Masterarbeit, 2014
106 Seiten, Note: 10
1. EINLEITUNG
2. ENTSTEHUNG DER WASSERRESSOURCEN IM ARALSEEBECKEN
2.1 Kurze Beschreibung der geographischen Lage des Aralsee-Beckens
2.2 Entstehung der Wasserressourcen im Aralsee-Becken
2.2.1 Syrdarja-Becken
2.2.2 Amudarja-Becken
2.3 Regulierung des grenzüberschreitenden Abflusses
2.3.1 Syrdarja-Becken
2.3.2 Amudarja-Becken
3. NUTZUNG DER WASSER- UND ENERGIERESSOURCEN ZWISCHEN DEN OBERLAUF- UND UNTERLAUFSTAATEN
3.1 Saisonale Wassernutzung der grenzüberschreitenden Gewässer
3.2 Abkommen zwischen den Unionsrepubliken zur Wasserquote im Syrdarja-Becken
3.2.1 Zwischenstaatliche Abkommen zur Wasserquote
3.2.2 Zusätzliche Stauseen und Kompensationen
3.2.3 Tatsächliche Wasserentnahme aus dem Syrdarja
3.3 Abkommen zwischen den Unionsrepubliken zur Wasserquote im Amudarja-Becken
3.3.1 Zwischenstaatliche Abkommen zur Wasserquote
3.3.2 Tatsächliche Wasserentnahme aus dem Amudarja
3.3.4 Wasserverlust aus dem Flussbett des Amudarja
4. NACHFRAGE NACH WASSER ALS WASSER- UND ENRGIERESSOURCE IM ARALSEE-BECKEN
4.1 Voraussetzungen der Wasserquote von grenzüberschreitenden Gewässern
4.2 Nachfragen nach Wasserressourcen
4.2.1 Umweltbedürfnisse des aquatischen Ökosystems des Aralsees
4.2.2 Förderwasser für den Unterlauf von Amudarja und Syrdarja
4.2.3 Folgen der Intensivierung in den 60er Jahren
4.2.4 Verschlechterung der Wasserqualität am Unterlauf der Flüsse
4.2.5 Regionale Programme der zentralasiatischen Staaten
4.2.6 Globaler Klimawandel
4.2.7 Mangelnde Informationen
4.2.8 Wiederaufbaus Afghanistans
4.2.9 Erschließung neuer Bewässerungsflächen
4.3 Nachfrage nach den Energieressourcen
4.3.1 Energieversorgungsgrad und Entwicklung der Wasserkraft der Region
4.3.2 Abbau des Rogun-Staudamms am Oberlauf des Wachsch
4.3.3 Bau des Kambarata-1- und -2-Staudamms am Oberlauf des Naryn
4.3.4 Bau mehrerer kleiner Staudämme anstatt eines einzigen riesigen Staudamms
4.3.5 Perspektiven der Stromausfuhr aus der Region
5. AKTUELLE PROBLEMEN AUF DER INSTITUTIONELLEN, RECHTLICHEN UND ORGANISATORISCH-TECHNISCHEN EBENE UND DEREN MÖGLICHE LÖSUNGEN
5.1 Institutionelle Ebene
5.1.1 Restriktiven der regionalen Organisationstruktur
5.1.2 Nationale Behörden in der Wasserwirtschaft
5.1.3 Gründung neuer regionaler Institutionen
5.2 Rechtliche Ebene
5.2.1 Das Dilemma der nationalen und regionalen Rechtsvorschriften
5.2.2 Wasser als Ware und Menschenrecht
5.2.3 Rolle der UNECE-Konventionen für Zentralasien
5.2.4 Transformationsprozess der Wasserwirtschaft
5.3 Organisatorisch- und technischen Ebene
5.3.1 IWRM-Konzept für die nachhaltige Ressourcennutzung im Aralsee-Becken
5.3.2 Mittelbindungen zur Integration im IWRM
5.3.3 Praktische Umsetzung der IWRM-Prinzipien
6. SCHLUSSFOLGERUNG
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die wasserwirtschaftlichen Herausforderungen im Aralsee-Becken nach der Auflösung der Sowjetunion, mit einem besonderen Fokus auf die Interessenskonflikte zwischen Oberlauf- und Unterlaufstaaten bei der Nutzung von Wasser- und Energieressourcen. Ziel ist es, institutionelle, rechtliche und technisch-organisatorische Probleme zu analysieren und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.
