Examensarbeit, 2016
96 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Multikulturalität in Deutschland
2.1 Kultur
2.1.1 Definition
2.1.1. Strukturmerkmale von Kulturen
2.2.1 Schulische Umsetzung im Geschichtsunterricht
2.3 Multikulturelle Gesellschaften
2.4 Migration aktuell
2.5 Multikulturalität im Unterricht
3. Migration und Schule
3.1 Bildungsplan und Curriculum
3.1.1 Historisches Lernen
3.1.2 Nationaler Integrationsplan
3.2 Integrationsraum Schule
3.3 Interkulturelle Bildung
3.4 Kategorien der Geschichtsdidaktik
3.4.1 Geschichtsbewusstsein
3.4.1.1 Die Dimensionen von Geschichtsbewusstsein
3.4.1.2 Wirklichkeitsbewusstsein - die Frage nach real und fiktiv
3.4.1.3 Temporalbewusstsein – die Frage nach dem gestern und heute
3.4.1.4 Wandelbewusstsein – die Frage nach statistisch und veränderlich
3.4.1.5 Politisches Bewusstsein – die Frage nach oben und unten
3.4.1.6 Identitätsbewusstsein – die Frage nach dem wir und ihr
3.4.1.7 Moralisches Bewusstsein – die Frage nach dem richtig und falsch
3.4.1.8 Ökonomisch-soziales Bewusstsein – die Frage nach Arm und Reich
3.4.2 Geschichtskultur
3.4.3 Identität
3.4.4 Fremdverstehen
3.4.5 Multiperspektivität
3.4.6 Gegenwartsbezug
4. Konzepte der Geschichte
4.1 Weltgeschichte
4.1.1 Konzept
4.1.2 Umsetzung in der Schule
4.1.3 Kritik
4.2 Globalgeschichte
4.2.1 Konzept
4.2.1.1 Transfergeschichte
4.2.1.2 Entangled history
4.2.1.3 Histoire croisée
4.2.1.4 Globalgeschichte als Vergleichs- und Beziehungsgeschichte
4.2.1.5 Transnationale Geschichte
4.2.2 Umsetzung in der Schule
4.2.3 Kritik
4.3 Interkulturelle Geschichte
4.3.1 Konzept
4.3.2 Umsetzung in der Schule
4.3.3 Kritik
4.4 Transkulturelle Geschichte
4.4.1 Konzept
4.4.2 Umsetzung in der Schule
4.4.3 Kritik
5. Vergleich
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Geschichtsunterricht in multikulturellen Klassen der Sekundarstufe I gestaltet werden kann, um der zunehmenden kulturellen Vielfalt gerecht zu werden und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Dabei wird analysiert, welches der Konzepte Weltgeschichte, Globalgeschichte oder transkulturelle Geschichte sich am besten zur Umsetzung eignet.
4.2.1.1 Transfergeschichte
Michel Espagne verlangt in seinem Artikel aus der Zeitschrift Genèses 1994, den Transferuntersuchungen in der Geschichtswissenschaft mehr Raum zu geben.
Dabei versteht Espagne unter Transfers „Wandlungen, die bei der Übertragung von Konzepten, Normen, Bildern und Repräsentationen von einer Kultur in die andere Stattfinden“ (vgl. Kaelble 2005). Solchen Übertragungen finden bei Migrationsbewegungen, durch Kommunikation oder bei der Lektüre eines Textes aus einer anderen Kultur statt. Espagne ist dabei der Meinung, dass der Einfluss eines solchen Austausches sich auf die Kultur innerhalb einer Nation auswirkt. Da eine klassisch nationale Geschichtsschreibung andere Kulturen und deren Einflüsse unbeachtet lässt und den Vergleich erst konstruieren muss, wird sie von ihm kritisiert und als unzureichend dargestellt. Laut Espangne findet nationale Geschichte viel zu weit von der Wirklichkeit entfernt statt und konzentriert sich zu sehr auf Strukturen und Institutionen. Reale Erfahrungen werden dabei weniger beachtet.
