Examensarbeit, 2018
131 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen zur Speerwurftechnik
2.1 Der Bewegungsablauf
2.1.1 Die Zyklische Anlaufbewegung
2.1.2 Die Azyklische Anlaufbewegung
2.1.3 Die Azyklische Abwurfbewegung
2.1.4 Das Abfangen des Körpers
2.2 Anforderungen an die sportmotorischen Hauptbeanspruchungsformen
2.3 Technische Fehler als Quelle für Verletzungen
3 Sportartspezifische Verletzungen im Speerwurf
3.1 Sportverletzung und Sportschaden als Begrifflichkeiten
3.2 Lokalisierung der Verletzungen
3.2.1 Schulter
3.2.2 Ellenbogen
3.2.3 Rumpf
3.2.4 Untere Extremität
3.3 Stellenwert der Verletzungsprävention für die Sportpraxis
4 Methodik
4.1 Untersuchungsverfahren
4.2 Untersuchungspersonen
4.3 Studienergebnisse
4.4 Untersuchungsauswertung
5 Diskussion
5.1 Darstellung und Vergleich der Ergebnisse
5.2 Diskussion der Präventionsstrategien
5.2.1 Kräftigung
5.2.2 Dehnungs- bzw. Beweglichkeit
5.2.3 Physiotherapeutische Behandlungsformen
5.2.4 Koordination und Propriozeption
5.2.5 Erwärmung
5.2.6 Sonstige Maßnahmen
5.3 Ableitung eines Präventionskonzeptes
6 Fazit
7 Literatur
8 Anhang
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, auf Basis einer qualitativen Expertenbefragung sowie des aktuellen Forschungsstandes ein umfassendes Präventionskonzept für Speerwerfer zu entwickeln, um langfristig auftretende Verletzungen und Überlastungsschäden in dieser komplexen Wurfdisziplin zu vermeiden und eine nachhaltige Leistungsfähigkeit der Athleten zu sichern.
2.1.2 Azyklische Anlaufbewegung
Nach erster Beschleunigung des Gesamtsystems Körper-Speer, wird die Geschwindigkeit in der zweiten Anlaufphase weiter gesteigert (Lenz & Losch, 1991). Im Inneren des Körpers dient der azyklische Anlaufteil der Erhaltung bzw. weiteren Steigerung der muskulären Vorspannung. Es wird eine günstige Positionierung der Glieder und des Wurfgerätes angestrebt, um eine Voraussetzung für die größtmögliche Energieübertragung für die darauffolgende Abwurfaktion gewährleisten zu können (Lenz & Losch, 1991). Speerwurftechnisch erfolgt dies über einen Fünf-Schritt-Rhythmus. Erweitert werden kann diese Technik durch eine Vorschaltung von weiteren Kreuzschritten zu einem Sieben- oder Neun-Schritt-Rhythmus (Strüder et al., 2013). Da die Mehrzahl der Speerwurfelite den Fünfschritt-Rhythmus ausführt und diese Technik für alle erweiternden Rhythmen grundlegend ist, wird eine Beschränkung auf diese Technik als zielführend erachtet.
Der azyklische Teil wird durch die Zurückführung des Wurfgerätes eröffnet. Mit Speerzurücknahme wird der Ellenbogen gestreckt und der Wurfarm befindet sich in Verlängerung der Schulter. Der Nicht-Wurfarm hingegen wird in Schulterhöhe angehoben und zeigt in Wurfrichtung (Strüder et al., 2013). Mit ihm wird die Beschleunigung weiterhin unterstützt sowie die Zielrichtung anvisiert. Während dieser Phase wird die Frontalpositionierung aufgelöst und der gesamte Körper zur Wurfarmseite hin geöffnet. Die Schulterachse rotiert nach außen um die Körperlängsachse bis auf 90° (Strüder et al., 2013). Dabei ist der Humerus horizontal eingestellt und um ca. 160° nach außen rotiert (Bramhall et al., 1997). Auch die Hüfte folgt dieser Bewegung und wird aus der frontalen Position herausgelöst (Strüder et al., 2013). Insgesamt entsteht eine leichte Rumpfneigung entgegen der Laufrichtung (Lenz & Losch, 1991). Der Speer wird aus der nahezu waagerechten Position leicht gekippt sodass die Speerspitze ca. 40° gen Vertikale zeigt. Die Speerspitze befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Schläfe (Strüder et al., 2013). Diese Position der Speerwurfrücknahme muss spätestens mit dem dritten Fußaufsatz des Fünf-Schritt-Rhythmus eingenommen werden, um eine angemessene Wurfauslage zu erreichen.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel identifiziert die hohe körperliche Belastung im Speerwurf und definiert die Forschungsfrage bezüglich der notwendigen Strategien für ein umfassendes Präventionskonzept.
