Fachbuch, 2019
76 Seiten
1 Einführung
2 Struktur und Methodik
2.1 Literaturrecherche
2.2 Experteninterviews
3 Digitalisierung und Raum
3.1 Digitalisierung
3.1.1 Stand der Digitalisierung in der Bundesrepublik Deutschland
3.1.2 Einordnung im zeitlichen Kontext
3.2 Raum und räumliche Entwicklung
3.2.1 Stadtraum und „Smart City“
3.2.2 Instrumente der Raumplanung/-ordnung
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf den Raum
4.1 Wirtschafts- und Erwerbsstrukturen
4.1.1 Allgemeine Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt
4.1.2 Industrie 4.0
4.1.3 Neuartige Produktionsverfahren und Arbeitsformen
4.1.4 Mobiles Arbeiten
4.1.5 Onlinehandel vs. stationärer Einzelhandel
4.2 Mobilität und Verkehrsverflechtungen
4.2.1 Logistik und Transportaufkommen
4.2.2 Autonomes Fahren, Sharing Economy und intermodale Verkehrsmodelle
4.2.3 Elektromobilität
4.3 Siedlungsstruktur
4.3.1 Stadt als Ort der Kommunikation
4.3.2 Beschleunigung des Alltags und räumliche Folgen
4.3.3 Internet der Dinge und Smart Homes
4.3.4 Digitale Plattformen und Airbnb
4.4 Raumplanung und Raumordnung
4.4.1 Bundesraumordnung
4.4.2 Raumordnung des Landes Hessen
4.4.3 Smart City Charta
5 Praxisbeispiel Wissenschaftsstadt Darmstadt
5.1 Stand der Digitalisierung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
5.2 Bisherige Auswirkungen
5.2.1 Stadtwirtschaft
5.2.2 Onlinehandel
5.2.3 Stadtentwicklung und -planung
5.3 Aktuelle Entwicklungen - Die Digitalstadt Darmstadt
5.3.1 Digitale Mobilität in Darmstadt
5.3.2 Digitaler Handel in Darmstadt
5.3.3 Weitere aktuelle Projekte und Entwicklungen
5.4 Zukünftige Entwicklungen
5.4.1 Stadtbild und -struktur
5.4.2 Fortführung der aktuellen Digitalstadt-Projekte
5.4.3 Weitere zukünftige Entwicklungen
6 Fazit und Handlungsempfehlungen
6.1 Fazit
6.2 Handlungsempfehlungen
6.2.1 Allgemeine Handlungsempfehlungen
6.2.2 Sharing Economy
6.2.3 Digitalstadt Darmstadt
6.3 Weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen, interdependenten Auswirkungen der Digitalisierung auf die räumliche Entwicklung am Beispiel der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Im Fokus steht dabei die Beantwortung der Forschungsfrage, wie sich digitale Transformationsprozesse auf Wirtschaftsstrukturen, Mobilität, Siedlungsbild und städteplanerische Ansätze auswirken und welche Strategien für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung daraus abgeleitet werden können.
3.1 Digitalisierung
Die Digitalisierung ist ein Oberbegriff, unter dem zahlreiche Prozesse von Mikro bis Makroebene subsumiert werden können. Im engsten Sinn bezeichnet Digitalisierung die Überführung von „Eigenschaften phyischer Objekte in (...) aneinandergereihte[n] Sequenzen aus „1“ und „0““(Neugebauer, 2018, S. 9). So wird beispielsweise ein Bild durch Einscannen „digitalisiert“, Texte können durch Abtippen oder automatische Texterkennung in digitale Form gebracht werden und Töne wie Filme werden durch das Abtasten und Auslesen eines CD/DVD-Laufwerks in (komprimierten) digitalen Dateien gesichert.