Solche Erfahrungen stehen bei der Transfergeschichte jedoch im Mittelpunkt der Untersuchungen, wobei die bereits erwähnte Dimension der Zeit aufgrund des stetigen Wandels der Transfergeschichte eine wichtige Rolle spielt.
Osterhammel geht bei seinen Untersuchungen noch einen Schritt weiter als Espagne. Er weitet den Blick auch auf den Transfer zwischen Europa und außereuropäischen Gesellschaften aus. Für ihn sind nicht nur die kulturellen, sondern auch die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen wichtig.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Bildungsauftrag der Schule angesichts einer multikulturellen Gesellschaft und formuliert das Ziel, Konzepte für einen interkulturell sensiblen Geschichtsunterricht zu finden.
2. Multikulturalität in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Kulturbegriff sowie Werte- und Normensysteme und beleuchtet die aktuelle Migrationssituation sowie die daraus resultierenden Anforderungen an den Unterricht.
3. Migration und Schule: Hier wird der Bildungsplan im Kontext der Migration betrachtet, der Integrationsraum Schule sowie wichtige geschichtsdidaktische Kategorien wie Geschichtsbewusstsein analysiert.
4. Konzepte der Geschichte: In diesem Hauptteil werden die Konzepte Weltgeschichte, Globalgeschichte, interkulturelle Geschichte und transkulturelle Geschichte hinsichtlich ihrer theoretischen Grundlagen, ihrer schulischen Umsetzung und ihrer kritischen Aspekte untersucht.
5. Vergleich: Das Kapitel vergleicht die vorgestellten Konzepte, um deren Eignung für den Geschichtsunterricht in heterogenen Klassen zu bewerten.
6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass sich die transkulturelle Geschichte aufgrund ihres Fokus auf Verflechtungen besonders für den Geschichtsunterricht in multikulturellen Klassen eignet, betont jedoch die Abhängigkeit von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Geschichtsdidaktik, Multikulturalität, Migration, Geschichtsbewusstsein, Interkulturelles Lernen, Globalgeschichte, Weltgeschichte, Transkulturelle Geschichte, Historisches Lernen, Multiperspektivität, Identität, Werteerziehung, Integration, Bildungsplan, Kultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung des Geschichtsunterrichts in multikulturellen Klassen der Sekundarstufe I unter Berücksichtigung verschiedener geschichtstheoretischer Konzepte.
Die zentralen Felder sind Migration, Integration, Kulturtheorie, geschichtsdidaktische Kategorien sowie der Vergleich verschiedener Geschichtskonzepte wie Global- und transkulturelle Geschichte.
Das Ziel ist die Untersuchung, welches Geschichtskonzept (Weltgeschichte, Globalgeschichte oder transkulturelle Geschichte) sich am besten für einen Unterricht eignet, der der heterogenen Schülerschaft gerecht wird.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer fachdidaktischen Reflexion sowie dem Vergleich existierender theoretischer Ansätze zur Geschichtsschreibung.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen zu Kultur und Migration, zentrale didaktische Kategorien und führt eine tiefgehende Analyse der vier genannten Geschichtskonzepte inklusive ihrer schulpraktischen Umsetzbarkeit durch.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Multikulturalität, Geschichtsbewusstsein, Migration, interkulturelles Lernen und transkulturelle Geschichte definiert.
Während die Weltgeschichte oft in nationalen Blöcken denkt und diese vergleicht, zielt die transkulturelle Geschichte darauf ab, feste Einheiten aufzubrechen und Verflechtungen sowie Durchdringungsprozesse in den Fokus zu rücken.
Das Geschichtsbewusstsein ist laut der Arbeit eine notwendige Voraussetzung für die Orientierung in der Welt und bildet das Fundament, auf dem Schüler ihre eigene Identität entwickeln und Fremdverstehen erlernen können.
Der Bildungsplan 2016 dient als Referenzrahmen, um fachdidaktische Ziele und die Integration interkultureller Kompetenzen in den Geschichtsunterricht zu verorten.
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