Diplomarbeit, 2005
155 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Zielsetzungen und Fragestellungen
1.3 Methodik des Vorgehens
2. Begriffsbestimmung
2.1 Definition
2.1.1 Abgrenzung Sucht – süchtiges Verhalten
2.1.2 Abgrenzung Konsum – Missbrauch – Abhängigkeit
2.2 Überblick über stoffgebundene Süchte
2.2.1 legale Drogen
2.2.2 illegale Drogen
3. Lebensphase Jugend
3.1 Psychologische Kriterien zur Abgrenzung der Lebensphase Jugend
3.2 Soziologische Kriterien zur Abgrenzung der Lebensphase Jugend
3.3 Risikoverhalten im Jugendalter
4. Erklärungsansätze für die Entstehung von Sucht
4.1 Die Suchttheorien
4.1.1 Biologische Suchttheorien
4.1.2 Nichtbiologische Suchttheorien
4.1.2.1 Lern- und Verhaltenstheorien
4.1.2.2 Psychodynamische Theorien
4.2 Multifaktorielles Modell der Suchtentstehung (Suchtdreieck)
4.2.1 Die Droge
4.2.2 Das Individuum
4.2.3 Das lebensweltliche Umfeld
4.2.3.1 Der Bereich Familie
4.2.3.2 Die Bedeutung von Peers
4.2.3.3 Der Bereich Schule
5. Verhaltenstherapie orientiert an Lern- und Verhaltenstheorien
5.1 Begriffsbestimmung
5.2 Allgemeine Verhaltens- und Problemanalyse nach dem SORC(K)-Schema
5.3 Verhaltens- und Problemanalyse am Beispiel des Alkoholismus
6. Suchtprobleme in Jugendhilfeeinrichtungen
6.1 Rechtliche Aspekte in der Jugendhilfe
6.1.1 Strafbares Verhalten des pädagogischen Personals
6.1.2 Drogenscreening
6.1.3 Strafverfahren
6.2 Zum Bewältigungsverhalten im L
6.2.1 Anlage des Fragebogens
6.2.2 Auswahl der Probanden
6.2.3 Aufbereitung und Auswertung des Fragebogens
6.2.3.1 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.2.3.2 Bewertung der Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund
7. Möglichkeiten suchtpräventiver Tätigkeiten in den Jugendhilfeeinrichtungen
7.1 Begriffsbestimmung
7.2 Grundsätze der Suchtprävention
7.3 Ansatzpunkte für Prävention orientiert am multifaktoriellen Modell der Suchtentstehung
7.3.1 Hilfen bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
7.3.2 Suchtprävention über die Förderung von Lebenskompetenzen
7.3.3 Suchtspiele als präventive Methode
8. Möglichkeiten intervenierender Tätigkeiten in den Jugendhilfeeinrichtungen
8.1 Interventionsmethoden auf verhaltenstherapeutischer Basis
8.1.1 Aufbau von Lebenskompetenzen
8.1.2 Selbstkontrolle bei Jugendlichen und Heranwachsenden
8.1.3 Umsetzung eines Belohnungssystems
8.2 Klientenzentrierte Gesprächsführung als Interventionsmethode
8.3 Einbindung der Methoden am Beispiel des Rauchens
9. Kooperation der einzelnen Hilfesysteme
9.1 Kooperation Jugendhilfeeinrichtung ⇔ Drogenhilfe
9.1.1 Die Suchtkrankenhilfe
9.1.2 Zur Rolle beider Hilfesysteme
9.1.3 „Tandem“ als Kooperationsprinzip
9.2 Kooperation Jugendhilfeeinrichtung ⇔ Jugendamt
9.2.1 Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes
9.2.2 Hilfeplanung
9.3 Kooperation Jugendhilfeeinrichtung ⇔ Schule
9.3.1 Der Lehrer als Vorbild
9.3.2 Schulische Methoden zum Aufbau von Lebenskompetenzen
9.4 Zusammenfassung
10. Schluss
10.1 Zusammenfassung
10.2 Fazit und weiterführende Fragen
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und Ansätze der Suchtprävention und Intervention in Jugendhilfeeinrichtungen für suchtanfällige Jugendliche und Heranwachsende. Dabei steht die Förderung von Lebenskompetenzen als zentraler Faktor zur Vermeidung von Suchtmittelkonsum sowie die Bedeutung der Kooperation zwischen verschiedenen Hilfesystemen (Jugendhilfe, Drogenhilfe, Schule) im Fokus.
4.2.1 Die Droge
Drogen sind Substanzen, die über das Zentralnervensystem die subjektive Befindlichkeit eines Konsumenten direkt beeinflussen.
Das Missbrauchspotential einer Droge wird durch deren Wirkung bestimmt. Wie bereits bei der Definition von Abhängigkeit erläutert, kann es zur Ausprägung einer psychischen Abhängigkeit, bestimmt durch die Beeinflussung von Stimmung, Wahrnehmung und Antrieb, kommen. Eine physische Abhängigkeit liegt vor, wenn Entzugserscheinungen und Toleranzsteigerung auftreten.