2.2 Entstehung der Wasserressourcen im Aralsee-Becken
In den zentralasiatischen Hochgebirgen entstehen größtenteils die Wasser- und Energieressourcen des Aralsee-Beckens. Die Berge haben einen gewissen Einfluss auf die atmosphärischen Niederschläge des unteren Tieflands. Vor allem in den Bergen ist der Niederschlag um ein Vielfaches höher als im Flachland. Hier beträgt die mittlere Jahresniederschlagshöhe 500 bis 700 mm. Daher spielen die Berggebiete eine entscheidende Rolle bei der räumlichen und zeitlichen Verteilung der Wasserressourcen; sie sind ebenfalls ein Gebiet, in dem die Akkumulation von Niederschlägen sowie die Bildung von Gletschern und ewigem Schnee stattfinden. Zudem stellen diese Gebiete die einzige Quelle der Bildung von erneuerbarem Süßwasser in der Region dar (vgl. BUZRUKOV/BOTUROV 2006, S. 56).Außerdem sind die Berge Zentralasiens Schauplatz von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Schlammlawinen, Erdrutsche, Lawinen, Überschwemmungen etc., welche die sozioökonomischen Bedingungen nicht nur der Bewohner der Bergregionen, sondern auch aller dicht besiedelten Vorgebirgs- und Wüstenebenen erheblich erschweren können.
1. EINLEITUNG: Einleitung in die komplexe wasserwirtschaftliche Situation im Aralsee-Becken und die daraus resultierenden Konflikte der Anrainerstaaten.
2. ENTSTEHUNG DER WASSERRESSOURCEN IM ARALSEEBECKEN: Analyse der geografischen und hydrologischen Rahmenbedingungen sowie der Entstehung der Wasserressourcen durch Gebirgsniederschläge und Gletscher.
3. NUTZUNG DER WASSER- UND ENERGIERESSOURCEN ZWISCHEN DEN OBERLAUF- UND UNTERLAUFSTAATEN: Erörterung der Interessenkonflikte hinsichtlich saisonaler Wassernutzung und die Rolle von zwischenstaatlichen Abkommen.
4. NACHFRAGE NACH WASSER ALS WASSER- UND ENRGIERESSOURCE IM ARALSEE-BECKEN: Untersuchung der steigenden Nachfrage durch Bevölkerungswachstum, Landwirtschaft und Energieerzeugung sowie der Umwelteinflüsse.
5. AKTUELLE PROBLEMEN AUF DER INSTITUTIONELLEN, RECHTLICHEN UND ORGANISATORISCH-TECHNISCHEN EBENE UND DEREN MÖGLICHE LÖSUNGEN: Analyse der institutionellen Defizite und rechtlichen Rahmenbedingungen inklusive Lösungsansätze wie dem IWRM-Konzept.
6. SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Notwendigkeit für gegenseitiges Vertrauen zur langfristigen Lösung.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Kurze Zusammenfassung der Kernprobleme und der Notwendigkeit einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit.
Aralsee-Becken, Wasserressourcen, Wassermanagement, Oberlaufstaaten, Unterlaufstaaten, Bewässerung, Energieerzeugung, Konfliktmanagement, IWRM, Institutionelle Ebene, Klimawandel, Wasserqualität, Zentralasien, grenzüberschreitende Flüsse, Stauseen
Die Arbeit behandelt die komplexe wasserwirtschaftliche Situation im Aralsee-Becken und analysiert die daraus resultierenden Konflikte zwischen den zentralasiatischen Staaten.
Die zentralen Themen sind die Verteilung und Nutzung von Wasser- und Energieressourcen, die Rolle der Oberlauf- und Unterlaufstaaten sowie die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Das Hauptziel ist es, die institutionellen, rechtlichen und organisatorisch-technischen Probleme der Wasserbewirtschaftung im Aralsee-Becken zu identifizieren und mögliche Lösungen aufzuzeigen.
Es wird eine fundierte Literatur- und Datenanalyse durchgeführt, die auf hydrologischen, sozioökonomischen und rechtlichen Studien sowie internationalen Berichten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Entstehung und Regulierung der Wasserressourcen, die Nutzungskonflikte durch saisonale Anforderungen, die steigende Nachfrage nach Wasser und Energie sowie eine kritische Betrachtung der aktuellen regionalen Probleme.
Zu den prägenden Begriffen zählen Aralsee-Becken, IWRM (Integriertes Wasserressourcen-Management), grenzüberschreitende Wasserbewirtschaftung und regionale Zusammenarbeit.
Klimawandel und Umweltdegradierung führen zu einem Rückgang der Gletscher und zu veränderten Niederschlagsregimen, was die Wasserknappheit verschärft und die Qualität der verbleibenden Ressourcen durch Versalzung und Verschmutzung weiter beeinträchtigt.
Diese Großprojekte intensivieren die Spannungen, da die Oberlaufstaaten durch Staudämme ihre Energieerzeugung sichern wollen, während die Unterlaufstaaten durch die veränderten Abflussmuster ihre landwirtschaftliche Wasserversorgung gefährdet sehen.
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