begrenzen wäre paradox, da es sich hier um ein wandelbares Konzept, welches abhängig von gesellschaftlichen Diskursen und Ereignissen ist, handelt. Das Konzept selbst „soll als dynamisch betrachtet werden.“ Eine passende Beschreibung liefern und Klesse und weitere:
Der Begriff der Heteronormativität beschreibt Heterosexualität als ein zentrales Machtverhältnis, das alle wesentlichen gesellschaftlichen und kulturellen Bereiche, ja die Subjekte selbst durchzieht. In der gängigen Rezeption referiert der Begriff auf die wechselseitige Verwiesenheit von Geschlecht und Sexualität und hebt die Erkenntnis hervor, dass vorherrschende Geschlechterdiskurse in mehrfacher Weise heterosexualisiert sind: Sie basieren zum einen auf der Annahme von zwei klar voneinander abgrenzbaren, sich ausschließenden Geschlechtern und zum anderen auf der Setzung von heterosexuellem Begehren als natürlich und normal.
1.) Abstract: Zusammenfassung der zentralen Forschungsfrage und der methodischen Herangehensweise der Analyse queerer Konzepte in NRW.
2.) Einleitung: Einführung in die Relevanz geschlechtlicher Vielfalt und die rechtlichen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen für Trans*- und Inter*menschen.
3.) Theoretischer Hintergrund: Darstellung der zentralen Konzepte Heteronormativität, Gender Studies und Queer Theory sowie Definitionen von Inter*sexualität, Trans*gender und Sexualerziehung.
4.) Forschungsstand und Hinführung zur Pädagogik: Einblick in historische Entwicklungen der Sexualerziehung und die Rolle der Schule im Spannungsfeld zwischen Elternrecht und pädagogischem Auftrag.
5.) Analyse vorherrschender Unterrichtskonzepte NRW’s der Sekundarstufe I: Detaillierte Untersuchung von Bildungsauftrag, Richtlinien, Kernlehrplänen und Lehrbüchern auf ihre Inklusivität und queere Ausrichtung.
6.) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der lückenhaften Unterrichtskonzepte und Ausblick auf notwendige Veränderungen für eine inklusivere Bildungspraxis.
Queer Theory, Gender Studies, Heteronormativität, Sexualerziehung, Trans*gender, Inter*sexualität, Biologieunterricht, Geschlechterkonstruktion, Diversität, Diskriminierung, Schulpädagogik, Vielfältigkeit, Schulbücher, Identität, Lehrplan
Die Arbeit untersucht, wie vielfältigkeitsorientiert Unterrichtskonzepte in der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen sind, insbesondere in Bezug auf die Themen Trans*gender und Inter*sexualität.
Die Schwerpunkte liegen auf der Queer Theory, der Bedeutung von Heteronormativität in Schulen, sowie der Analyse von offiziellen Richtlinien, Lehrplänen und gängigen Biologie-Lehrbüchern.
Die Forschungsfrage lautet, inwiefern Unterrichtskonzepte so vielfältigkeitsorientiert gestaltet sind, dass sie jedes Individuum losgelöst von starren geschlechtlichen Vorschreibungen einbeziehen und respektieren.
Die Arbeit nutzt eine kriteriengeleitete Analyse von Unterrichtskonzepten, fundiert auf den theoretischen Rahmen der Queer Theory und Gender Studies.
Der Hauptteil analysiert den Bildungsauftrag der Schule, die Richtlinien zur Sexualerziehung in NRW, den Kernlehrplan Biologie sowie konkret eingesetzte Lehrbücher aus dem Jahr 2017.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Queer Theory, Heteronormativität, Trans*gender, Inter*sexualität und Diversität definiert.
Er dient als kritischer Analyseraster, um zu zeigen, wie Schulen durch die binäre Unterscheidung von Mann und Frau unbewusst andere Identitäten ausschließen oder als „Abweichung“ markieren.
Die Autorin kritisiert, dass viele Schulbücher Trans* und Inter*themen entweder gar nicht behandeln oder nur als „Störung“ bzw. biologische Abweichung pathologisieren, anstatt sie als Teil normaler menschlicher Vielfalt darzustellen.
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