In der Werbung wird der Konsum von Alkohol und Nikotin z.B. mit den Begriffen Erotik, Stärke und Männlichkeit visuell dargestellt. Stärken, die durch den Konsum nur zeitweise hervorgehoben werden und das eigene Ich unterdrücken. Heranwachsende sehnen sich nach solchen Eigenschaften und versuchen mit dem Konsum, eigene Schwächen zu überspielen bzw. zu vergessen.
Legale Drogen sind in unserer Gesellschaft zu einer Selbstverständlichkeit geworden, da sie fast immer und überall verfügbar sind. Illegale Drogen treten auch immer häufiger in Deutschland auf, werden aber sozial geächtet und strafrechtlich verfolgt und sind deshalb nicht so leicht bzw. offen verfügbar.
1. Einleitung: Die Autorin begründet die Relevanz der Themenwahl durch den Suchtbericht des Landkreises Kamenz und definiert die Fragestellungen zur suchtpräventiven Arbeit in der Jugendhilfe.
2. Begriffsbestimmung: Es werden grundlegende Begriffe wie Sucht, süchtiges Verhalten, Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit definiert und ein Überblick über stoffgebundene Süchte gegeben.
3. Lebensphase Jugend: Dieses Kapitel analysiert psychologische und soziologische Kriterien der Jugendphase sowie das damit verbundene Risikoverhalten.
4. Erklärungsansätze für die Entstehung von Sucht: Verschiedene Suchttheorien und das multifaktorielle Modell der Suchtentstehung (Suchtdreieck) werden erläutert.
5. Verhaltenstherapie orientiert an Lern- und Verhaltenstheorien: Einführung in die verhaltenstherapeutische Problemanalyse, insbesondere das SORC(K)-Schema am Beispiel des Alkoholismus.
6. Suchtprobleme in Jugendhilfeeinrichtungen: Analyse rechtlicher Aspekte sowie eine empirische Untersuchung zum Bewältigungsverhalten der Jugendlichen in den untersuchten Einrichtungen.
7. Möglichkeiten suchtpräventiver Tätigkeiten in den Jugendhilfeeinrichtungen: Vorstellung von Ansätzen der Primär- und Sekundärprävention sowie die Bedeutung der Förderung von Lebenskompetenzen.
8. Möglichkeiten intervenierender Tätigkeiten in den Jugendhilfeeinrichtungen: Diskussion verhaltenstherapeutischer Interventionsmethoden wie Selbstkontrolle, Belohnungssysteme und klientenzentrierte Gesprächsführung.
9. Kooperation der einzelnen Hilfesysteme: Darstellung der Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Drogenhilfe, Jugendamt und Schule.
10. Schluss: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse, Fazit zur Arbeitssituation in der Jugendhilfe und weiterführende Fragen.
Suchtprävention, Jugendhilfe, Lebenskompetenzen, Drogenkonsum, Verhaltenstherapie, Suchtentstehung, Suchtdreieck, Kooperation, Hilfesysteme, Suchtprobleme, Risikoverhalten, Sozialisation, Interventionsmethoden, Problembewältigung, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit untersucht den Umgang mit suchtanfälligen Jugendlichen und Heranwachsenden in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe unter Einbeziehung präventiver und intervenierender Ansätze.
Zentrale Themen sind die Suchtprävention, der Aufbau von Lebenskompetenzen, die verhaltenstherapeutische Analyse von Suchtverhalten sowie die fachübergreifende Kooperation zwischen Jugend- und Drogenhilfe.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendhilfeeinrichtungen durch pädagogische Konzepte auf Suchtmittelkonsum einwirken und die Lebenskompetenzen der Betroffenen fördern können, um Suchtgefährdungen entgegenzuwirken.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch entwicklungspsychologische und soziologische Theorien sowie einer eigenen empirischen Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens in zwei Jugendhilfeeinrichtungen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Suchtentstehung, die Analyse der Jugendphase, Methoden der Verhaltenstherapie, rechtliche Rahmenbedingungen sowie konkrete Präventions- und Interventionskonzepte für den Einrichtungsalltag.
Die wichtigsten Begriffe sind Suchtprävention, Jugendhilfe, Lebenskompetenzen, Verhaltenstherapie, Suchtdreieck und Kooperation.
Die Familie fungiert als wichtigstes informelles Unterstützungssystem. Belastungen wie Arbeitslosigkeit oder Suchtprobleme der Eltern wirken sich direkt auf das Erziehungsverhalten und die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen aus.
Die Erfahrung zeigt, dass Jugendliche oft über die Gefahren informiert sind, jedoch mangels alternativer Bewältigungsstrategien oder aufgrund psychischer Defizite dennoch zu Suchtmitteln greifen. Effektive Prävention muss daher am Individuum und dessen Lebenswelt ansetzen.
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