2 Theoretische Grundlagen zur Speerwurftechnik: Hier wird die Phasenstruktur der Bewegung detailliert analysiert, um technische Fehler und biomechanische Belastungsursachen als Verletzungsquellen aufzuzeigen.
3 Sportartspezifische Verletzungen im Speerwurf: Dieses Kapitel kategorisiert typische Verletzungsbilder anatomisch und erläutert deren Entstehung in Zusammenhang mit den extremen Anforderungen der Wurftechnik.
4 Methodik: Es wird der Aufbau der empirischen Expertenbefragung dargelegt, inklusive des Auswahlverfahrens der Untersuchungspersonen und der qualitativen Inhaltsanalyse der Daten.
5 Diskussion: Die Ergebnisse der Experteninterviews werden systematisiert, mit dem Forschungsstand abgeglichen und in spezifische Präventionsstrategien wie Kräftigung, Koordination und Regeneration unterteilt.
6 Fazit: Das Fazit fasst den Wandel im Speerwurf zu einem stärkeren Präventionsbewusstsein zusammen und bestätigt die Notwendigkeit einer Kombination aus konditionellem und funktionellem Training.
Speerwurf, Verletzungsprävention, Überkopfsportart, Biomechanik, Sportverletzung, Sportschaden, Schnellkraft, Koordination, Propriozeption, Faszientraining, Rumpfstabilität, Trainingsmethodik, Leistungssteigerung, Beweglichkeit, Athletiktraining.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Präventionskonzepts für Speerwerfer, um die typischen sportartspezifischen Verletzungen zu minimieren.
Zentrale Themen sind die Analyse der Wurftechnik, die anatomische Lokalisierung von Verletzungsrisiken sowie evidenzbasierte Präventionsstrategien wie Kraft-, Koordinations- und Faszientraining.
Die Forschungsfrage lautet: Welche Strategien und Prinzipien müssen in einem Präventionskonzept für Speerwerfer enthalten sein, um eine umfassende Verletzungsprophylaxe zu gewährleisten?
Es wurde eine qualitative Forschungsstudie durchgeführt, die Experteninterviews mit vier erfahrenen Sportlern, Trainern und Physiotherapeuten beinhaltet.
Der Hauptteil analysiert die biomechanische Phasenstruktur des Speerwurfs, beschreibt anatomische Verletzungsherde (z.B. Schulter, Ellenbogen) und diskutiert Präventionsstrategien basierend auf den Interviews und der Fachliteratur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Speerwurf, Verletzungsprävention, Überlastungsschäden, Biomechanik und funktionelles Training charakterisieren.
Die Rumpfstabilität wird als Grundvoraussetzung identifiziert, da sie als proximales Stabilitätszentrum die distale Dynamik der Wurfbewegung schützt und Verletzungen an Wirbelsäule und ISG verhindert.
Der Wandel beruht auf der Erkenntnis, dass ein reiner Fokus auf Maximalkraft nicht ausreicht; stattdessen gewinnen funktionell-koordinative Ansätze an Bedeutung, um den steigenden Leistungsanforderungen verletzungsfrei zu begegnen.
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