Masterarbeit, 2018
108 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit
2 Unternehmensakquisitionen in Zusammenhang mit LBO
2.1 Finanzierungsstrukturen
2.1.1 Leverage-Effekt
2.1.2 Verschuldungsgrad
2.2 Akteure und Investitionsstrategien
2.2.1 Transaktionsgestaltung
2.2.2 Motivation für LBO
3 LBO-Kapitalstrukturen
3.1 Eigenkapital
3.1.1 Innenfinanzierung
3.1.2 Außenfinanzierung
3.2 Fremdkapital
3.2.1 Senior Debt
3.2.2 Second Lien Debt
3.3 Mezzanine-Kapital
3.3.1 Debt Mezzanine
3.3.2 Equity Mezzanine
4 Besonderheiten von LBO-Transaktionen
4.1 Unternehmensbewertung und Financial Covenants
4.1.1 LBO-Unternehmensbewertungsmethode
4.1.2 Financial Covenants
4.2 Kapitalschutzvorschriften
4.2.1 Kapitalerhaltung in der GmbH
4.2.2 Kapitalerhaltung in der AG
5 Limitation Language
6 Reflexion der Arbeit
7 Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist die detaillierte Analyse von Leveraged-Buyout-Akquisitionsfinanzierungen aus finanzwirtschaftlicher sowie gesellschaftsrechtlicher Sicht, um Strukturierungsmöglichkeiten und deren Potenziale zu bewerten.
2.1.1 Leverage-Effekt
Der Leverage-Effekt illustriert ein finanzwirtschaftliches Prinzip, wonach mithilfe einer überwiegenden Verwendung von Fremdkapital ein Hebel erzeugt wird, der eine Steigerung der Eigenkapitalrendite ermöglicht. Grundvoraussetzung ist hierfür, dass die Gesamtkapitalrendite, d. h. der Jahresüberschuss als Ergebnis der gewöhnlichen bzw. operativen Geschäftstätigkeit, höher ist als der für das Fremdkapital zu zahlende Zins. Demnach müssen die anteiligen Wertsteigerungen des Akquisitionsobjektes bzw. seine operativen Erträge höher sein als die Kosten, die durch die Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Sofern dies gewährleistet werden kann, nimmt die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals mit steigender Verschuldung zu.
Um einen positiven Leverage-Effekt zu erzielen, muss das Akquisitionsobjekt, aufgrund der i. d. R. geringen Eigenkapitalausstattung des Investors, einerseits mit den laufenden Erträgen die Zins- und Tilgungslast stemmen können sowie andererseits auch die Sicherheiten für das aufgenommene Fremdkapital übernehmen. Zur Deckung der Fremdkapitalkosten werden daher der erwirtschaftete operative Cash-Flow sowie das nicht betriebsnotwendige Vermögen des akquirierten Unternehmens verwendet. Um dies grundsätzlich zu ermöglichen, müssen Investoren auf eine Beteiligungsmehrheit abzielen, da die Einbringung des Cash-Flows in die Akquisitionsfinanzierung regelmäßig nicht den Interessen der übrigen Anteilseigner entspricht. Die Durchsetzung des unternehmerischen Willens ist demnach Grundvoraussetzung eines solchen Unternehmenskaufs. Mithilfe des Leverage-Effektes sind Investoren in der Lage, Unternehmen zu akquirieren, deren Kaufpreis das eigene zur Verfügung stehende Eigenkapital deutlich übersteigt.
Bei einer Finanzierung mit Eigenkapital entsprechen die durchschnittlichen Kapitalkosten den Renditeforderungen der Eigenkapitalgeber. Da Eigenkapitalgeber im Gegensatz zu Fremdkapitalgebern u. a. mit ihrer Einlage bei Verlusten haften, gehen Eigenkapitalgeber mit ihrer Investition ein höheres Risiko ein als Fremdkapitalgeber. Dieses höhere Risiko der Eigenkapitalgeber führt dementsprechend zu einer höheren Renditeforderung. Eine sukzessive Verringerung des Eigenkapitalanteils respektive Erhöhung des Fremdkapitalanteils senkt daher die durchschnittlichen Kapitalkosten. Darüber hinaus verstärkt die steuerliche Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen die Hebelwirkung auf die Eigenkapitalrendite. Denn durch die Verwendung des Cash-Flows zur Verrechnung der Fremdkapitalkosten wird das Abzugsverbot gemäß § 8b KStG vermieden.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung von LBO-Finanzierungen und definiert die Zielsetzung einer finanzwirtschaftlichen sowie juristischen Analyse.
2 Unternehmensakquisitionen in Zusammenhang mit LBO: Dieses Kapitel erläutert den Leverage-Effekt, verschiedene Transaktionsformen und die Beweggründe von Finanz- und strategischen Investoren.
3 LBO-Kapitalstrukturen: Hier werden die Komponenten Eigen-, Fremd- und Mezzanine-Kapital detailliert analysiert und ihre jeweilige Funktion im Finanzierungsmix dargestellt.
4 Besonderheiten von LBO-Transaktionen: Dieses Kapitel behandelt die Unternehmensbewertung, Financial Covenants sowie die gesellschaftsrechtlichen Kapitalschutzvorschriften.
5 Limitation Language: Analyse der vertraglichen Vereinbarungen zur Vermeidung von Haftungsrisiken bei der Kreditsicherung.
6 Reflexion der Arbeit: Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik der Arbeit und den Herausforderungen bei der Datenbeschaffung.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse hinsichtlich der Erfolgsfaktoren und Risiken von LBO-Finanzierungen.
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Die Arbeit analysiert die Strukturen und Potenziale von Leveraged-Buyout-Akquisitionsfinanzierungen unter besonderer Berücksichtigung finanzwirtschaftlicher und gesellschaftsrechtlicher Aspekte.
Die Arbeit fokussiert sich auf Finanzierungsstrukturen, Kapitalarten, die LBO-spezifische Unternehmensbewertung, Covenants und rechtliche Kapitalschutzvorschriften.
Das Ziel ist eine detaillierte Analyse der Strukturierungsmöglichkeiten von LBOs, um deren Potenziale sowie die damit verbundenen juristischen und ökonomischen Risiken zu bewerten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die wesentliche wissenschaftliche Publikationen sowie höchstrichterliche Rechtsprechung vergleichend analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Finanzierungsstrukturen (Leverage-Effekt), Kapitalstrukturen (Eigen-, Fremd- und Mezzanine-Kapital) sowie spezifische Besonderheiten wie Bewertungsmethoden, Covenants und Kapitalschutzvorschriften.
Die wichtigsten Begriffe sind LBO, Leverage-Effekt, Fremdkapital, Mezzanine-Kapital, Financial Covenants und Kapitalerhaltung.
Sie dient als schuldrechtliche Vereinbarung zur Vermeidung einer persönlichen Haftung der Geschäftsführung bei Verstößen gegen Kapitalerhaltungsvorschriften während der Kreditlaufzeit.
Es fungiert als hybride Finanzierungsform, um Finanzierungslücken zwischen günstigem Fremdkapital und teurem Eigenkapital zu schließen.
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