In einem weiteren Sinne wird Digitalisierung oftmals als Synonym zur „vierten industriellen Revolution“, der „digitalen Revolution“ oder im internationalen Kontext zu „the second machine age“ verwendet. Gemeint ist hiermit der durch die immer schneller fortschreitende technologische Entwicklung ausgelöste wirtschaftliche und produktionstechnische Wandel. Es wird davon ausgegangen, „ dass die Entwicklung digitaler Technologien ein Stadium erreicht habe, das eine völlig neue Qualität ihrer Anwendung eröffne“ (Hirsch-Kreinsen & Hompel, 2015, S. 2), was den Begriff der „Revolution“ rechtfertigt. Grund hierfür sind immer schnellere, billigere, energieeffizientere und platzsparendere Mikroprozessoren, die neue Formen der Wertschöpfung entstehen lassen sowie die globale Vernetzung der verarbeiteten Daten durch das World Wide Web (Vgl. ebd., S.2). Die Auswirkungen dieses Prozesses sind bislang in ihrer vollen Konsequenz unbekannt, können aber teilweise als disruptiv bezeichnet werden. So haben sich analog zu den oben angeführten Beispielen die zugehörigen Industrien in den vergangenen Jahren massiv verändert. Die Fotoindustrie erlebte mit dem Aufkommen der digitalen Fotografie einen radikalen Umschwung vom Film zu digitalen Sensoren, die Auflagen von Printmedien gehen stetig zurück und die Musik- und Filmindustrie wurde Zeuge von der Entwicklung der LP/Kassette/VHS-Videoband hin zur CD/DVD/BluRay hin zum Streaming.
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Digitalisierung für verschiedene Lebensbereiche und begründet die Eignung Darmstadts als Fallbeispiel für eine praxisnahe Analyse der raumwirksamen Folgen.
2 Struktur und Methodik: Dieses Kapitel skizziert den Aufbau der Thesis und definiert die methodische Vorgehensweise, bestehend aus einer umfassenden Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews.
3 Digitalisierung und Raum: Es werden grundlegende Begriffe definiert sowie der aktuelle Stand der Digitalisierung in Deutschland eingeordnet, um die theoretische Basis für die Analyse der räumlichen Auswirkungen zu schaffen.
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf den Raum: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Folgen der Digitalisierung für Wirtschaft, Mobilität, Siedlungsstrukturen und die Raumplanung.
5 Praxisbeispiel Wissenschaftsstadt Darmstadt: Hier wird der theoretische Rahmen auf die Stadt Darmstadt übertragen, um den lokalen Digitalisierungsstand, bisherige sowie geplante Entwicklungen und Projekte zu untersuchen.
6 Fazit und Handlungsempfehlungen: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklung ab, während gleichzeitig Forschungsdefizite aufgezeigt werden.
Digitalisierung, Raumentwicklung, Smart City, Wissenschaftsstadt Darmstadt, Industrie 4.0, Onlinehandel, Mobilität, Sharing Economy, Stadtplanung, Digitalstadt, autonomes Fahren, Standortfaktor, Infrastruktur, Bürgerbeteiligung, Internet der Dinge.
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen die fortschreitende Digitalisierung auf die räumliche Entwicklung in städtischen Kontexten hat und wie Kommunen, am Beispiel von Darmstadt, auf diese Transformationen reagieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschafts- und Erwerbsstrukturen, neue Formen der Mobilität, Veränderungen der Siedlungsstruktur sowie die Anpassung der Raumplanung.
Ziel ist es, die räumlichen Konsequenzen digitaler Trends zu analysieren, ein Verständnis für die disruptiven Potenziale zu schaffen und daraus Empfehlungen für eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung abzuleiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine breit angelegte Literaturrecherche sowie auf Experteninterviews mit Vertretern aus der Stadtplanung, Forschung und Wirtschaft.
Im Hauptteil werden allgemeine Transformationsprozesse, wie z.B. durch Industrie 4.0, den Onlinehandel oder autonomes Fahren, theoretisch hergeleitet und anschließend im Praxisbeispiel Darmstadt konkret untersucht.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Digitalisierung, Smart City, Raumentwicklung, Mobilität sowie das konkrete Praxisbeispiel der Digitalstadt Darmstadt.
Das Label ist das Ergebnis des Wettbewerbsgewinns beim Bitkom-Wettbewerb "Digitale Stadt" und dient als Impuls, um Darmstadt durch gezielte technologische Pilotprojekte als Modellstadt für Effizienz und Vernetzung zu etablieren.
Der Onlinehandel führt zwar zu Lieferverkehrsaufkommen, wird aber in Darmstadt durch eine kompakte Innenstadtstruktur und gezielte Einzelhandelspolitik bisher in seinen negativen Folgen begrenzt, während er gleichzeitig den stationären Handel zu neuen Konzepten zwingt.
Sie dient als Leitfaden für eine nachhaltige Stadtentwicklung und betont, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern als Mittel zur Verbesserung der Lebensqualität und Teilhabe eingesetzt werden sollte.
Es wird eine bessere Koordination durch zentrale Stellen, die Nutzung von Daten für die Planung unter Berücksichtigung von Datenschutz, Investitionen in Bildung sowie die Förderung intermodaler Mobilitätsknotenpunkte empfohlen.
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